Borussia Mönchengladbach entlässt Trainer Eugen Polanski nach 0:5
Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 11:24 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSBorussia Mönchengladbach hat die Entlassung von Cheftrainer Eugen Polanski bestätigt und damit auf den Fehlstart in die neue Bundesliga-Saison reagiert. Mit Polanski wurde auch Co-Trainer Tobias Trulsen von seinen Aufgaben freigestellt, wie der Klub am Sonntag mitteilte.
Verein begründet Trennung mit ausbleibenden Ergebnissen
Sportchef Rouven Schröder erklärte, trotz einer guten Vorbereitung und positiver Ansätze sei es der Mannschaft in der Bundesliga nicht gelungen, die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Die zuletzt gezeigten Leistungen hätten zu der Entscheidung geführt, Polanski mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben zu entbinden.
In die laufende Saison war Gladbach mit drei Niederlagen gestartet und blieb damit punktlos. Das 0:5 in Freiburg bildete den vorläufigen Tiefpunkt und führte nun zur Trennung vom Trainerteam.
Interimslösung mit Jan-Moritz Lichte
Bis ein neuer Cheftrainer gefunden ist, soll die Mannschaft zunächst interimistisch von Jan-Moritz Lichte betreut werden. Unterstützt wird er dabei von Markus Gellhaus sowie dem übrigen Trainerteam. Der Verein stellt damit sicher, dass die Vorbereitung auf die kommenden Spiele ohne Unterbrechung weiterlaufen kann.
Polanskis langer Weg an die Gladbacher Seitenlinie
Polanski ist seit Jahren eng mit Borussia Mönchengladbach verbunden. Zunächst sammelte er als Hospitant unter Dieter Hecking erste Eindrücke im Profibereich, ehe er im Sommer 2019 die Nachfolge von Otto Addo im Übergangsbereich antrat. Im Oktober 2021 übernahm er für knapp ein Jahr die U17 als Cheftrainer.
Im Sommer 2022 wurde Polanski Trainer der U23 und arbeitete dort mit vielen Talenten, die den Sprung zu den Profis schaffen sollten. Nach der Trennung von Gerardo Seoane übernahm er im September 2025 zunächst interimsmäßig die Profimannschaft, im November 2025 erhielt er schließlich einen Cheftrainervertrag.
Fehlstart führt zur vorzeitigen Trennung
Trotz der gewachsenen Rolle und der internen Lösung gelang der Start in die aktuelle Saison nicht wie erhofft. Nach drei Spielen ohne Punktgewinn und der klaren Niederlage in Freiburg zog der Verein nun die Konsequenzen. Mit der Entlassung von Polanski und Trulsen sowie der Einsetzung von Lichte als Interimstrainer vollzieht Gladbach einen frühen Kurswechsel und stellt die sportliche Führung neu auf.
Die Trennung von Eugen Polanski als Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach ist die erste große personelle Konsequenz aus dem Fehlstart des Traditionsklubs in die neue Bundesliga-Saison. Nach drei punktlosen Spielen und einem 0:5 in Freiburg steht der Verein sportlich und wirtschaftlich früh unter Druck, da ein verpatzter Auftakt erfahrungsgemäß Auswirkungen auf Zuschauerzahlen, Stimmung im Umfeld und die mittelfristige Tabellenentwicklung haben kann.
Polanski hatte sich über Jahre im Klub aufgebaut und galt als Identifikationsfigur, die den Übergang zwischen Nachwuchsbereich und Profimannschaft gestalten sollte. Die jetzige Entlassung markiert daher nicht nur einen Trainerwechsel, sondern auch eine Kurskorrektur in der sportlichen Strategie: Statt auf eine interne Lösung mit viel Vereinsnähe setzt Gladbach nun kurzfristig auf Stabilisierung durch eine neue sportliche Leitung, während Jan-Moritz Lichte mit seinem Team vorerst den Betrieb sichern soll.
Sportlicher Kontext und Herausforderungen
Der katastrophale Saisonstart mit drei Niederlagen und der klaren Auswärtspleite in Freiburg deutet auf strukturelle Probleme hin – etwa im Defensivverhalten, in der Balance der Mannschaft und möglicherweise auch in der Kaderzusammenstellung. Solche Schwächen werden in der Bundesliga schnell sichtbar und erhöhen den Handlungsdruck auf Sportchef Rouven Schröder, der nun nicht nur einen neuen Trainer finden, sondern auch dessen Anforderungen an den Kader berücksichtigen muss.
Bedeutung für Klub und Fans
Für die Anhänger der „Fohlen“ bedeutet der erneute Trainerwechsel innerhalb kurzer Zeit Verunsicherung, aber auch Hoffnung auf einen Neustart. Entscheidend wird sein, ob der kommende Cheftrainer die Entwicklungsspieler, auf die Gladbach traditionell setzt, stabilisieren und gleichzeitig Ergebnisse liefern kann. Der Klub bewegt sich damit einmal mehr im Spannungsfeld zwischen langfristiger Aufbauarbeit und der kurzfristigen Notwendigkeit, in der Bundesliga konkurrenzfähig zu bleiben.
