Alexander Zverev, Laver Cup

Alexander Zverev führt Team Europa zum Triumph beim Laver Cup

Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 17:19 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Alexander Zverev hat Team Europa beim Laver Cup in London zum sechsten Sieg geführt. Gegen Learner Tien holte der Weltranglistenzweite die entscheidenden Punkte – zugleich verbessern sich seine Chancen auf Platz eins, weil Jannik Sinner auf das Turnier in Peking verzichtet.

Alexander Zverev beim Laver Cup in Aktion.  - Bild: Maja Smiejkowska/AP/dpa
Alexander Zverev beim Laver Cup in Aktion. - Bild: Maja Smiejkowska/AP/dpa

Alexander Zverev hat Team Europa beim Laver Cup in London zum sechsten Erfolg in der neunten Auflage des Prestige-Wettbewerbs geführt.

Entscheidung gegen Learner Tien

Der Weltranglistenzweite setzte sich gegen den US-Amerikaner Learner Tien mit 7:6 (7:3), 6:3 durch und holte damit die entscheidenden Punkte für seine Mannschaft gegen die Welt-Auswahl.

Zverev hatte gegen Tien zunächst große Mühe. Der Deutsche wirkte zeitweise genervt von der cleveren Spielweise seines Gegners und vom grauen Untergrund in der Londoner Arena.

Zverev fängt sich im Tiebreak

US-Star Taylor Fritz sagte zu Tien während eines Seitenwechsels mit Blick auf Zverev: «Er ist so frustriert.» Der zweimalige Grand-Slam-Turniergewinner fing sich jedoch und überzeugte im Tiebreak des ersten Satzes sowie im zweiten Durchgang.

Show-Event mit großer sportlicher Bedeutung

Der nach der australischen Tennis-Ikone Rod Laver benannte Wettbewerb wurde 2017 von Ex-Superstar Roger Federer ins Leben gerufen. Jährlich tritt ein Team aus den besten europäischen Spielern gegen eine Auswahl der besten Spieler aus dem Rest der Welt an.

Team Europa wird aktuell vom französischen Ex-Profi Yannick Noah angeführt, Team Welt vom früheren Weltranglistenersten Andre Agassi aus den USA. Weltranglistenpunkte werden beim Laver Cup nicht vergeben.

Zverev rückt Sinner näher

Unabhängig vom Ausgang des Show-Events verbesserte sich Zverevs Perspektive im Rennen um Platz eins. Der aktuell führende Jannik Sinner sagte am Freitag wegen anhaltender Knieprobleme für das ATP-Turnier in Peking ab und kann dadurch 500 Punkte aus dem Vorjahr nicht verteidigen.

Auch bei den übrigen Turnieren bis zum Saisonende muss Sinner im Vergleich zu Zverev deutlich mehr Punkte behaupten. Der deutsche Tennisstar kann seinen Rückstand deshalb weiter verkürzen.

Prestige statt Weltranglistenpunkte

Der Laver Cup nimmt im internationalen Tennis eine Sonderrolle ein. Europa tritt gegen eine Auswahl von Spielern aus dem Rest der Welt an; anders als bei regulären ATP-Turnieren geht es nicht um Weltranglistenpunkte. Die Begegnungen werden dennoch mit hoher sportlicher Intensität ausgetragen, weil die Teams mit vielen Spitzenkräften besetzt sind und jeder einzelne Punkt in der Mannschaftswertung zählt.

Mit dem sechsten europäischen Erfolg in neun Ausgaben bestätigt das Team seine bisherige Dominanz bei dem 2017 gestarteten Wettbewerb. Für Zverev ist der Sieg zugleich ein weiterer Höhepunkt eines Jahres, in dem er nach der dpa-Meldung bereits die French Open und die US Open gewonnen hat. Sein Erfolg gegen Learner Tien zeigt zudem, dass er auch unter hohem Druck entscheidende Partien für ein Team wenden kann.

Rennen um die Nummer eins

Die unmittelbare Bedeutung des Turniers für die Weltrangliste bleibt begrenzt, weil beim Laver Cup keine Punkte vergeben werden. Zverevs Perspektive auf Platz eins verbessert sich vielmehr durch den Verzicht von Jannik Sinner auf das ATP-Turnier in Peking. Sinner kann dort 500 Vorjahrespunkte nicht verteidigen; zugleich muss er bis zum Saisonende mehr Punkte behaupten als Zverev.

Damit rückt der Kampf um die Spitzenposition in den Mittelpunkt der kommenden regulären Tourturniere. Für Tennisfans ist entscheidend, ob Sinners Knieprobleme weitere Einsätze verhindern und ob Zverev seine jüngste Erfolgsserie in Ranglistenpunkte umsetzen kann. Der Laver-Cup-Triumph stärkt dafür vor allem das sportliche Selbstvertrauen, verändert die Rangliste aber nicht direkt.

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