Alexander Zverev, Novak Djokovic

Alexander Zverev verliert gegen Novak Djokovic und verpasst Halbfinale in Peking

Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 16:22 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Alexander Zverev verliert in Peking gegen Novak Djokovic und verpasst das Halbfinale. Im Rennen um Platz eins bleibt der Deutsche dennoch, weil Jannik Sinner wegen Knieproblemen auch in Shanghai fehlt.

  • Alexander Zverev musste mal wieder eine Niederlage einstecken. - Bild: Achmad Ibrahim/AP/dpa
    Alexander Zverev musste mal wieder eine Niederlage einstecken. - Bild: Achmad Ibrahim/AP/dpa
  • Alexander Zverev verlor in Peking-Viertelfinale gegen Novak Djokovic. - Bild: Achmad Ibrahim/AP/dpa
    Alexander Zverev verlor in Peking-Viertelfinale gegen Novak Djokovic. - Bild: Achmad Ibrahim/AP/dpa
  • Auch mit 39 Jahren spielt Novak Djokovic noch Weltklasse-Tennis. - Bild: Achmad Ibrahim/AP/dpa
    Auch mit 39 Jahren spielt Novak Djokovic noch Weltklasse-Tennis. - Bild: Achmad Ibrahim/AP/dpa
Alexander Zverev musste mal wieder eine Niederlage einstecken. - Bild: Achmad Ibrahim/AP/dpa Alexander Zverev verlor in Peking-Viertelfinale gegen Novak Djokovic. - Bild: Achmad Ibrahim/AP/dpa Auch mit 39 Jahren spielt Novak Djokovic noch Weltklasse-Tennis. - Bild: Achmad Ibrahim/AP/dpa

Alexander Zverev hat beim ATP-500-Turnier in Peking gegen Novak Djokovic mit 6:4, 4:6, 4:6 verloren und dadurch den Einzug ins Halbfinale verpasst.

Djokovic dreht hochklassiges Duell

Der Serbe verwandelte nach 2:34 Stunden seinen zweiten Matchball. Für Djokovic war es der 32. Sieg in Serie in Peking; bei seinen bisherigen Teilnahmen ist er dort ungeschlagen.

Im Halbfinale trifft der 39-Jährige auf den Russen Daniil Medwedew. „Das sind die Momente, für die ich noch Tennis spiele“, sagte Djokovic nach seiner Vorstellung.

Zverev verpasst wichtige Chance

Der zweimalige Grand-Slam-Turnier-Champion hätte Zverev in Peking und anschließend in Shanghai gewinnen müssen, um Jannik Sinner von Platz eins der Weltrangliste zu verdrängen. Diese Möglichkeit ist nach der Niederlage gegen Djokovic beendet.

Zverev kann den Rückstand auf Sinner in Asien aber weiter verkürzen. Der Italiener sagte wegen Kniebeschwerden auch für das Masters-1000-Turnier in Shanghai vom 7. bis 18. Oktober ab. Dort wäre Sinner als Titelverteidiger angetreten und verliert dadurch viele Weltranglistenpunkte.

Anstrengende Wochen für Zverev

Zverev hatte zuletzt viel gespielt. Nach seinem Triumph bei den US Open gewann er mit Deutschland im Davis Cup gegen Kroatien und mit dem Team Europa im Laver Cup gegen das Team Welt.

Im ersten Satz gegen Djokovic dauerte es fast eine Stunde, ehe Zverev seinen zweiten Satzball zum 6:4 nutzte. Im zweiten Durchgang vergab er bei 4:4 eine Breakchance und gab kurz darauf seinen Aufschlag ab. Im dritten Satz lieferten sich beide erneut ein Duell auf hohem Niveau, bevor Zverev nachließ.

Becker bislang einziger deutscher Spitzenreiter

Zverev wäre bei den Männern erst der zweite Deutsche nach Boris Becker an der Spitze der Weltrangliste. Becker stand insgesamt zwölf Wochen auf Platz eins.

Anfang Februar hatte Zverev nach den Australian Open noch mehr als 9.000 Punkte Rückstand auf den damaligen Spitzenreiter Carlos Alcaraz und knapp 5.700 Punkte auf Sinner. Alcaraz fiel in diesem Jahr monatelang wegen einer Handgelenksverletzung aus, während Sinner nun pausieren muss.

Rückschlag trotz günstiger Ausgangslage

Die Niederlage gegen Djokovic beendet Zverevs direkte Chance, bereits beim Turnier in Peking entscheidend auf Sinner aufzuschließen. Der Deutsche bleibt jedoch im Rennen um die Spitzenposition, weil der Italiener wegen Knieproblemen auch das Masters in Shanghai verpasst und dort als Titelverteidiger viele Weltranglistenpunkte zu verteidigen hätte.

Für Zverev verschiebt sich damit der Schwerpunkt auf die nächsten Turniere. In Shanghai kann er weitere Punkte sammeln, während Sinner nicht antritt. Wie schnell sich die Rangliste verändert, hängt von Zverevs Ergebnissen und den Punkten ab, die Sinner verliert. Ein Sieg in Peking wäre für Zverev besonders wertvoll gewesen, ist für den Kampf um Platz eins aber nicht die einzige Voraussetzung.

Belastungsprobe nach intensiven Wochen

Die Partie gegen Djokovic zeigte zugleich die sportliche Herausforderung des dicht gedrängten Terminkalenders. Zverev hatte zuvor bei den US Open gewonnen und anschließend im Davis Cup sowie im Laver Cup gespielt. Gegen Djokovic hielt er über weite Strecken auf höchstem Niveau mit, musste sich im dritten Satz aber geschlagen geben.

Für den deutschen Tennisprofi bleibt der mögliche Sprung an die Weltranglistenspitze historisch bedeutsam. Seit Boris Becker hat kein deutscher Spieler bei den Männern Platz eins erreicht. Zverevs Weg dorthin führt nun über weitere Auftritte in Asien und über die Frage, wann Sinner nach seiner Kniepause zurückkehrt.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

DER SPIEGEL: „Tennisturnier in Peking Zverev trifft im Viertelfinale auf Djokovic“ (03.10.2026)

Der Bericht habe Zverevs souveränen Einzug ins Viertelfinale und die außergewöhnliche Pekinger Bilanz Djokovics hervorgehoben. Anders als die aktuelle Meldung betrachte der Artikel das Duell noch vor dessen Ausgang und setze den Schwerpunkt auf Zverevs Annäherung an die Weltranglistenspitze; offen bleibe zu diesem Zeitpunkt, ob der Serbe seine Serie fortsetzen könne.

Tagesspiegel: „Platz eins rückt immer näher: Tennisstar Zverev muss in Peking einen Mythos bezwingen“ (03.10.2026)

Der Artikel habe ebenfalls den Viertelfinaleinzug und Djokovics Heimserie in Peking beschrieben. Er habe zusätzlich Zverevs erfolgreiche Wochen nach dem US-Open-Sieg sowie Sinners Absage für Shanghai betont; im Unterschied zur aktuellen Nachricht habe auch dieser Bericht noch vor dem Viertelfinale den möglichen Weg zur Nummer eins erläutert.

Beide Berichte hätten den sportlichen Aufwärtstrend Zverevs, Djokovics besondere Stärke in Peking und Sinners Ausfall als zentrale Faktoren eingeordnet. Die nun eingetretene Niederlage gegen Djokovic verändere den unmittelbaren Turnierverlauf, lasse den Kampf um Platz eins wegen Sinners weiterer Pause aber offen.

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