Alexander Zverev wird in Wien Nummer eins der Welt
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 19:02 Uhr | dpa, AD HOC NEWSZverevs nächste Saisonziele
- Zverev löst Jannik Sinner als Nummer eins der ATP-Weltrangliste ab.
- Der 29-Jährige feiert den Erfolg nach 64 Siegen auf der ATP-Tour.
- In Wien folgt im Viertelfinale ein 6:0, 6:2 gegen Arthur Fery.
Zverev erreicht in Wien die Spitze
Alexander Zverev hat den Sprung an die Spitze der Tennis-Weltrangliste geschafft. Der 29-Jährige setzte sich beim ATP-Turnier in Wien im Achtelfinale mit 6:4, 7:5 gegen den Niederländer Tallon Griekspoor durch und wird von Montag an als Nummer eins geführt.
Erster deutscher Männerprofi seit Becker
Zverev ist damit der erste deutsche Weltranglistenerste seit Boris Becker 1991 und der zweite deutsche Tennisspieler überhaupt auf diesem Rang. Bei den Frauen hatten zuvor Steffi Graf und Angelique Kerber die Spitzenposition erreicht.
Für Zverev ist der Erfolg der Lohn für eine Saison mit 64 Siegen auf der ATP-Tour. Er löst den Italiener Jannik Sinner ab, der wegen einer Knieverletzung seine Saison beendet hat und seit seinem Wimbledon-Finale gegen Zverev im Juli kein Match mehr bestritt.
Auch gegen Fery ohne Satzverlust
Seinen neuen Status bestätigte Zverev am folgenden Tag mit einem klaren 6:0, 6:2 gegen den Briten Arthur Fery im Viertelfinale. Im Halbfinale oder Finale kann es zu einem Duell mit dem Spanier Carlos Alcaraz kommen.
Team feiert den historischen Moment
Nach dem entscheidenden Sieg holte Zverev sein Team für ein Gruppenfoto auf den Platz der Wiener Stadthalle. Sein Vater Alexander Senior und seine Freundin Sophia Thomalla waren dabei, während seine Mutter Irina wegen eines Aufenthalts mit den Enkelkindern auf Mallorca fehlte.
Zverev verwies bei der Feier auf die Unterstützung seines Umfelds und erinnerte an frühere Rückschläge. Dazu zählen mehrere verlorene Grand-Slam-Finals und die schwere Fußverletzung im Halbfinale der French Open 2022 gegen Rafael Nadal.
Davis Cup soll Saison krönen
Vor der Saisonpause stehen für Zverev noch das Masters-1000-Turnier in Paris, die ATP Finals in Turin und die Davis-Cup-Endrunde in Bologna an. Besonders der Mannschaftswettbewerb ist für ihn ein wichtiges Ziel.
Anschließend will Zverev zehn Tage auf den Malediven verbringen und danach mit der Vorbereitung auf das neue Jahr beginnen. Er strebt eine längere Amtszeit an der Spitze an und will sich auch gegen einen wieder vollständig fitten Sinner sowie Alcaraz behaupten.
Alexander Zverevs Aufstieg an die Spitze der Weltrangliste markiert den vorläufigen Höhepunkt einer Karriere, die mehrfach durch Rückschläge gebremst wurde. Der Hamburger hatte bereits Grand-Slam-Finals erreicht, den Sprung auf Platz eins aber trotz seiner konstanten Leistungen bislang verpasst.
Die aktuelle Konstellation verbindet Zverevs sportliche Entwicklung mit den Ausfällen seiner größten Konkurrenten. Jannik Sinner beendet seine Saison wegen einer Knieverletzung vorzeitig, während Carlos Alcaraz in diesem Jahr ebenfalls längere Zeit fehlte. Zverev nutzt damit ein enges Leistungsfenster, das er sich durch 64 Siege und seine Erfolge bei den French Open und den US Open erarbeitet hat.
Bedeutung für den deutschen Tennis-Sport
Als erst zweiter deutscher Tennisspieler nach Boris Becker erreicht Zverev die Nummer eins bei den Männern. Bei den Frauen standen Steffi Graf und Angelique Kerber an der Spitze. Der Erfolg verleiht dem deutschen Tennis international zusätzliche Sichtbarkeit und erhöht zugleich den Druck, die Position gegen Sinner und Alcaraz zu behaupten.
Sportlich richtet sich der Blick zunächst auf die weiteren Saisonhöhepunkte in Paris, Turin und Bologna. Besonders der Davis Cup könnte für Zverev noch eine zusätzliche Bedeutung bekommen, weil er den Mannschaftswettbewerb als mögliches Ziel für den Abschluss seines außergewöhnlichen Jahres bezeichnet.
Der Kampf um die Spitze geht weiter
Zverev will sich nicht mit einem kurzen Aufenthalt an der Spitze begnügen. Seine geplante Trainingsarbeit in der Saisonpause zeigt, dass er die Fitness als entscheidenden Faktor für die Verteidigung der Weltranglistenführung betrachtet. Mit Sinner und Alcaraz in voller Form dürfte sich der Kampf um Platz eins im kommenden Jahr wieder deutlich verschärfen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
NDR: „Nach Boris Becker - Alexander Zverev schreibt Tennis-Geschichte und ist ab Montag die Nummer eins“ (30.10.2026)
Der Beitrag bestätigt den entscheidenden Sieg im Achtelfinale des Wiener ATP-Turniers und ordnet Zverev als ersten deutschen Tennis-Männerprofi seit Boris Becker an der Spitze ein. Der Schwerpunkt liegt auf der historischen Bedeutung des Erfolgs.
stern: „Erster Deutscher seit Becker: Zverev auf Tennis-Thron: Als Nummer eins auf die Malediven“ (30.10.2026)
Der Artikel bestätigt ebenfalls den Sprung an die Weltranglistenspitze nach dem Sieg gegen Tallon Griekspoor. Anders als der NDR richtet er den Blick stärker auf Zverevs persönliche Reaktion, sein Team und die geplante Saisonpause.
Beide Beiträge stimmen beim Kernereignis und beim historischen Vergleich mit Becker überein. Unterschiede ergeben sich vor allem bei der Gewichtung: Im Vordergrund stehen einmal die deutsche Tennisgeschichte, einmal Zverevs persönlicher Weg und die nächsten Ziele.
