Tour de France 2027, Tadej Pogacar

Tour de France 2027: Pogacar wartet bis Etappe neun

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 13:56 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die Organisatoren planen 3.479 Kilometer und 53.400 Höhenmeter für die Frankreich-Rundfahrt. Entscheidend werden neben drei Bergankünften zwei lange Zeitfahren und die Königsetappe über den Tourmalet.

Tourdaten setzen neue Schwerpunkte

  • Die Tour beginnt am 2. Juli in Edinburgh und endet am 25. Juli in Paris.
  • Die Königsetappe führt über den Tourmalet und weist 5.400 Höhenmeter auf.
  • Die Frauen-Tour startet am 30. Juli in Leeds und endet am 8. August am Puy de Dôme.
  • Holt sich Tadej Pogacar seinen sechsten Tour-Sieg? (Archivbild) - Bild: Bernard Papon/Pool L’Equipe/AP/dpa
  • Wieder ein Tour-Highlight: Das Peloton überquert den Montmartre-Hügel. (Archivbild) - Bild: Geoffroy Van Der Hasselt/AFP/dpa
  • Von Edinburgh nach Paris - das ist die Tour-Strecke 2027 - Bild: Thibault Camus/AP/dpa
  • Tour-Chef Christian Prudhomme präsentiert die Strecke für 2027. - Bild: Thibault Camus/AP/dpa
Holt sich Tadej Pogacar seinen sechsten Tour-Sieg? (Archivbild) - Bild: Bernard Papon/Pool L’Equipe/AP/dpa Wieder ein Tour-Highlight: Das Peloton überquert den Montmartre-Hügel. (Archivbild) - Bild: Geoffroy Van Der Hasselt/AFP/dpa Von Edinburgh nach Paris - das ist die Tour-Strecke 2027 - Bild: Thibault Camus/AP/dpa Tour-Chef Christian Prudhomme präsentiert die Strecke für 2027. - Bild: Thibault Camus/AP/dpa

Tour de France 2027 startet in Edinburgh

Die Tour de France 2027 beginnt am 2. Juli in Edinburgh und führt über England und Wales nach Frankreich. Auf 3.479 Kilometern mit 53.400 Höhenmetern warten drei Bergankünfte, zwei lange Einzelzeitfahren und ein Finale mit drei Montmartre-Überquerungen.

Tadej Pogacar könnte dabei bis zur neunten Etappe auf das Gelbe Trikot warten müssen, denn erst am Grand Colombier steht die erste Bergankunft an.

Grand Colombier eröffnet die Bergserie

Weitere Bergankünfte sind in Les Saisies und am Col du Portet in den Pyrenäen vorgesehen. Die 18. Etappe gilt mit 5.400 Höhenmetern und der Überquerung des Tourmalet als Königsetappe.

Zu den weiteren anspruchsvollen Teilstücken zählen die Etappe nach Sallanches, wo im kommenden Jahr auch das WM-Rennen stattfindet, sowie der Abschnitt nach Mende im Zentralmassiv.

Evenepoel profitiert von zwei Zeitfahren

Die Strecke umfasst zwei Einzelzeitfahren über insgesamt 71 Kilometer. Das dürfte Remco Evenepoel entgegenkommen, der nach Rang zwei in diesem Jahr bei Red Bull die Kapitänsrolle beanspruchen könnte.

Ob Florian Lipowitz, der die Tour 2025 als Dritter beendet hatte, 2027 startet, ist noch offen. Als mögliches Ziel für den deutschen Radprofi gilt auch der Giro d’Italia.

Montmartre prägt das Paris-Finale

Nach den drei Auftaktetappen in Schottland, England und Wales ist wegen des Transfers bereits der erste von drei Ruhetagen vorgesehen. Der Start in Edinburgh ist der fünfte Auslandauftakt innerhalb von sechs Jahren.

Am 25. Juli endet die Rundfahrt in Paris. Die dreimalige Überquerung des Montmartre-Hügels macht ein reines Sprint-Finale auf den Champs Élysées weniger wahrscheinlich.

Frauen-Tour endet am Puy de Dôme

Die Frauen-Tour startet am 30. Juli in Leeds. Nach drei Etappen in Großbritannien folgt ein Teamzeitfahren in London, bevor das Rennen nach Frankreich weiterzieht.

Die letzte Etappe führt am 8. August auf den Puy de Dôme. Dort dürfte auch die deutsche Vorjahresvierte Antonia Niedermaier besonders gefordert sein.

Die Tour de France 2027 verbindet einen ungewöhnlichen Auftakt auf den britischen Inseln mit einem anspruchsvollen Schlussblock in Frankreich. Der Start in Edinburgh am 2. Juli und Etappen in England und Wales verlagern den Beginn des Rennens aus dem traditionellen französischen Raum; zugleich erhöht der frühe Ruhetag nach dem Transfer die Bedeutung der ersten drei Renntage für die Gesamtwertung.

Sportlich setzt die Strecke unterschiedliche Schwerpunkte. Die erste Bergankunft am Grand Colombier folgt erst auf der neunten Etappe, während zwei Einzelzeitfahren über zusammen 71 Kilometer den Spezialisten entgegenkommen. Damit erhält Remco Evenepoel zusätzliche Chancen, Zeit auf den bergstärkeren Tadej Pogacar gutzumachen. Für Pogacar entscheidet sich die Gesamtwertung jedoch nicht nur an einzelnen Gipfeln: Die Königsetappe mit 5.400 Höhenmetern und dem Tourmalet dürfte die Belastbarkeit der Favoriten besonders sichtbar machen.

Entscheidung im Hochgebirge

Die Auswahl der Strecke ist auch für die Teamtaktik relevant. Bergankünfte am Grand Colombier, in Les Saisies und am Col du Portet verlangen unterschiedliche Fähigkeiten, während Sallanches und Mende weitere selektive Rennsituationen schaffen. Ob Florian Lipowitz für Red Bull die Tour bestreitet, bleibt eine zentrale Personalfrage; ein Giro-Start wird als mögliche Alternative genannt.

Das Finale in Paris bleibt mit drei Überquerungen des Montmartre-Hügels offen für Ausreißer und Klassikerfahrer. Bei der Frauen-Tour verschiebt sich der sportliche Höhepunkt an das Ende: Die Bergankunft auf dem Puy de Dôme am 8. August dürfte die Gesamtwertung maßgeblich prägen.

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