Jelena Rybakina gewinnt US Open und löst Aryna Sabalenka als Nummer eins ab
Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 08:14 Uhr | dpa, AD HOC NEWSJelena Rybakina hat Aryna Sabalenka im Finale der US Open bezwungen und steigt damit erstmals zur Nummer eins der Tennis-Weltrangliste auf.
Triumph in New York und Weltranglistenwechsel
Im Endspiel von New York setzte sich die 27 Jahre alte Kasachin mit 6:4, 5:7, 6:2 gegen die Titelverteidigerin aus Belarus durch und holte ihren ersten US-Open-Titel. Mit dem Erfolg übernimmt Rybakina von Montag an die Führung im WTA-Ranking von Sabalenka, die die Spitzenposition zuvor über einen langen Zeitraum innehatte. Stunden nach dem Match posierte Rybakina im weißen Hosenanzug für die offiziellen Siegerfotos und küsste vor dem Springbrunnen am Arthur-Ashe-Stadion die silberne Trophäe.
Emotionale Reaktionen und Rekordpreisgeld
Sabalenka verfolgte mit leerem Blick, wie ihre Dauerrivalin bei der Siegerehrung den Scheck über das Rekordpreisgeld von 5,5 Millionen US-Dollar erhielt. Zuvor hatte sie ihrer Enttäuschung Luft gemacht und einen Schläger zerstört sowie eine Kamera mit einer Beleidigung verscheucht. Bei der anschließenden Rede gratulierte sie Rybakina und forderte sie scherzhaft auf, den Sieg ausgiebig zu genießen, damit ihr selbst noch genügend Titelchancen bis zum Saisonende bleiben.
Rivalität mit Perspektive
Bereits bei den Australian Open hatte Rybakina das Finale gegen Sabalenka gewonnen, insgesamt trafen beide nun zum 18. Mal aufeinander. Das Dauerduell könnte das Frauentennis auch in den kommenden Jahren prägen, zumal beide Spielerinnen sich nach eigener Darstellung gegenseitig zu immer neuen Höchstleistungen antreiben. Im Finale von New York lieferten sie sich erneut ein intensives Match mit harten Aufschlägen und kraftvollen Vorhänden.
Prominente Kulisse im Arthur-Ashe-Stadion
Auf den Tribünen des größten Tennisstadions der Welt verfolgten zahlreiche prominente Gäste das Endspiel, darunter Schauspieler Brad Pitt, Sängerin Pink und Paris Hilton. Die Atmosphäre im Arthur-Ashe-Stadion trug dazu bei, dass der Abend zu einem weltweit beachteten Sportereignis wurde.
Trainer Vukov und frühere Vorwürfe
Als wichtige Figur hinter Rybakinas Erfolgsserie gilt ihr Trainer Stefano Vukov. Die frühere US-Open-Siegerin Lindsay Davenport hob im US-Fernsehen hervor, dass sich für die Kasachin vieles geändert habe, seit Vukov wieder in ihrem Team arbeitet. Der Kroate war Anfang des vergangenen Jahres von der WTA wegen Verstößen gegen den Verhaltenskodex gesperrt worden; einem Bericht zufolge soll er seine Autorität gegenüber Rybakina missbraucht und ihr Wohlbefinden gefährdet haben.
Rybakinas Sicht auf ihren Coach
Rybakina wies die Vorwürfe gegen ihren Trainer zurück und erklärte, er habe sie nie missbräuchlich behandelt. Auch Vukov bestritt, den Kodex verletzt zu haben. Sein Einspruch gegen die Sperre hatte im August 2025 Erfolg, seitdem arbeitet er wieder als Teil ihres Teams. Die Spielerin betont, ein großartiges Umfeld um sich zu haben, das ihren derzeitigen Erfolg möglich mache.
Ausblick auf die kommende Phase als Nummer eins
Mit ihren Titeln bei den WTA Finals, den Australian Open und dem Turnier in Stuttgart hat Rybakina ihre neue Stellung im Tennis untermauert. Sie erwartet, dass es ein anderes Gefühl sein werde, als Weltranglistenerste aufzuwachen. Sabalenka, die diesen Status zuvor 99 Wochen am Stück hielt, blickt mit Kampfansage voraus: Spielt Rybakina weiter so, sieht die Belarussin für sich selbst Schwierigkeiten, ihre Rivalin vom Thron zu stoßen.
Neue Nummer eins und ein prägendes Duell
Der US-Open-Sieg von Jelena Rybakina markiert einen Einschnitt im Frauentennis: Erstmals übernimmt die 27-Jährige aus Kasachstan die Spitze der Weltrangliste und löst Aryna Sabalenka nach einer langen Dominanzphase ab. Die Finalbilanz in New York fügt der bereits intensiv geführten Rivalität eine weitere Kapitel hinzu. Beide Spielerinnen gelten seit einiger Zeit als zentrale Kräfte im Kampf um die großen Titel, und das erneute Grand-Slam-Endspiel zwischen ihnen unterstreicht die Bedeutung dieses Duells für die Tour.
Konstanz, Teamstruktur und öffentliche Wahrnehmung
Rybakinas sportlicher Aufstieg ist eng mit einer Serie von Erfolgen seit Ende der vergangenen Saison verknüpft. Siege bei den WTA Finals, beim Grand-Slam-Turnier in Melbourne und bei weiteren großen Turnieren haben ihr den Sprung zur Weltranglistenersten ermöglicht. Dabei fällt auf, dass die Kasachin auf dem Platz durch kontrollierte Aggressivität und hohe Konstanz überzeugt, während sie abseits des Courts eher zurückhaltend wirkt. Ihr Team spielt eine zentrale Rolle, insbesondere ihr Trainer Stefano Vukov, dessen Rückkehr in ihr Umfeld nach einer vorübergehenden Sperre zeitlich mit der Erfolgsserie zusammenfällt. Die öffentliche Debatte um seine Person steht im Kontrast zu Rybakinas Darstellung einer vertrauensvollen Zusammenarbeit.
Folgen für die Tour und die kommende Saison
Für die WTA-Tour bedeutet der Wechsel an der Spitze, dass sich die Kräfteverhältnisse neu sortieren. Sabalenka bleibt mit ihrer offensiven Spielweise und ihrer langen Phase als Nummer eins eine präsente Herausforderin, die bereits ankündigt, den Spitzenplatz zurückerobern zu wollen. Zugleich könnte das wiederkehrende Duell mit Rybakina zu einem strukturierenden Element der kommenden Saison werden: Beide Spielerinnen kennen sich aus zahlreichen direkten Begegnungen und treiben sich gegenseitig zu Höchstleistungen. Für Fans und Turnierveranstalter erhöht diese Konstellation die Attraktivität der großen Events, zumal prominente Zuschauer und weltweite mediale Aufmerksamkeit das Finale in New York bereits begleitet haben.
