Patrick Lange, Ironman-WM Hawaii

Patrick Lange gibt bei Ironman-WM auf Hawaii unter Tränen auf

Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 02:19 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Patrick Lange hat bei seinem letzten Start bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii wegen heftiger Krämpfe aufgeben müssen. Der dreimalige Sieger verpasste damit die Ziellinie, half anschließend aber an einer Verpflegungsstation weiter.

  • Das Schwimmen war diesmal besonders herausfordernd.  - Bild: Ezra Shaw/Getty Images for IRONMAN/dpa
    Das Schwimmen war diesmal besonders herausfordernd. - Bild: Ezra Shaw/Getty Images for IRONMAN/dpa
  • Ein bitteres Hawaii-Ende für Patrick Lange. (Archivbild) - Bild: Arne Dedert/dpa
    Ein bitteres Hawaii-Ende für Patrick Lange. (Archivbild) - Bild: Arne Dedert/dpa
  • Schomburg zeigte eine starke Leistung bei seinem Hawaii-Debüt.  - Bild: Sean M. Haffey/Getty Images for IRONMAN/dpa
    Schomburg zeigte eine starke Leistung bei seinem Hawaii-Debüt. - Bild: Sean M. Haffey/Getty Images for IRONMAN/dpa
Das Schwimmen war diesmal besonders herausfordernd.  - Bild: Ezra Shaw/Getty Images for IRONMAN/dpa Ein bitteres Hawaii-Ende für Patrick Lange. (Archivbild) - Bild: Arne Dedert/dpa Schomburg zeigte eine starke Leistung bei seinem Hawaii-Debüt.  - Bild: Sean M. Haffey/Getty Images for IRONMAN/dpa

Patrick Lange hat bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii wegen starker Krämpfe auf der Radstrecke aufgeben müssen und seinen letzten Auftritt auf der Insel damit vorzeitig beendet.

Krampfprobleme zwingen Lange zur Aufgabe

Der 40-Jährige hielt zunächst mit der Spitzengruppe mit und kam beim Schwimmen nur zwölf Sekunden hinter den Führenden aus dem Wasser. Auf dem Rad bekam er jedoch nach rund 68 Kilometern zunehmend Probleme am hinteren linken Oberschenkel und im unteren Rücken.

Lange stoppte zweimal und verlor den Anschluss an die Spitze. Am Wendepunkt der Radstrecke in Hawi nahm er schließlich nicht die 180-Grad-Kurve, sondern bog zwischen den grünen Pylonen ab und stieg aus.

Tränen nach dem letzten Hawaii-Rennen

„Das ist so eines der härtesten DNFs (Did not Finish) in meinem Leben“, sagte Lange rund drei Stunden nach seinem Aus. Die Krämpfe hätten nicht aufgehört. Sein Trainer Benjamin Reszel beschrieb eine Krampfneigung über die gesamte hintere Körperkette.

Nach dem Abbruch wechselte Lange in ein gelbes Helfer-T-Shirt und unterstützte an einer Verpflegungsstation. „Wenn ich schon nicht die Finish-Line respektieren kann, dann möchte ich wenigstens die Energie zurückgeben“, sagte er dem ZDF.

Dritter Hawaii-Abbruch auf der Radstrecke

Lange hatte die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii 2017, 2018 und 2024 gewonnen. Bereits 2019 musste er dort auf der Radstrecke aufgeben. Auch beim Ironman Texas in diesem Jahr war für ihn wegen muskulärer Probleme vorzeitig Schluss.

Den Männer-Wettbewerb gewann der Franzose Vincent Luis in 7:47:27 Stunden. Dahinter folgten der Norweger Gustav Iden und der US-Amerikaner Matthew Marquardt.

Hawaii als Prüfstein des Langstreckentriathlons

Der Ironman auf Big Island zählt zu den härtesten Rennen des Sports. Die Athleten schwimmen 3,86 Kilometer, fahren 180,2 Kilometer Rad und laufen anschließend einen Marathon. Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit, Wind und die von der Lava reflektierte Wärme belasten den Körper zusätzlich.

Für Patrick Lange war der Abbruch deshalb nicht nur ein verlorenes Rennen, sondern das Ende eines besonderen Kapitels. Er hatte auf Hawaii 2017, 2018 und 2024 gewonnen und die Insel wiederholt als prägenden Ort seiner Karriere beschrieben. Sein Ausstieg reiht sich zugleich in ein schwieriges Jahr ein: Bereits beim Ironman Texas hatte er das Rennen auf der Radstrecke vorzeitig beendet.

Was der Abbruch für Lange bedeutet

Lange hatte angekündigt, seine Karriere beenden zu wollen, solange er noch konkurrenzfähig sei. Nach dem Rennen in Hawaii steht als nächster und letzter geplanter Start die Challenge Roth im kommenden Sommer im Raum. Für Zuschauer ist dabei vor allem entscheidend, dass ein DNF im Ausdauersport nicht automatisch eine grundsätzliche Leistungsbewertung darstellt: Krämpfe können einen Athleten trotz starker Vorbereitung und eines guten Rennbeginns zum Aufgeben zwingen.

Der Ausgang zeigt außerdem die besondere Unberechenbarkeit des Ironman. Lange kam mit nur zwölf Sekunden Rückstand aus dem Wasser, konnte seine Leistung auf dem Rad wegen der muskulären Probleme aber nicht fortsetzen. Sein anschließender Einsatz als Helfer macht den emotionalen Charakter des Abschieds sichtbar, ersetzt jedoch nicht das sportliche Ziel: die Ziellinie von Kailua-Kona blieb an diesem Tag unerreicht.

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