Alexander Zverev, Novak Djokovic

Alexander Zverev erreicht in Peking Viertelfinale gegen Djokovic

Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 14:38 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Alexander Zverev steht beim ATP-Turnier in Peking im Viertelfinale und trifft dort auf Novak Djokovic. Der Deutsche wahrt damit seine Chancen auf Platz eins der Weltrangliste, zumal Jannik Sinner auch für das Masters in Shanghai abgesagt hat.

  • Alexander Zverev bleibt in der Erfolgsspur. - Bild: Ng Han Guan/AP/dpa
    Alexander Zverev bleibt in der Erfolgsspur. - Bild: Ng Han Guan/AP/dpa
  • Für Jan-Lennard Struff (r) ist in Peking Schluss. - Bild: Ng Han Guan/AP/dpa
    Für Jan-Lennard Struff (r) ist in Peking Schluss. - Bild: Ng Han Guan/AP/dpa
Alexander Zverev bleibt in der Erfolgsspur. - Bild: Ng Han Guan/AP/dpa Für Jan-Lennard Struff (r) ist in Peking Schluss. - Bild: Ng Han Guan/AP/dpa

Alexander Zverev ist beim Tennis-Turnier in Peking souverän ins Viertelfinale eingezogen und trifft dort auf den serbischen Seriensieger Novak Djokovic.

Zverev dominiert gegen Shang

Der zweimalige Grand-Slam-Turniersieger setzte sich gegen den Chinesen Juncheng Shang mit 6:0, 6:3 durch. Nach nur 55 Minuten verwandelte Zverev mit einem Ass seinen zweiten Matchball.

Der Hamburger zeigte gegen die Nummer 250 der Welt einen nahezu fehlerlosen Auftritt. Shang nahm nach dem verlorenen ersten Satz eine Behandlungspause, hielt die Partie aber bis zum Ende durch; Zverev konnte Kräfte für das Duell mit Djokovic sparen.

Djokovic bleibt in Peking ungeschlagen

Der 39 Jahre alte Djokovic hatte deutlich mehr Mühe. Gegen den chinesischen Qualifikanten Bu setzte er sich nach knapp drei Stunden mit 4:6, 7:6 (2), 6:2 durch.

Djokovic hat das Turnier in Peking bislang sechsmal gewonnen und war bei jeder Teilnahme erfolgreich, zuletzt 2015. Zverev will dem Serben nun in dessen 32. Spiel in der chinesischen Hauptstadt die erste Niederlage zufügen.

„Für mich lief es ziemlich glatt heute. Ich hoffe, es geht so weiter für mich“, sagte Zverev nach der Partie. Mit Blick auf Djokovic erklärte er: „Morgen wartet ein schwerer Gegner auf mich. Novak hat hier noch nie verloren und liebt den Court. Aber ich bin bereit.“

Zverev setzt Erfolgsserie fort

Für Zverev ist der Erfolg der nächste Schritt in einer starken Phase. Nach seinem Triumph bei den US Open vor zweieinhalb Wochen gewann er auch mit Deutschland im Davis Cup gegen Kroatien und mit dem Team Europa im Laver Cup gegen das Team Welt.

Jan-Lennard Struff schied dagegen aus. Er verlor gegen den Russen Daniil Medwedew mit 4:6, 3:6.

Nummer eins rückt näher

Der Weltranglistenerste Jannik Sinner muss weiterhin wegen Knieproblemen pausieren und sagte auch für das Masters-Turnier in Shanghai vom 7. bis 18. Oktober ab. Zverev könnte dadurch weiter Punkte aufholen.

Anfang Februar hatte Zverev noch mehr als 9000 Punkte Rückstand auf den damaligen Spitzenreiter Carlos Alcaraz und knapp 5700 Punkte auf den zweitplatzierten Sinner. Verletzungspausen von Alcaraz und Sinner haben die Ausgangslage zugunsten des Hamburgers verändert.

Sollte Zverev in Peking und Shanghai gewinnen, könnte er bereits an Sinner vorbeiziehen. Er wäre der zweite deutsche Weltranglistenerste nach Boris Becker, der insgesamt zwölf Wochen die Nummer eins war.

Ein enges Rennen um die Spitze

Alexander Zverevs Weg an die Spitze der Weltrangliste hängt derzeit eng mit der Abwesenheit Jannik Sinners zusammen. Der Italiener kann wegen anhaltender Knieprobleme weder seinen Titel in Peking verteidigen noch beim Masters in Shanghai antreten. Dadurch verliert er wichtige Möglichkeiten, seinen Vorsprung zu behaupten.

Vor dem Turnier in Peking lag Zverev nach Angaben eines aktuellen Berichts 1370 Punkte hinter Sinner. Der Deutsche sammelt in China weitere Zähler, während Sinner im weiteren Saisonverlauf viele Punkte zu verteidigen hat. Besonders relevant ist, dass Zverev bei den beiden Asien-Turnieren vergleichsweise wenige Punkte aus dem Vorjahr zu verteidigen hat.

Djokovic als sportliche Hürde

Das Viertelfinale gegen Novak Djokovic verbindet die Ranglistenfrage mit einem sportlich anspruchsvollen Prüfstein. Djokovic ist in Peking bislang ungeschlagen und hat das Turnier sechsmal gewonnen. Für Zverev geht es deshalb nicht nur um weitere Punkte, sondern auch um einen Sieg gegen einen besonders erfahrenen Gegner auf dessen erfolgreichstem Turnierplatz.

Bedeutung für deutsche Tennisfans

Gelingt Zverev in Peking und Shanghai eine starke Serie, könnte er erstmals die Nummer eins werden. Er wäre nach Boris Becker der zweite Deutsche an der Spitze des Männer-Rankings. Für die weitere Saison bleibt zugleich entscheidend, wann Sinner auf die Tour zurückkehrt und in welcher körperlichen Verfassung er seine Titelverteidigungen bestreiten kann.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

ntv: „12:03 Alexander Zverev eröffnet sich plötzlich gigantische Chance“ (03.10.2026)

Der Bericht hebe hervor, Sinners Absage für Shanghai lasse Zverevs Chancen auf Platz eins deutlich steigen. Er ordne den Rückstand des Deutschen mit 1370 Punkten ein und betone, Zverev könne nach dem Masters in Shanghai der erste deutsche Weltranglistenerste seit Boris Becker werden.

Damit bestätige der Artikel die Bedeutung von Sinners Ausfall und setze einen stärkeren Schwerpunkt auf die Ranglistenrechnung als auf Zverevs Viertelfinalsieg. Offen bleibe dort, wie weit Zverev beim laufenden Turnier in Peking komme.

Die Berichte seien sich darin einig, dass Sinners Ausfall Zverevs Weg an die Spitze erleichtere. Der Schwerpunkt unterscheide sich jedoch: Die dpa-Meldung stelle das Duell mit Djokovic und Zverevs souveränen Auftritt in den Mittelpunkt, während der ntv-Beitrag vor allem die rechnerische Möglichkeit des Führungswechsels beleuchte.

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