Vierter Weltrekord für Nathalie Pohl und voller Einsatz für Kinder / Nathalie Pohl bezwingt Capri in knapp über vier Stunden
19.06.2026 - 15:55:59 | presseportal.de
Ein Sprung ins Ungewisse - und ein Triumph über die Elemente
Besonders bemerkenswert diesmal rund um Capri: Da dort in dieser Form noch nie geschwommen wurde, fehlten jegliche Erfahrungswerte in der Vorbereitung. "Capri war eine intensive und einmalige Erfahrung. Die Strecke bot optisch eine spektakuläre Kulisse, stellte mich gleichzeitig aber vor eine besondere sportliche Aufgabe. Es war ein echter Sprung ins Ungewisse", berichtet Nathalie Pohl. Die imposante Steilküste ist schön anzusehen, durch unberechenbare Strömungen jedoch auch extrem gefährlich für Schwimmer. "Für mich hatte das zur Folge, dass ich permanent hoch konzentriert sein musste. So war es mental schwieriger, einen gleichmäßigen Rhythmus zu finden", führt sie fort. Jeder Meter verlangte volle Aufmerksamkeit, jede Unregelmäßigkeit musste beobachtet werden. Zudem begleitete sie diesmal neben ihrem Team zusätzlich ein unabhängiger Beobachter ("Observer"). Das ist im Reglement für einen Weltrekord so vorgeschrieben und hat sich für Nathalie Pohl mehr als gelohnt: Die "Marathon Swimmers Federation (MSF)" hat die Leistung offiziell geprüft und den Weltrekord anerkannt.
Nächstes Ziel bereits im Juli: Der Ärmelkanal wartet
Dieser große Erfolg in Italien hat Nathalie Pohl viel Motivation gegeben - und sie darin bestätigt, dass sich jede Trainingsstunde, jede Entbehrung und jeder Schritt über die eigenen Grenzen hinaus gelohnt hat: "Ich habe zu Beginn des Jahres in Australien weiter an meiner Technik gearbeitet und konnte meine Kraft und Ausdauer noch einmal steigern. Capri war der erste große Leistungstest für dieses Jahr. Nun freue ich mich umso mehr auf alles, was kommt." Und ihr nächstes Abenteuer wartet bereits. Mitte Juli wird Nathalie Pohl an den Ort zurückkehren, an dem sie bei ihrem ersten Querungsversuch fast gestorben wäre: den rund 16 Grad Celsius kalten Ärmelkanal. Noch im Krankenhaus beschloss sie damals, nicht aufzugeben, sondern es wieder zu versuchen. Mit Erfolg: Zehn Jahre liegt ihre erfolgreiche Querung mittlerweile zurück.
Schwimmen, Spenden sammeln, Leben retten
Inspiriert vom historischen Erfolg der Schwimmerin Gertrude Ederle, die den Ärmelkanal am 6. August 1926 als erste Frau durchquerte, plant Nathalie Pohl nun, diesen Meeresarm gemeinsam mit anderen außergewöhnlichen Frauen als Staffel erneut zu bezwingen. Im Zentrum dieser Herausforderung steht zum einen das Gedenken an diese außergewöhnliche Leistung vor 100 Jahren. Zum anderen wird Nathalie Pohl das Schwimmen nutzen, um erneut Gelder für Projekte zu sammeln, die Kinder beim Schwimmenlernen unterstützen. Damit schlägt sie das nächste Kapitel einer außergewöhnlichen Reise auf, die längst über den Sport hinausgeht.
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