Wimbledon, Großbritannien

Zverev erlebt Viertelfinal-Premiere - Struff verpasst Coup

Veröffentlicht: 07.07.2026 um 18:28 Uhr, dpa.de

Mit Problemen entscheidet Tennisprofi Alexander Zverev die Fortsetzung seines Achtelfinals für sich. Schon am Mittwoch wartet die nächste Herausforderung. Jan-Lennard Struff ist draußen.

  • Alexander Zverev steht erstmals im Wimbledon-Viertelfinale. - Bild: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa
    Alexander Zverev steht erstmals im Wimbledon-Viertelfinale. - Bild: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa
  • Jan-Lennard Struff verabschiedet sich aus Wimbledon. - Bild: Kin Cheung/AP/dpa
    Jan-Lennard Struff verabschiedet sich aus Wimbledon. - Bild: Kin Cheung/AP/dpa
  • Alexander Zverev hatte in der Fortsetzung gegen Lehecka mehr Probleme als am Vorabend. - Bild: Maja Smiejkowska/AP/dpa
    Alexander Zverev hatte in der Fortsetzung gegen Lehecka mehr Probleme als am Vorabend. - Bild: Maja Smiejkowska/AP/dpa
  • Erstmals in einem Wimbledon-Viertelfinale: Alexander Zverev. - Bild: Maja Smiejkowska/AP/dpa
    Erstmals in einem Wimbledon-Viertelfinale: Alexander Zverev. - Bild: Maja Smiejkowska/AP/dpa
  • Nach seinem Vier-Satz-Sieg über den starken Tschechen Jiri Lehecka war Zverev erleichtert. - Bild: Ben Whitley/PA Wire/dpa
    Nach seinem Vier-Satz-Sieg über den starken Tschechen Jiri Lehecka war Zverev erleichtert. - Bild: Ben Whitley/PA Wire/dpa
Alexander Zverev steht erstmals im Wimbledon-Viertelfinale. - Bild: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa Jan-Lennard Struff verabschiedet sich aus Wimbledon. - Bild: Kin Cheung/AP/dpa Alexander Zverev hatte in der Fortsetzung gegen Lehecka mehr Probleme als am Vorabend. - Bild: Maja Smiejkowska/AP/dpa Erstmals in einem Wimbledon-Viertelfinale: Alexander Zverev. - Bild: Maja Smiejkowska/AP/dpa Nach seinem Vier-Satz-Sieg über den starken Tschechen Jiri Lehecka war Zverev erleichtert. - Bild: Ben Whitley/PA Wire/dpa

French-Open-Champion Alexander Zverev riss die Arme in die Höhe und strahlte. Der deutsche Tennisstar erlebt in Wimbledon seine Viertelfinal-Premiere - allerdings gegen seinen Angstgegner Taylor Fritz. Die tags zuvor unterbrochene Achtelfinalpartie gegen den Tschechen Lehecka gewann der Hamburger trotz Problemen mit 6:4, 7:5, 3:6, 7:6 (8:6). Für Jan- Lennard Struff endete zuvor der unerwartete Erfolgslauf bis ins erste Grand-Slam-Viertelfinale mit 5:7, 6:7 (4:7), 3:6 gegen Titelverteidiger Jannik Sinner aus Italien.

«Wer hätte gedacht, dass ich nur zwölf Jahre brauche, um dahin zu kommen», sagte Zverev im Siegerinterview selbstironisch über seinen langen Anlauf bis in sein erstes Wimbledon-Viertelfinale. Das reicht ihm allerdings nicht. «Ich bin unglaublich glücklich. Natürlich will ich noch drei Matches hier spielen», betonte er. «Mental ist es schwieriger als physisch», sagte Zverev zur Aufgabe, am nächsten Tag gleich wieder antreten zu müssen.

Struff trotz Niederlage mit guter Leistung

Zverevs Achtelfinale war am Abend bei einer 2:0-Satzführung und einem Stand von 3:3 im dritten Satz abgebrochen worden, weil in Wimbledon nur bis zur Sperrstunde um 23.00 Uhr Ortszeit gespielt wird. Die Partie nahm bei der Fortsetzung nicht das erhoffte schnelle Ende, am Ende aber durfte der deutsche Spitzenspieler nach insgesamt 3:22 Stunden Spielzeit jubeln.

Als Zverev rund 17 Stunden nach dem Abbruch am späten Montagabend für den zweiten Teil seines Achtelfinales den Centre Court betrat, hatte sich Jan-Lennard Struff im Viertelfinale gerade erhobenen Hauptes vom zweitgrößten Platz an der Church Road gegen Sinner verabschiedet. «Im dritten (Satz) ist die Energie leider weggegangen für ein, zwei Spiele, das hat er dann gnadenlos ausgenutzt», sagte Struff bei Prime. «Ich war topmotiviert, aber den Fokus zu halten, war das schwierig.»

Zverev möchte erstmals ins Wimbledon-Halbfinale

In Wimbledon ist jetzt auch Zverev in diesem Jahr erfolgreicher als je zuvor und steht erstmals unter den letzten acht. Einen Monat nach seinem Grand-Slam-Triumph in Paris spielt der Mitfavorit am Mittwoch (2. Match nach 14.00 Uhr/Prime Video) um den Halbfinaleinzug beim Rasenklassiker in London.

Um seine Titel-Hoffnung bewahren zu können, muss der Weltranglisten-Dritte erstmals seit mehr als zwei Jahren gegen den US-Amerikaner Fritz gewinnen. Die vergangenen sieben Duelle hat Zverev verloren. «Es wird wohl nicht sehr unterhaltsam», fügte er mit Blick auf seinen ebenfalls hart servierenden Kontrahenten hinzu.

Zverev tut sich schwer gegen Lehecka

Gegen Lehecka konnte der deutsche Spitzenspieler bei der Wiederaufnahme am Nachmittag nicht an seine souveräne und selbstbewusste Leistung anknüpfen. «Ich habe gar kein Gefühl gehabt», sagte Zverev bei Prime. Während sich der Tokio-Olympiasieger schwertat, startete Lehecka mit drei schnellen Spielen zum Satzgewinn furios.

Zverev wirkte energieloser als noch am Abend zuvor und konnte gegen den Aufschlag des Tschechen wenig ausrichten. So nahm das Achtelfinale gegen den Weltranglisten-14. nicht das erhoffte schnelle Ende. Im Tiebreak nutzte Zverev seinen dritten Matchball. Seinen zweiten hatte er bei eigenem Aufschlag mit einem Doppelfehler vergeben.

Sein erster Sieg in Wimbledon gegen einen Top-20-Spieler kann Mut machen für die Partie gegen Fritz. Vor zwei Jahren in Wimbledon nahm die Niederlagenserie gegen den Weltranglisten-Siebten im Achtelfinale ihren Anfang. Auf Rasen verlor der Hamburger auch das Finale 2025 von Stuttgart gegen Fritz ebenso wie kürzlich das Halbfinale im westfälischen Halle. Dort hatte Zverev Probleme mit seiner Diabetes-Erkrankung, weil sein Sensor einen falschen Wert angezeigt hatte.

Struff imponiert auch gegen Sinner

Außenseiter Struff hatte sogar gegen den italienischen Topstar Sinner zunächst Vorteile und war anfangs mit seinem aggressiven Stil der bessere Spieler. Zwei Sätze lang konnte Struff den nicht am Limit spielenden Topstar nerven. Dann schienen dem ältesten Viertelfinal-Debütanten bei einem Grand-Slam-Turnier ein wenig die Kräfte auszugehen. Sein Wimbledon-Märchen war nach 2:35 Stunden vorbei.

«Er verdient alles, was er erreicht hat. Er ist eine großartige Person. Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass er besser angefangen hat als ich, ich hatte zu kämpfen», würdigte Sinner den Warsteiner. Für Struff war seine Wimbledon-Teilnahme auch ohne den nächsten Schritt ein riesiger Erfolg.

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