Davis Cup 2026, Alexander Zverev

Davis Cup: Deutschland trifft im Viertelfinale auf Großbritannien

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 13:36 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Das deutsche Davis-Cup-Team trifft im Viertelfinale der Finalrunde in Bologna auf Großbritannien. Mit Alexander Zverev sowie dem Weltklasse-Doppel Kevin Krawietz und Tim Pütz zählt Deutschland zu den aussichtsreichen Mannschaften im Kampf um den Titel.

  • Das deutsche Davis-Cup-Team trifft im Viertelfinale auf Großbritannien. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
    Das deutsche Davis-Cup-Team trifft im Viertelfinale auf Großbritannien. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
  • Alexander Zverev will bei der Davis-Cup-Endrunde dabei sein. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
    Alexander Zverev will bei der Davis-Cup-Endrunde dabei sein. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
Das deutsche Davis-Cup-Team trifft im Viertelfinale auf Großbritannien. - Bild: Christoph Reichwein/dpa Alexander Zverev will bei der Davis-Cup-Endrunde dabei sein. - Bild: Christoph Reichwein/dpa

Das deutsche Davis-Cup-Team trifft bei der Finalrunde in Bologna im Viertelfinale auf Großbritannien.

Spanien oder Österreich als möglicher Halbfinalgegner

Bei einem Sieg würde Deutschland im Halbfinale auf den Gewinner des Duells zwischen Spanien und Österreich treffen. Das Final 8 wird vom 24. bis 29. November ausgetragen, der genaue Termin für das deutsche Viertelfinale steht noch nicht fest.

Kohlmann warnt vor britischem Doppel

Teamchef Michael Kohlmann erwartet ein spannendes Duell. Großbritannien verfüge über ein extrem starkes Doppel, das in diesem Format eine besonders wichtige Rolle spiele.

Deutschland kann mit Kevin Krawietz und Tim Pütz ebenfalls auf ein Weltklasse-Doppel setzen. Im vergangenen Jahr war die Auswahl im Halbfinale an Spanien gescheitert.

Zverev will Titelchance nutzen

Alexander Zverev hat seine Bereitschaft erklärt, Ende November erneut für Deutschland anzutreten. Der US-Open-Champion hatte am vergangenen Wochenende im westfälischen Halle gegen Kroatien mit zwei Siegen den Grundstein für den Einzug in die Finalrunde gelegt.

Der Davis-Cup-Titel ist neben dem Erreichen der Spitzenposition in der Weltrangliste Zverevs nächstes großes Ziel. Der 29-Jährige sagte, Deutschland habe eine Mannschaft, mit der das Team weit kommen könne, und wolle die sich bietenden Chancen nutzen.

Ein Platz unter den Favoriten

Deutschland geht mit einem leistungsfähigen Kern in das Finalturnier. Alexander Zverev hat in Halle mit zwei Einzelsiegen den Einzug entscheidend vorbereitet, während Kevin Krawietz und Tim Pütz im Doppel für einen weiteren verlässlichen Baustein stehen. Gerade im Davis-Cup-Format kann die Kombination aus Spitzen-Einzelspieler und eingespieltem Doppel den Ausschlag geben.

Das Viertelfinale gegen Großbritannien ist dennoch keine Selbstverständlichkeit. Teamchef Michael Kohlmann hebt die Stärke des britischen Doppels hervor; damit dürfte die Begegnung besonders von der Aufstellung und der Tagesform abhängen. Im K.-o.-Modus reichen wenige enge Ballwechsel, um ein Duell zu entscheiden.

Zverev als sportlicher und organisatorischer Faktor

Für Deutschland ist die mögliche Teilnahme des US-Open-Champions von großer Bedeutung. Zverev verfolgt neben Platz eins in der Weltrangliste den ersten deutschen Davis-Cup-Titel seit 1993 und sieht in der aktuellen Mannschaft eine zeitlich begrenzte Chance. Das erhöht den Stellenwert des Turniers für die erfahrenen Spieler.

Gleichzeitig hat Zverev den Final-8-Modus in Bologna zuvor deutlich kritisiert und den traditionellen Heim- und Auswärtsspielen den Vorzug gegeben. Für Zuschauer bedeutet das anstehende Turnier deshalb zweierlei: sportlich eine realistische deutsche Titelchance, organisatorisch aber ein kompakt ausgetragenes Großereignis an neutralem Ort.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

FOCUS online: „Nach seiner Davis-Cup-Gala motzt Zverev: „Absoluter Mist!““ (21.09.2026)

Der Bericht bestätige den Einzug Deutschlands in die Finalrunde und hebe zugleich Zverevs Kritik am Austragungsmodus hervor. Er schreibe, der US-Open-Champion bevorzuge den traditionellen Wettbewerb mit Heim- und Auswärtsspielen; offen bleibe seine endgültige Zusage für Bologna.

Deutschlandfunk: „Davis Cup: Deutschland nach Siegen von Zverev und Krawietz/Pütz in der Finalrunde“ (20.09.2026)

Der Beitrag bestätige den vorzeitigen Erfolg gegen Kroatien durch Siege von Zverev sowie Krawietz und Pütz und ordne die Finalrunde im November ein. Anders als der FOCUS-Bericht konzentriere er sich auf den sportlichen Weg nach Bologna und erwähne die Moduskritik nicht.

Beide Beiträge stimmten beim Einzug Deutschlands in die Finalrunde und bei der Bedeutung von Zverev sowie des Doppels überein; der eine setze den Schwerpunkt auf die Turnierstruktur, der andere auf die sportlichen Resultate.

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