Max Verstappen, Formel 1 Singapur

Max Verstappen holt Pole in Singapur vor Jubiläumsrennen

Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 17:07 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Max Verstappen startet beim 250. Grand Prix seiner Karriere in Singapur von der Pole Position. Nach seinem Sprint-Sieg verwies der Red-Bull-Fahrer Charles Leclerc und Lewis Hamilton in einer engen Qualifikation auf die Plätze.

  • Max Verstappen rast in Singapur zur Pole. - Bild: Vincent Thian/AP/dpa
    Max Verstappen rast in Singapur zur Pole. - Bild: Vincent Thian/AP/dpa
  • George Russell verschuldete seinen Unfall selbst. - Bild: David Davies/PA Wire/dpa
    George Russell verschuldete seinen Unfall selbst. - Bild: David Davies/PA Wire/dpa
  • Heftiger Regen verzögerte das Sprintrennen. - Bild: David Davies/PA Wire/dpa
    Heftiger Regen verzögerte das Sprintrennen. - Bild: David Davies/PA Wire/dpa
Max Verstappen rast in Singapur zur Pole. - Bild: Vincent Thian/AP/dpa George Russell verschuldete seinen Unfall selbst. - Bild: David Davies/PA Wire/dpa Heftiger Regen verzögerte das Sprintrennen. - Bild: David Davies/PA Wire/dpa

Max Verstappen hat sich beim Formel-1-Wochenende in Singapur nach seinem Sprint-Sieg auch die Pole Position für den Grand Prix gesichert.

50. Pole für Verstappen

Der Red-Bull-Fahrer fuhr auf dem Marina Bay Street Circuit in 1:31,373 Minuten die schnellste Runde und steht damit zum 50. Mal in seiner Karriere auf dem besten Startplatz. Für Verstappen ist das Rennen am Sonntag zugleich sein 250. Grand Prix.

Charles Leclerc wurde im Ferrari mit 0,054 Sekunden Rückstand Zweiter. Sein Teamkollege Lewis Hamilton belegte mit 0,123 Sekunden Rückstand Rang drei. Vor den Augen von Kim Kardashian in der Ferrari-Garage komplettierte WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli im Mercedes die ersten vier Plätze.

Aufwärtstrend nach Malaysia

„Es war gut. Die Abstände sind aber eng“, sagte Verstappen nach der Qualifikation. Eine Woche zuvor hatte er in Malaysia seine erste Pole der Saison geholt und anschließend auch das Rennen gewonnen. Die Singapur-Pole ist seine erste auf dem Stadtkurs.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff lobte die Entwicklung des Red-Bull-Piloten. Verstappen habe sich erneut neu erfunden, sagte Wolff. Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies sprach von einer „unglaublichen Leistung“.

Hülkenberg im Sprint mit Punkten

Im Sprint hatte Nico Hülkenberg trotz chaotischer Bedingungen als Siebter zwei WM-Punkte geholt. In der Qualifikation verpasste der Deutsche im Audi als Elfter den letzten K.-o.-Durchgang. Wegen einer möglichen Behinderung von Williams-Fahrer Carlos Sainz wurde Hülkenberg zu den Rennkommissaren vorgeladen.

Russell erlebt schwierigen Tag

George Russell schied im Sprint nach einem selbst verschuldeten Unfall bereits in der zweiten Runde aus. Das Rennen hatte sich wegen heftiger Schauer um mehr als 30 Minuten verspätet; nur 13 der 22 Autos kamen ins Ziel.

Russell erklärte, er habe die zusätzliche Batterieleistung falsch eingeschätzt und bedauerte den Fehler. Wegen eines regelwidrigen Wechsels der Power Unit muss der Mercedes-Fahrer den Grand Prix vom Ende des Feldes aufnehmen. Seine Qualifikationszeit für Startplatz sechs bringt ihm deshalb keinen Vorteil.

Verstappen kritisiert Schaltung

Zu Beginn der Qualifikation hatte sich Verstappen über die Schaltung seines Autos beschwert, insbesondere beim Herunterschalten. In den entscheidenden Runden steigerte er sich jedoch und hielt Hamilton sowie Leclerc hinter sich. Hamilton verlor auf seiner letzten Runde im zweiten Streckenabschnitt wertvolle Zeit.

Verstappen will am Sonntag erstmals den Grand Prix von Singapur gewinnen. Der Start ist um 14.00 Uhr deutscher Zeit vorgesehen.

Singapur als Belastungstest

Das Rennen auf dem Marina Bay Street Circuit gehört zu den körperlich anspruchsvollsten Wochenenden im Formel-1-Kalender. Auch bei Startzeiten am Abend liegen die Temperaturen in Singapur um 30 Grad, während die Luftfeuchtigkeit sehr hoch bleibt. Im Cockpit können mehr als 60 Grad erreicht werden.

Die Strecke verlangt den Fahrern über 62 Runden dauerhafte Konzentration ab: 19 Kurven, enge Mauern und häufige Safety-Car-Phasen lassen kaum Erholungsphasen zu. Die geringe Durchschnittsgeschwindigkeit verlängert die Belastung zusätzlich. Fahrer können während des Rennens mehrere Kilogramm Körpergewicht durch Flüssigkeitsverlust verlieren.

Technik und WM-Folgen

Die FIA hat wegen der erwarteten Hitze ein Kühlsystem zugelassen. Dabei kann eine Kühlweste Flüssigkeit durch Schläuche im feuerfesten Anzug führen; wer darauf verzichtet, muss zusätzlichen Ballast mitführen. Verstappen und WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli verzichten trotz der Bedingungen auf das System.

Für Verstappen bietet die Pole nach dem Sprint-Erfolg eine doppelte Chance: Er kann sein 250. Rennen mit einem weiteren Sieg krönen und seinen Aufwärtstrend nach Malaysia bestätigen. Antonelli bleibt trotz Platz vier in der Qualifikation und seiner ausgebauten WM-Führung der zentrale Bezugspunkt im Titelkampf. George Russell steht dagegen nach seinem Unfall und dem Start vom Ende des Feldes vor einer deutlich schwierigeren Aufgabe.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

FOCUS online: „Im Chaos-Qualifying rast Max Verstappen zur Sprint-Pole“ (09.10.2026)

Der Bericht bestätige Verstappens Pole für den Sprint und hebe die Verzögerungen durch einen Unfall sowie Probleme bei der Zeitnahme hervor. Anders als die dpa-Meldung konzentriere er sich auf das Sprint-Qualifying und berichte zusätzlich, Verstappen habe wegen eines möglichen Überholens unter Gelb zu den Kommissaren gemusst, seinen Startplatz aber behalten.

Merkur.de: „Erneut technische Panne beim Sprint-Qualifying in Singapur“ (09.10.2026)

Der Artikel bestätige Verstappens Pole und setze den Schwerpunkt auf zwei von der FIA eingeräumte technische beziehungsweise organisatorische Fehler: nicht erfasste Rundenzeiten und einen nach der Rotphase zunächst nicht aktivierten Überholmodus. Zudem ordne er die Vorfälle in die technischen Probleme des Malaysia-Wochenendes ein und beschreibe die Debatte über die wachsende Komplexität der Formel-1-Systeme.

Beide Berichte bestätigten Verstappens Spitzenposition, unterschieden sich aber beim Schwerpunkt: FOCUS online stelle die mögliche Untersuchung und das Qualifying-Chaos heraus, während Merkur.de die FIA-Fehler und deren Vorgeschichte betone. Offen bleibe, wie stark die technischen Störungen die einzelnen Fahrzeuge tatsächlich beeinflusst hätten.

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