Krawietz und Pütz verlieren US-Open-Finale gegen Harrison und Skupski
Veröffentlicht am: 12.09.2026 um 19:57 Uhr | dpa, AD HOC NEWSKevin Krawietz und Tim Pütz haben bei den US Open in New York ihren ersten gemeinsamen Grand-Slam-Titel im Doppel verpasst.
Finale im Arthur Ashe Stadium verloren
Das deutsche Davis-Cup-Duo unterlag im Arthur Ashe Stadium Christian Harrison aus den USA und dem Briten Neal Skupski mit 4:6, 6:7 (6:8). Für den Finaleinzug erhalten beide ein Preisgeld von 500.000 US-Dollar.
Zweites Endspiel in New York
Bereits vor zwei Jahren hatten Krawietz und Pütz bei den US Open im Finale gestanden und waren damals ebenfalls ohne Titel geblieben. Für Krawietz bleibt Philipp Petzschner der einzige deutsche Doppelsieger bei den US Open.
Im laufenden Finale versäumten die Deutschen zunächst ein frühes Break und verloren später den ersten Satz nach einem Aufschlagverlust. Im zweiten Durchgang vergaben sie im Tie-Break einen Satzball und mussten sich wenig später geschlagen geben.
Frühere Erfolge der beiden
Krawietz hatte mit seinem früheren Doppelpartner Andreas Mies zweimal die French Open gewonnen. Pütz holte 2023 in Paris gemeinsam mit Miyu Kato den Mixed-Titel.
Einordnung des Finaleinzugs
Für Kevin Krawietz und Tim Pütz war das zweite US-Open-Endspiel in New York auch ein Beleg für ihre Konstanz auf höchstem Niveau. Dass sie erneut bis ins Finale kamen, ordnet das Duo weiter in die internationale Spitzengruppe der Doppel-Teams ein, auch wenn der große Titelgewinn diesmal ausblieb.
Im Doppel entscheiden oft wenige Punkte über Sieg oder Niederlage. Das zeigt auch dieses Endspiel: Ein früher Aufschlagverlust im ersten Satz und der verlorene Tie-Break im zweiten Durchgang reichten aus, um die Partie kippen zu lassen. Genau darin liegt die Größe, aber auch die Härte des Formats bei Grand Slams.
Für den deutschen Tennisstand bedeutet der Auftritt dennoch mehr als ein verpasster Pokal. Krawietz und Pütz bleiben das sichtbarste deutsche Herrendoppel, das bei großen Turnieren regelmäßig weit kommt und damit eine Rolle erfüllt, die im deutschen Tennis seit Jahren selten geworden ist. Mit dem erneuten Finaleinzug sichern sie sich außerdem ein starkes Ergebnis, sportlich wie wirtschaftlich, und halten den deutschen Doppeltennis auf der wichtigsten Bühne präsent.
