Formel 1, George Russell

Formel 1: George Russell gewinnt Baku-Duell und setzt Kimi Antonelli unter Druck

Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 11:28 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

George Russell gewinnt den Grand Prix von Aserbaidschan in Baku hauchdünn vor Max Verstappen und verkürzt seinen Rückstand auf Mercedes-Teamkollege Kimi Antonelli auf 66 Punkte. Der WM-Spitzenreiter rettet sich nach einem Qualifying-Fehler von Startplatz 16 noch auf Rang fünf.

  • George Russell gibt den WM-Titel nicht auf. - Bild: Darko Bandic/AP/dpa
    George Russell gibt den WM-Titel nicht auf. - Bild: Darko Bandic/AP/dpa
  • Ganz knappes Finish in Aserbaidschan. - Bild: Andrej Isakovic/Pool AFP/AP/dpa
    Ganz knappes Finish in Aserbaidschan. - Bild: Andrej Isakovic/Pool AFP/AP/dpa
  • In der Schlussphase wurde es in Baku richtig spannend. - Bild: Pavel Bednyakov/AP/dpa
    In der Schlussphase wurde es in Baku richtig spannend. - Bild: Pavel Bednyakov/AP/dpa
George Russell gibt den WM-Titel nicht auf. - Bild: Darko Bandic/AP/dpa Ganz knappes Finish in Aserbaidschan. - Bild: Andrej Isakovic/Pool AFP/AP/dpa In der Schlussphase wurde es in Baku richtig spannend. - Bild: Pavel Bednyakov/AP/dpa

George Russell hat den Grand Prix von Aserbaidschan in Baku mit einem Vorsprung von 0,196 Sekunden vor Max Verstappen gewonnen und den Rückstand auf seinen Mercedes-Teamkollegen Kimi Antonelli in der WM-Wertung auf 66 Punkte verkürzt.

Russell besteht die Nervenprobe

Der Engländer feierte seinen dritten Saisonsieg und seinen achten Erfolg in der Formel 1. Nach dem 15. von 23 geplanten Rennen setzte er sich von der Pole Position aus gegen Verstappen durch, der in der Schlussphase nach einer Safety-Car-Phase noch Druck machte.

Russell gelang in Baku zudem ein Grand Slam: Er holte die Pole Position, fuhr die schnellste Rennrunde, führte von Start bis Ziel und gewann das Rennen. Der Abstand zu Verstappen betrug beim Zieleinlauf 19 Meter.

Antonelli begrenzt den Schaden

WM-Spitzenreiter Antonelli musste sich nach einem Fehler im Qualifying mit Rang fünf begnügen. Der 20-Jährige hatte seinen Mercedes beschädigt und war deshalb nur von Startplatz 16 ins Rennen gegangen.

Mit zwei Safety-Car-Phasen arbeitete sich Antonelli noch weit nach vorn und betrieb Schadensbegrenzung. Drei Wochen zuvor hatte er in Monza nach einem Start von Rang 19 noch den Sieg gefeiert.

Psychospiel vor dem nächsten Rennen

Russell erklärte nach dem Rennen, auf ihm laste weniger Druck als auf Antonelli. Der Italiener habe bis dahin eine nahezu fehlerfreie Saison gefahren, nun gehe es in der entscheidenden Phase darum, ob er sein Niveau halten könne.

Antonelli bezeichnete das Wochenende als sein schlechtestes der Saison. Er habe nach dem Fehler im Qualifying vor allem Schadensbegrenzung betrieben und müsse im nächsten Rennen wieder zu seinem normalen Leistungsniveau zurückfinden. Der nächste Grand Prix findet in Malaysia statt.

Russell sieht Titelchance

Russell räumte ein, dass sein Rückstand weiterhin groß sei. Im Idealfall seien in den verbleibenden Rennen noch 208 Punkte zu holen. Den WM-Titel könne er deshalb noch nicht klar erkennen, aber zumindest wieder am Horizont sehen.

Der Mercedes-Fahrer verwies auf seine schwierigen Monate und erklärte, er habe den Glauben an sich selbst nicht verloren. Baku solle zum Wendepunkt im Titelkampf werden.

Ein enger werdendes Titelrennen

Der Sieg in Baku verändert die Kräfteverhältnisse im Mercedes-internen WM-Duell, auch wenn Kimi Antonelli weiterhin einen deutlichen Vorsprung besitzt. Nach dem 15. von 23 geplanten Rennen liegt George Russell 66 Punkte zurück; rechnerisch bleiben damit noch zahlreiche Zähler zu vergeben.

Russells Erfolg war sportlich besonders wertvoll, weil er von der Pole Position startete, das Rennen über weite Strecken kontrollierte und trotz des späten Drucks von Max Verstappen gewann. Der Grand Slam aus Pole Position, schnellster Runde, Start-Ziel-Führung und Sieg unterstreicht, dass Mercedes in Baku konkurrenzfähig war.

Psychologischer Druck vor Malaysia

Antonelli konnte seinen Rückschlag begrenzen: Nach dem Unfall im Qualifying arbeitete er sich von Startplatz 16 auf Rang fünf vor. Damit verlor er zwar weitere Punkte auf seinen Teamkollegen, verhinderte aber einen deutlich größeren Einbruch. Für die WM bedeutet das, dass Russell nun stärker unter Erfolgsdruck gerät: Jeder weitere Sieg muss den Rückstand tatsächlich verkleinern.

Das nächste Rennen in Malaysia erhält dadurch zusätzliche Bedeutung. Antonelli muss nach seinem schwächsten Wochenende der Saison Stabilität zeigen, während Russell den Aufwärtstrend bestätigen muss. Im Mittelpunkt steht damit nicht nur die technische Leistungsfähigkeit der Mercedes, sondern auch der Umgang der beiden Fahrer mit Fehlern, Erwartungen und direkter Konkurrenz im selben Team.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

DER SPIEGEL: „Formel 1 in Baku: George Russell zittert sich vor Max Verstappen zum Sieg“ (26.09.2026)

Der Bericht bestätige Russells knappen Start-Ziel-Sieg und Antonellis Aufholjagd von Rang 16 auf Platz fünf. Er setze einen zusätzlichen Schwerpunkt auf die Rennentwicklung, darunter die Safety-Car-Phasen, Russells Mauerkontakt und den späten Druck Verstappens.

FOCUS online: „Formel 1 in Baku: Russell siegt vor Verstappen, Antonelli fährt von 16 auf 5“ (26.09.2026)

Der Tickerbericht bestätige ebenfalls die Reihenfolge auf dem Podium sowie Antonellis fünften Platz. Anders als der Bericht über das Psychoduell konzentriere er sich stärker auf Ergebnis, Qualifying und Rennchronologie; offen bleibe dabei vor allem, ob Antonellis Punktverlust in den folgenden Rennen weiter anwachsen werde.

Beide Beiträge seien sich beim Rennergebnis und beim verkürzten WM-Abstand einig. Unterschiede gebe es vor allem bei der Gewichtung: Während der eine Bericht die dramatische Schlussphase und die Rennereignisse hervorhebe, ordne der andere das Geschehen stärker über Resultate und Startpositionen ein.

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