Alexander Zverev, ATP-Weltrangliste

Alexander Zverev schlägt Yibing Wu und kommt der Nummer eins näher

Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 10:14 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Alexander Zverev hat beim Masters in Shanghai die zweite Runde erreicht und seine Chancen auf Platz eins der Weltrangliste weiter verbessert. Gegen Lokalmatador Yibing Wu musste der Hamburger nach einem Umknicken kurz behandelt werden.

Alexander Zverev meistert seinen Auftakt in Shanghai. (Archivbild) - Bild: Achmad Ibrahim/AP/dpa
Alexander Zverev meistert seinen Auftakt in Shanghai. (Archivbild) - Bild: Achmad Ibrahim/AP/dpa

Alexander Zverev hat beim Masters in Shanghai die erste Hürde genommen und seine Chancen auf Platz eins der Tennis-Weltrangliste weiter verbessert.

Zweisatzsieg gegen Lokalmatador

Der 29 Jahre alte Hamburger besiegte den Chinesen Yibing Wu mit 6:4, 7:6 (7:4). Beim Stand von 5:5 im zweiten Satz knickte Zverev mit dem linken Fuß um und legte eine kurze Pause ein, konnte die Partie anschließend aber fortsetzen.

Insgesamt reichte Zverev ein unspektakulärer Auftritt zum Sieg. Im ersten Satz schlug er nur zwei Gewinnschläge. Nach dem Match sagte er, Wu schlage so hart wie möglich, deshalb hänge das Spiel nicht allein von ihm selbst ab. Zugleich zeigte sich Zverev mit seiner Leistung zufrieden.

Nummer eins in Reichweite

Zverev steht derzeit auf Platz zwei der Weltrangliste. Jannik Sinner hat seine Saison wegen anhaltender Knieprobleme vorzeitig beendet und kann seine Punktbilanz aus der Vorsaison im Endspurt nicht verteidigen. Zverev dürfte den Italiener deshalb in den kommenden Wochen überholen.

Alcaraz und Shelton mit Außenseiterchancen

Theoretisch können Carlos Alcaraz und Ben Shelton Zverev noch bis zum Jahresende überholen. Dafür müsste einer von ihnen allerdings sämtliche Turniere gewinnen und zusätzlich bei kleineren Wettbewerben antreten. Shelton setzte sich in Shanghai gegen den Deutschen Daniel Altmaier mit 6:3, 7:6 (8:6) durch.

Erreicht Zverev in Shanghai das Halbfinale, ist dieses Szenario beendet. Gewinnt er das Turnier und erreicht anschließend beim Turnier in Wien ab dem 26. Oktober mindestens das Halbfinale, würde er am 2. November erstmals Platz eins übernehmen.

Becker gratuliert vorab

Damit könnte Zverev Boris Becker folgen. Der dreimalige Wimbledonsieger war bislang der einzige männliche deutsche Tennisprofi an der Spitze der Weltrangliste und gratulierte Zverev bereits vorab mit den Worten: «Herzlichen Glückwunsch, Sascha!!!»

Ein historischer Schritt

Alexander Zverevs Sieg in Shanghai erhält durch Jannik Sinners vorzeitiges Saisonende zusätzliches Gewicht. Der Deutsche steht zwar noch auf Platz zwei, kann den Italiener aber in den kommenden Wochen überholen. Für den deutschen Tennissport wäre dies ein besonderer Moment: Boris Becker war bislang der einzige männliche Profi aus Deutschland an der Spitze der Weltrangliste.

Die Ausgangslage beruht auf dem Wertungssystem der ATP. Sinner kann seine starken Ergebnisse aus der Vorsaison im Endspurt nicht verteidigen, während Zverev weitere Punkte sammeln kann. Nach derzeitigem Szenario würde ein Halbfinaleinzug in Shanghai die theoretischen Möglichkeiten von Carlos Alcaraz und Ben Shelton beenden. Ein Turniersieg in China und mindestens das Halbfinale in Wien würden Zverev am 2. November auf Platz eins bringen.

Gesundheit und Belastung im Blickpunkt

Sinners Ausfall verschiebt den Wettbewerb um die Spitze, unterstreicht aber zugleich die hohe Belastung im Spitzentennis. Nach Einschätzung eines Sportorthopäden könnten Sehnen- und Kniebeschwerden länger andauern, als akute Schmerzen vermuten lassen; eine schrittweise Rückkehr ins Training bedeute daher nicht automatisch die sofortige Wettkampffähigkeit. Für Zverev wird neben der sportlichen Leistung die Belastungssteuerung entscheidend: In Shanghai musste er nach dem Umknicken am linken Fuß bereits kurz pausieren.

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