Bahnrad-WM, Teamsprint

Bahnrad-WM: Deutsche Teamsprinterinnen holen Bronze in Shanghai

Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 14:21 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Clara Schneider, Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch sichern Deutschland in Shanghai die erste WM-Medaille seit 2023. Der Frauen-Vierer fährt ebenfalls um Edelmetall, während beide Männer-Teams früh scheitern.

Deutsche Teams holen Punkte in Shanghai

  • Clara Schneider, Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch gewinnen das kleine Finale gegen die neutrale russische Mannschaft.
  • Der deutsche Frauen-Vierer fährt in der Qualifikation 4:09,978 Minuten und belegt Rang zwei hinter Großbritannien.
  • Der Männer-Vierer scheidet nach Platz sechs in der Qualifikation in der ersten Runde aus und fährt 3:51,449 Minuten.
Die deutschen Teamsprinterinnen haben bei der WM in Shanghai Bronze gewonnen. (Archivbild) - Bild: Jan Woitas/dpa
Die deutschen Teamsprinterinnen haben bei der WM in Shanghai Bronze gewonnen. (Archivbild) - Bild: Jan Woitas/dpa

Deutsche Teamsprinterinnen gewinnen Bronze in Shanghai

Die deutschen Teamsprinterinnen haben bei den Weltmeisterschaften in Shanghai Bronze gewonnen und damit die erste deutsche WM-Medaille seit 2023 geholt. Clara Schneider, Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch setzten sich im kleinen Finale gegen das als neutrale Mannschaft startende russische Team durch.

Grabosch dreht das kleine Finale

Bei 46,276 Sekunden blieb die deutsche Mannschaft vor den Russinnen, die zunächst zwei Runden lang geführt hatten. Pauline Grabosch sorgte auf der Schlussrunde mit einer starken Beschleunigung für die Entscheidung.

Mehr war für das deutsche Trio nicht möglich, weil Deutschland auf der Startposition Zeit verlor. Friedrich hatte bereits vor dem Wettkampf auf das Fehlen einer Anfahrerin verwiesen, die eine Zeit von 18,6 Sekunden erreichen könne. Schneider blieb knapp über der Marke von 19 Sekunden und konnte damit nicht mit den Startzeiten der Weltmeisterinnen aus China und der zweitplatzierten Britinnen mithalten.

Frauen-Vierer fährt um weitere Medaille

Zwischen 2020 und 2023 hatten Grabosch, Friedrich und Emma Hinze viermal in Folge WM-Gold im Teamsprint gewonnen. In den vergangenen beiden Jahren war Deutschland in veränderter Besetzung ohne Medaille geblieben. Hinze ist in diesem Jahr Mutter eines Sohnes geworden und plant ihr Comeback bei der Heim-EM in Berlin im kommenden Februar.

In der Mannschaftsverfolgung fuhr der deutsche Frauen-Vierer mit Franziska Brauße, Lisa Klein, Mieke Kröger und der 20-jährigen Messane Bräutigam in der Qualifikation die zweitschnellste Zeit. Mit 4:09,978 Minuten lag das Team hinter Großbritannien, das 4:08,055 Minuten benötigte.

Männer verpassen wichtige Olympia-Punkte

Die deutschen Männer schieden im Teamsprint auf Rang neun der Qualifikation aus. Henric Hackmann, Nik Schröter und Luca Spiegel verpassten damit auch wichtige Punkte im Rennen um die Olympia-Teilnahme.

Im Teamsprint setzte sich erneut die niederländische Mannschaft um Harrie Lavreysen durch. Der Niederländer gewann seinen 21. WM-Titel und baute damit seinen Rekord aus.

Auch der deutsche Männer-Vierer blieb ohne Chance auf eine Medaille. Max-David Briese, Tim Torn Teutenberg, Moritz Binder und Benjamin Boos schieden nach Platz sechs in der Qualifikation in der ersten Runde auf Rang acht aus. Mit 3:51,449 Minuten lag das Quartett mehr als fünf Sekunden hinter den führenden Teams.

Finaleinzug am Donnerstag

Für den deutschen Frauen-Vierer geht es am Donnerstag um den Einzug ins Finale. Die Entscheidung um die Medaillen ist für den Abend in Shanghai um 13.48 Uhr MESZ angesetzt.

Die Bronzemedaille in Shanghai beendet für den deutschen Teamsprint der Frauen eine zweijährige Durststrecke bei Weltmeisterschaften. Der Erfolg knüpft an die Serie von vier WM-Titeln zwischen 2020 und 2023 an, fällt aber zugleich in eine Phase des personellen Umbruchs: Emma Hinze pausiert nach der Geburt ihres Sohnes, während Clara Schneider die Startposition übernommen hat.

Gerade der Auftakt bleibt im Teamsprint entscheidend. Deutschland verlor gegenüber China und Großbritannien bereits in dieser Phase Zeit, bevor Pauline Grabosch auf der Schlussrunde den Rückstand auf die neutrale russische Mannschaft noch drehte. Die deutsche Mannschaft bleibt damit medaillenfähig, erreicht derzeit aber nicht die Dominanz der früheren Jahre.

Frauen mit mehreren Medaillenchancen

Die Qualifikation des Frauen-Vierers unterstreicht die breitere Stärke des deutschen Frauen-Teams. Die zweitschnellste Zeit hinter Großbritannien eröffnet eine weitere Medaillenchance; über den Finaleinzug entscheidet die erste Runde am Donnerstag. Für das deutsche Team ist die Mannschaftsverfolgung zudem mit Blick auf die internationale Spitze und die Vorbereitung auf kommende Großereignisse relevant.

Olympiapunkte und Abstand bei den Männern

Bei den Männern zeigt sich dagegen ein deutlicherer Abstand. Das frühe Ausscheiden im Teamsprint kostet wichtige Punkte im Rennen um die Olympia-Teilnahme, während der Vierer mehr als fünf Sekunden hinter den führenden Mannschaften lag. Die WM macht damit sichtbar, dass Deutschland aktuell vor allem bei den Frauen konkurrenzfähig ist.

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