WM, Schweiz

Finnland ist Weltmeister: Schweizer Finaltrauma geht weiter

31.05.2026 - 23:16:49 | dpa.de

Die Schweiz verliert auch das fünfte Endspiel bei einer Eishockey-WM. Die Entscheidung im Finale fällt erst in der Verlängerung. Ein NHL-Verteidiger trifft den Gastgeber ins Herz.

  • Finnland und die Schweiz lieferten sich ein packendes WM-Finale. - Foto: Roni Rekomaa/Lehtikuva/dpa
    Finnland und die Schweiz lieferten sich ein packendes WM-Finale. - Foto: Roni Rekomaa/Lehtikuva/dpa
  • Der Schweizer Keeper Leonardo Genoni zeigte einige Mal seine Klasse. - Foto: Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa
    Der Schweizer Keeper Leonardo Genoni zeigte einige Mal seine Klasse. - Foto: Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa
  • Norwegen krönt sich mit der ersten WM-Medaille. - Foto: Claudio Thoma/KEYSTONE/dpa
    Norwegen krönt sich mit der ersten WM-Medaille. - Foto: Claudio Thoma/KEYSTONE/dpa
Finnland und die Schweiz lieferten sich ein packendes WM-Finale. - Foto: Roni Rekomaa/Lehtikuva/dpa Der Schweizer Keeper Leonardo Genoni zeigte einige Mal seine Klasse. - Foto: Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa Norwegen krönt sich mit der ersten WM-Medaille. - Foto: Claudio Thoma/KEYSTONE/dpa

Finnland ist erstmals seit 2022 wieder Eishockey-Weltmeister geworden und hat das Final-Trauma der Schweiz verlängert. Die Nordeuropäer besiegten den WM-Gastgeber in Zürich nach Verlängerung mit 1:0 (0:0, 0:0, 0:0, 1:0) und krönten sich mit dem insgesamt fünften Titelgewinn. Konsta Helenius von den Buffalo Sabres sorgte mit seinem Tor in der Extraspielzeit für die fünfte Schweizer Final-Niederlage nach 2013, 2018, 2024 und 2025.

Bei den zuvor neun Siegen bei dieser WM in Zürich hatten die Schweizer den Gegner von Beginn an dominiert - auch dank der Unterstützung der Fans. Finnland schaffte es dagegen, die Gastgeber mit Härte und starker Defensive zu bekämpfen. «Sie sind wie Roboter», beschrieb Deutschlands NHL-Star Moritz Seider die Finnen. Der Schweizer Keeper Leonardo Genoni stand deutlich mehr im Mittelpunkt als sein Gegenüber Justus Annunen.

Schweiz lange ohne Torgefahr

Auch in doppelter Überzahl schafften es die Schweizer zu Beginn des Mitteldrittels nicht, NHL-Torhüter Annunen in Bedrängnis zu bringen. Das Team von Trainer Jan Cadieux erinnerte dabei an die Finalspiele ohne eigene Treffer 2024 und 2025 unter dem damaligen Coach Patrick Fischer. Der 50 Jahre alte Fischer musste wenige Wochen vor der WM wegen eines gefälschten Covid-Impfzertifikats vor Olympia 2022 zurücktreten.

Mitte des zweiten Durchgangs schafften es die Schweizer, den Gegner unter Druck zu setzen. Schuss um Schuss kam auf das Tor von Annunen. Finnland schoss dagegen nur zweimal auf das Tor von Schlussmann Genoni.

Entscheidung in der Extraspielzeit

Auch im dritten Drittel dominierten die Defensiv-Reihen. Finnland wurde wieder gefährlicher, doch die Schweiz hatte die besten Gelegenheiten. Wie schon im vergangenen Jahr in Stockholm ging es nach torlosen 60 Minuten in die Verlängerung.

In der Extraspielzeit trafen erst die Finnen an den Pfosten (62.), wenig später schoss der Schweizer Damien Riat (64.) an die Latte. Dann zielte Helenius (71.) besser und machte Finnland zum Weltmeister.

 

Norwegen hatte zuvor im Spiel um Platz drei erstmals bei einer Eishockey-WM eine Medaille gewonnen. Die Skandinavier bezwangen Rekordchampion Kanada nach Verlängerung mit 3:2 (1:0, 1:0, 0:2, 1:0) und feierten einen historischen Erfolg. Das zuvor beste Ergebnis der Norweger bei einer WM war 1951 der vierte Platz. Damals fand die Endrunde allerdings in Gruppenform statt.

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