Alexander Zverev, Jannik Sinner

Sinner sagt Shanghai ab: Zverev rückt Nummer 1 näher

Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 12:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Jannik Sinner verzichtet wegen Knieproblemen auch auf das Masters-Turnier in Shanghai. Damit rückt Alexander Zverev der Nummer eins der Tennis-Weltrangliste weiter näher.

  • Alexander Zverev steht beim Turnier in Peking im Achtelfinale. (Archivbild) - Bild: Adam Hunger/AP/dpa
    Alexander Zverev steht beim Turnier in Peking im Achtelfinale. (Archivbild) - Bild: Adam Hunger/AP/dpa
  • Jannik Sinner muss weiter pausieren. (Archivbild) - Bild: Frank Molter/dpa
    Jannik Sinner muss weiter pausieren. (Archivbild) - Bild: Frank Molter/dpa
Alexander Zverev steht beim Turnier in Peking im Achtelfinale. (Archivbild) - Bild: Adam Hunger/AP/dpa Jannik Sinner muss weiter pausieren. (Archivbild) - Bild: Frank Molter/dpa

Jannik Sinner verzichtet wegen Knieproblemen auch auf das Masters-Turnier in Shanghai, wodurch Alexander Zverev der Führung in der Tennis-Weltrangliste weiter näherkommt.

Sinner sagt Shanghai ab

Das Turnier findet vom 7. bis 18. Oktober statt. „Ich habe es immer sehr genossen, vor den Fans in Shanghai zu spielen, und es tut mir wirklich leid, dass ich nächste Woche nicht dabei sein kann“, schrieb Sinner bei Instagram.

Der 25-jährige Italiener fehlt bereits beim Turnier in Peking, wo Zverev im Achtelfinale steht. Sinner muss wegen Knieproblemen pausieren.

Zweiter Deutscher an der Spitze

Zverev könnte nach Boris Becker erst der zweite deutsche Tennisprofi an die Spitze der Männer-Weltrangliste gelangen. Becker führte das Ranking insgesamt zwölf Wochen an.

Für den dreimaligen Wimbledonsieger ist es nur noch „eine Frage der Zeit, bis Zverev die Nummer eins wird“, sagte Becker während der US Open bei „sporteurope.tv“.

Rückstand deutlich geschrumpft

Zuletzt hatte Zverev mit dem Triumph bei den US Open seinen zweiten Grand-Slam-Sieg gefeiert. In der Weltrangliste fehlen ihm aktuell nur noch 1.330 Punkte auf Sinner.

Anfang Februar hatte Zverev nach den Australian Open noch mehr als 9.000 Punkte Rückstand auf den damals führenden Carlos Alcaraz und knapp 5.700 Punkte auf Sinner. Durch Sinners erneute Absage steigen Zverevs Chancen auf den Tennis-Thron weiter.

Ranglistenrennen mit klarer Dynamik

Jannik Sinners Ausfall in Peking hatte Zverev bereits einen wichtigen Vorteil verschafft. Der Italiener konnte seinen Titel dort nicht verteidigen, während Zverev mit seinem Auftaktsieg weitere Punkte sammeln konnte. Vor Beginn des Turniers betrug der Rückstand des Deutschen auf den Weltranglistenersten nach damaliger Berechnung 1.370 Punkte.

Die Absage für Shanghai verstärkt diesen Effekt. Sinner muss dort 550 Punkte aus dem Vorjahr verteidigen, während Zverev in beiden chinesischen Turnieren nur vergleichsweise wenige Punkte zu verlieren hat. Entscheidend bleibt deshalb nicht allein Sinners Pause, sondern auch, wie weit Zverev in Peking und Shanghai kommt.

Bedeutung für Zverev und Tennisfans

Ein Platz an der Spitze wäre für Zverev ein historischer Erfolg: Nach Boris Becker könnte er der zweite deutsche Männer-Spieler auf Rang eins werden. Becker führte die Weltrangliste zwölf Wochen an. Zverev hat nach zwei Grand-Slam-Siegen in dieser Saison nun die Möglichkeit, seine Position auch über mehrere Turniere hinweg zu bestätigen.

Nach der China-Serie folgen weitere wichtige Stationen des Tennisjahres, darunter das Masters in Paris und die ATP-Finals in Turin. Sinner hat dort aus dem Vorjahr viele Punkte zu verteidigen. Für Zverev eröffnet sich damit ein konkretes Zeitfenster, die Führung bereits im Herbst zu übernehmen – vorausgesetzt, er nutzt seine Chancen sportlich.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

ntv: „Nahezu unschlagbar: Zverev baut unglaubliche Bilanz weiter aus“ (01.10.2026)

Der Bericht hebe Zverevs Auftaktsieg in Peking und seine starke Bilanz gegen Linkshänder hervor. Zugleich rechne er vor, dass Zverev bei Erfolgen in Peking und Shanghai und bei Sinners Abwesenheit am 18. Oktober erstmals die Nummer eins werden könne; die erneute Absage für Shanghai sei zum Veröffentlichungszeitpunkt jedoch noch nicht enthalten.

Frankfurter Rundschau: „Alexander Zverev jetzt live im TV und Stream – die Nummer 1 rückt immer näher“ (02.10.2026)

Der Artikel betone Zverevs starke Saison und die Bedeutung der Asien-Turniere für den Kampf um Platz eins. Anders als die aktuelle Meldung befasse er sich noch mit der offenen Frage, ob Sinner in Shanghai antreten werde, und verweise zusätzlich auf die späteren Saisonhöhepunkte in Paris und Turin.

Beide Berichte bestätigten die wachsenden Chancen Zverevs und stellten seine Resultate sowie die zu verteidigenden Punkte in den Mittelpunkt. Offen geblieben sei in ihnen noch Sinners Teilnahme in Shanghai, die nun abgesagt worden sei.

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