DOSB-Wahl: Martin Engelhardt tritt gegen Michael Mronz an
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 11:07 Uhr | dpa, AD HOC NEWSEngelhardts Weg an die DOSB-Spitze
- Die Deutsche Triathlon-Union und weitere DOSB-Verbände schlagen Martin Engelhardt für das Präsidentenamt vor.
- Engelhardt beendet seine Tätigkeit als Chefarzt am Klinikum Osnabrück am 31. März 2027.
- Die DOSB-Mitgliederversammlung entscheidet am 5. Dezember in Frankfurt am Main über die Nachfolge.
Martin Engelhardt fordert Michael Mronz heraus
Martin Engelhardt tritt im Rennen um das Präsidentenamt des Deutschen Olympischen Sportbundes gegen Michael Mronz an. Die Deutsche Triathlon-Union reichte gemeinsam mit weiteren DOSB-Mitgliedsverbänden einen Wahlvorschlag für den 66-Jährigen ein.
Wechsel vom Klinikum Osnabrück zum DOSB
Engelhardt beendet am 31. März 2027 seine Tätigkeit als Chefarzt am Klinikum Osnabrück. Ab April 2027 könne er dem DOSB seine ganze Kraft widmen, sagte der DTU-Präsident.
Engelhardt war bereits von 1987 bis 2001 DTU-Präsident und steht seit 2011 erneut an der Verbandsspitze. 2004 und 2008 gehörte er als Leitender Orthopäde zur deutschen Olympia-Delegation; seit 2024 ist er Vizepräsident des DOSB.
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Engelhardt nennt seine Ziele
Engelhardt will einen Sportplan für Deutschland entwickeln und ihn gemeinsam mit der Politik umsetzen. Zugleich strebt er an, die großen nationalen und internationalen Aufgaben des Sports geschlossen und erfolgreich anzugehen.
Mronz bleibt Favorit der Findungskommission
Engelhardt wird damit zum Konkurrenten von Mronz, den eine Findungskommission als Nachfolger von Thomas Weikert empfohlen hat. Der 59 Jahre alte Sportmanager ist Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees und verfügt dadurch über ein internationales Netzwerk.
Dieses Netzwerk könnte der Bewerbung Münchens um Olympische Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 zugutekommen. Die Wahl findet bei der DOSB-Mitgliederversammlung am 5. Dezember in Frankfurt am Main statt.
Weikert verzichtet auf weitere Kandidatur
Der amtierende DOSB-Chef Thomas Weikert hatte zuletzt erklärt, nicht erneut für das Spitzenamt antreten zu wollen. Der 64-Jährige begründete seinen Verzicht mit fehlender Kraft für eine weitere Amtszeit. Mehrere Verbände hatten zudem signalisiert, eine Wiederwahl nicht unterstützen zu wollen.
Die Bewerbung Martin Engelhardts verändert das Rennen um die Nachfolge von Thomas Weikert an der Spitze des Deutschen Olympischen Sportbundes. Mit Michael Mronz und dem langjährigen DTU-Präsidenten stehen nun zwei Kandidaten mit unterschiedlichen Profilen im Mittelpunkt: Mronz bringt als Sportmanager und IOC-Mitglied internationale Kontakte ein, Engelhardt verweist auf seine Erfahrungen aus Vereinsarbeit, Leistungssportforschung, Verbandsführung und zwei Olympischen Spielen.
Für die Mitgliedsverbände geht es damit nicht nur um eine Personalentscheidung. Der DOSB bündelt die Interessen des organisierten Sports und ist zugleich Ansprechpartner der Politik bei Themen wie Sportförderung, Leistungssport, Infrastruktur und gesellschaftlicher Teilhabe. Engelhardt kündigt einen gemeinsamen Sportplan für Deutschland an. Das deutet auf den Anspruch hin, die Zusammenarbeit zwischen Sportorganisationen und Politik stärker zu ordnen.
Entscheidung im Dezember
Engelhardts angekündigter Rückzug aus seiner Tätigkeit als Chefarzt zum 31. März 2027 schafft einen klaren zeitlichen Übergang. Er könnte das DOSB-Amt ab April vollständig übernehmen, falls er gewählt wird. Die Mitgliederversammlung am 5. Dezember in Frankfurt am Main wird damit zum entscheidenden Termin. Bis dahin dürften die Verbände besonders auf die Konzepte, die Bündnisfähigkeit und die jeweiligen Vorstellungen zur internationalen Positionierung des deutschen Sports schauen.

