Verbände

DLRG erreicht neuen Höchststand und zählt über 640.000 Mitgliedschaften

17.02.2026 - 06:00:00

Bad Nenndorf - Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat einen neuen Mitgliederrekord erreicht. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 zählte der Verband 642.082 Mitgliedschaften. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von 14.936 Mitgliedern beziehungsweise 2,34 Prozent. "Wir freuen uns über das ungebrochene Interesse an unserer Arbeit. Der erneute Rekord zeigt, dass die DLRG für zunehmend mehr Menschen attraktiv ist. Mit Ausnahme der Zeit während der Corona-Pandemie hält dieser positive Trend bereits seit Jahren an", sagte Präsidentin Ute Vogt. Die Zahlen unterstrichen die Bedeutung der DLRG für die Wassersicherheit in Deutschland.

Bei den jüngsten Mitgliedern legte die DLRG zum wiederholten Male zu: Die Zahl der Kinder bis zwölf Jahre stieg innerhalb eines Jahres um 5.615 (2,83 %) auf 204.148. Damit überschreitet die Organisation erstmals die Marke von 200.000 Kindern. Knapp die Hälfte der Mitglieder (49 %) sind 18 Jahre oder jünger. "Die große Zahl an Kindern, die bei uns schwimmen lernen möchte, lässt uns optimistisch nach vorn blicken: Die DLRG bleibt ein Verband, der Zukunft gestaltet. Auch in einer älter werdenden Gesellschaft haben wir die Chance, weiter genügend Nachwuchs zu finden, der sich ehrenamtlich für die Sicherheit an den Badegewässern engagieren wird", so die Präsidentin der Organisation für Wasserrettung.

Hohe Nachfrage bei begrenzten Kapazitäten

Der starke Zuwachs bei den Kindern macht deutlich, wie hoch die Nachfrage nach Angeboten zum Schwimmenlernen ist. In vielen Regionen stoßen die Vereine jedoch an ihre Grenzen. Eine aktuelle Befragung des WDR zeigt beispielsweise, dass in Nordrhein-Westfalen der Großteil der Schwimmvereine und DLRG Ortsgruppen keine freien Plätze in Anfänger-Schwimmkursen anbieten kann (wdr.de). Eine Ursache sind fehlende Wasserzeiten, weil viele Bäder ausgelastet sind oder es regional nicht genügend Schwimmbäder gibt. Die Ergebnisse unterstreichen, dass Investitionen in Schwimmbäder entscheidend sind, damit möglichst viele Menschen die lebensrettende Fähigkeit des Schwimmens erlernen können. "Unsere Ortsgruppen wären oft in der Lage, sich noch stärker für das Schwimmenlernen einzubringen. Die marode Bäderlandschaft hängt wie ein Damoklesschwert über der Schwimmausbildung - und auch der Rettungsschwimmausbildung", erklärte Ute Vogt.

Vor diesem Hintergrund begrüßt die DLRG, dass sich die Bundesregierung verstärkt für das Schwimmenlernen engagieren möchte. Die DLRG befindet sich derzeit gemeinsam mit dem Deutschen Schwimm-Verband im Austausch mit dem Bundeskanzleramt, um die Initiative "Deutschland lernt Schwimmen" auf den Weg zu bringen. Das Ziel ist es, die Schwimmausbildung bundesweit zu stärken zu stärken. Dem Modellvorhaben sollen bis 2029 insgesamt 20 Millionen Euro zufließen. Zudem stellt der Bund dieses Jahr 250 Millionen Euro für die Sanierung von Schwimmbädern bereit.

Überdurchschnittliche Zuwächse bei Erwachsenen

Auch im Erwachsenenbereich setzte sich der positive Trend in der Mitgliederentwicklung weiter fort. In der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen (+3,65 %) sowie bei den über 60-Jährigen (+4,1 %) fielen die Zuwächse prozentual am deutlichsten aus. "Das freut uns mindestens ebenso, denn in diesen Altersgruppen befinden sich viele der aktiven Mitglieder, die den Nachwuchs im Schwimmen und Rettungsschwimmen ausbilden und an den Badegewässern wachen", betonte Ute Vogt. Viele Mitglieder bleiben der DLRG über Jahrzehnte hinweg verbunden, andere stoßen als Quereinsteiger dazu und übernehmen Verantwortung im Ehrenamt.

Über alle 18 Landesverbände hinweg verzeichnete die DLRG einen Anstieg der Mitgliedszahlen. Besonders deutlich fiel der Zuwachs in diesem Jahr in Hamburg aus (+8,7 %). Auch die Landesverbände Berlin (+4,5 %) und Brandenburg (+5,5 %) lagen klar über dem Bundesdurchschnitt. In Baden überschritt die Mitgliederzahl erstmals die Marke von 60.000, während im Landesverband Westfalen nun mehr als 90.000 Mitglieder gezählt werden.

Die Mitgliederzahlen der DLRG Landesverbände:

Weiteres Material zur DLRG Mitgliederstatistik 2025, darunter eine Infografik und O-Töne, gibt es im DLRG Medienportal.

Über die DLRG

Die DLRG als private Wasserrettungsorganisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Hierfür klären ihre ehrenamtlich Aktiven über Wassergefahren auf, bringen Menschen das Schwimmen bei und bilden sie im Rettungsschwimmen aus. Zudem wachen rund 55.000 Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer jährlich 2,6 Millionen Stunden über die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern. Sie engagieren sich darüber hinaus in der örtlichen Gefahrenabwehr und bilden Einheiten der rund 80 DLRG Wasserrettungszüge für den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Die DLRG zählt derzeit über 640.000 Mitglieder. Mehr als 1,3 Millionen Förderinnen und Förderer unterstützen die lebensrettende Arbeit mit Spenden. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Pressekontakt:

Martin Holzhause
Leiter DLRG Pressestelle
Telefon: 05723 955 442
Mobil: 0162 175 12 04
E-Mail: presse@dlrg.de

Original-Content von: DLRG - Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft übermittelt durch news aktuell

http://ots.de/5ee139

@ presseportal.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.