Alexander Zverev, Shanghai Masters

Alexander Zverev erreicht in Shanghai das Achtelfinale

Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 14:48 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Alexander Zverev hat in Shanghai den Franzosen Quentin Halys besiegt und steht im Achtelfinale. Dort trifft der Deutsche auf Alexander Bublik und kann der Spitze der Weltrangliste näherkommen.

Alexander Zverev hat nun schon 60 Spiele in diesem Tennis-Jahr gewonnen. (Archivbild) - Bild: Achmad Ibrahim/AP/dpa
Alexander Zverev hat nun schon 60 Spiele in diesem Tennis-Jahr gewonnen. (Archivbild) - Bild: Achmad Ibrahim/AP/dpa

Zverevs nächster Schritt in Shanghai

  • Zverev gewann am 11. Oktober 2026 in Shanghai gegen Quentin Halys mit 6:4, 6:7 (8:10), 6:3.
  • Der 29-Jährige trifft im Achtelfinale des Masters-1000-Turniers auf den Kasachen Alexander Bublik.
  • Mit dem Erfolg feierte Zverev seinen 60. Sieg in dieser Saison.
  • Erreicht er das Halbfinale, beendet er das Jahr als Nummer eins der Weltrangliste.

Alexander Zverev hat beim Masters-1000-Turnier in Shanghai das Achtelfinale erreicht.

Hart umkämpfter Sieg gegen Halys

Der 29-Jährige setzte sich gegen den Franzosen Quentin Halys mit 6:4, 6:7 (8:10), 6:3 durch. Nach 2:16 Stunden machte Zverev mit einem Ass den Erfolg perfekt.

Im ersten Satz gelang ihm früh ein Break, nach 37 Minuten führte er mit 1:0. Im zweiten Durchgang ließ der gebürtige Hamburger nach und vergab im Tiebreak zwei Matchbälle.

Knöchel belastet Zverev

Zverev schien mit fortlaufender Spielzeit zunehmend Probleme mit seinem Knöchel zu haben. In seinem Auftaktspiel war der Weltranglisten-Zweite umgeknickt.

Im dritten Satz fand Zverev jedoch zurück, schaffte erneut ein schnelles Break und brachte den Vorsprung ins Ziel. Nach dem Match lobte er Halys für dessen aggressives Spiel und den schwer zu lesenden Aufschlag.

Halbfinale würde Nummer eins sichern

Der Sieg bringt Zverev auch der Führung in der Weltrangliste näher. Wenn er in Shanghai das Halbfinale erreicht, steht fest, dass er das Jahr als Nummer eins beendet und den Italiener Jannik Sinner ablöst.

Sinner hat seine Saison wegen anhaltender Knieprobleme vorzeitig beendet und kann seine gute Ausbeute aus der Vorsaison im Endspurt nicht verteidigen. Zverev gewann in diesem Jahr bereits die French Open und die US Open.

Chance auf Becker-Nachfolge

Als Nummer eins würde Zverev erst der zweite deutsche Tennisspieler an der Spitze der Männer-Weltrangliste werden. Boris Becker stand insgesamt zwölf Wochen auf Platz eins.

Zverev selbst wollte seinen 60. Saisonsieg nach dem Match nicht überbewerten. Er sagte, er sei insgesamt sehr glücklich mit seinem Jahr.

Der Weg zur Nummer eins

Der Sieg gegen Quentin Halys ist für Zverev sportlich mehr als der Einzug ins Achtelfinale. Mit dem 60. Erfolg der Saison baut der Deutsche seine Bilanz weiter aus und hält zugleich die Kontrolle über das Rennen um Platz eins. Der vorzeitige Saisonabschluss von Jannik Sinner wegen anhaltender Knieprobleme verändert die Ausgangslage zusätzlich: Sinner kann seine Punkte aus der Vorsaison im Endspurt nicht verteidigen.

Die rechnerische Bedeutung des Turniers ist klar. Erreicht Zverev in Shanghai das Halbfinale, steht fest, dass er das Jahr als Führender der Weltrangliste beendet. Für den 29-Jährigen wäre dies der nächste Schritt nach seinen Siegen bei den French Open und den US Open. Zugleich würde er Boris Becker als bislang einzigen deutschen Weltranglistenersten bei den Männern folgen.

Belastung als entscheidender Faktor

Der sportliche Erfolg steht allerdings neben einer körperlichen Frage. Zverev war bereits in seinem Auftaktspiel umgeknickt und wirkte gegen Halys im Verlauf der Partie zunehmend durch seinen Knöchel beeinträchtigt. Dass er die Begegnung nach 2:16 Stunden dennoch mit einem Ass beendete, zeigt seine Widerstandsfähigkeit, sagt aber nichts über die Belastbarkeit in den folgenden Runden aus.

Im Achtelfinale wartet mit Alexander Bublik ein Gegner, der Zverev erneut zu langen Ballwechseln und hoher Konzentration zwingen kann. Für Zverev geht es deshalb gleichzeitig um den nächsten Turniersieg, die Absicherung seiner körperlichen Verfassung und eine konkrete Gelegenheit, erstmals die Spitze der Weltrangliste zu übernehmen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Frankfurter Rundschau: „Wirbel um Zverev: Gegner unterstellt ihm Psychospielchen“ (10.10.2026)

Der Bericht bestätige Zverevs Weiterkommen in Shanghai, setze den Schwerpunkt jedoch auf die Vorwürfe des zuvor besiegten Lokalmatadors Wu Yibing. Wu habe Zverev taktische Spielchen vorgeworfen, während der Artikel zugleich dessen Aufschlag und Qualität beim frühen Treffpunkt hervorhebe.

Damit ergänze der Beitrag die aktuelle sportliche Nachricht um eine Kontroverse aus Zverevs vorheriger Runde. Offen bleibe, ob die von Wu beschriebenen Zwischenfälle sportliche Folgen hätten; für Zverevs Achtelfinaleinzug ändere die Darstellung nichts.

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