Formel 1, Kimi Antonelli

Antonelli gewinnt Madring-Premiere und setzt sich im WM-Kampf deutlich ab

Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 16:41 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Kimi Antonelli gewinnt auch die Formel-1-Premiere in Madrid und baut seinen Vorsprung im WM-Kampf deutlich aus, während Lewis Hamilton mit Bremsproblemen früh ausscheidet. Der neue Kurs Circuito Madring sorgt trotz Bedenken für ein spektakuläres Rennen.

  • Es ging hoch her beim Start in Madrid.  - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa
    Es ging hoch her beim Start in Madrid. - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa
  • Die Real-Profis ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen - die Strecke liegt neben dem Trainingszentrum. - Bild: David Davies/PA Wire/dpa
    Die Real-Profis ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen - die Strecke liegt neben dem Trainingszentrum. - Bild: David Davies/PA Wire/dpa
  • Auch der König wollte sich die Rückkehr der Formel 1 nach Madrid nicht entgehen lassen.  - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa
    Auch der König wollte sich die Rückkehr der Formel 1 nach Madrid nicht entgehen lassen. - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa
Es ging hoch her beim Start in Madrid.  - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa Die Real-Profis ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen - die Strecke liegt neben dem Trainingszentrum. - Bild: David Davies/PA Wire/dpa Auch der König wollte sich die Rückkehr der Formel 1 nach Madrid nicht entgehen lassen.  - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa

Kimi Antonelli hat die Formel-1-Premiere auf dem Circuito Madring in Madrid gewonnen und damit seinen Kurs Richtung Weltmeistertitel eindrucksvoll bestätigt.

Antonelli siegt, Hamilton scheidet früh aus

Der 20 Jahre alte Italiener steuerte seinen Mercedes zum achten Saisonsieg und nutzte dabei auch das frühe Aus von Lewis Hamilton. Der Ferrari-Pilot musste seinen Wagen bereits nach wenigen Runden mit Bremsproblemen in der Garage abstellen und fiel im WM-Klassement als Dritter auf einen Rückstand von mehr als 100 Punkten hinter Antonelli zurück.

Hinter dem Sieger belegte Max Verstappen im Red Bull Rang zwei. Der viermalige Weltmeister kam vor den Augen von Spaniens König Felipe VI. vor Titelverteidiger Lando Norris ins Ziel, für den das Rennen unglücklich verlief.

Verstappens Funkärger und Hamiltons Bremsen-Drama

Schon in der Startphase sorgten harte Manöver für Diskussionen. Polesetter Norris verteidigte seine Führung energisch, Antonelli setzte beim Angriff in der Schikane auf Sicherheitslinien. Verstappen und Hamilton gerieten dabei ebenfalls eng nebeneinander, ohne zu kollidieren, handelten sich jedoch hitzige Funkmeldungen ein.

Verstappen erhielt von seinem Team die Vorgabe, Antonelli und Hamilton nach einem Abkürzen wieder vorbeizulassen, um eine Strafe zu vermeiden. Der Niederländer zeigte sich zunächst irritiert, folgte der Anweisung letztlich aber. Kurz darauf meldete Hamilton Bremsprobleme, wurde durch das Feld nach hinten gereicht und rettete seinen Ferrari nur mit Mühe in die Box.

Turbulente Madring-Premiere mit Safety Car und Strategiepoker

Das erste Madrider Rennen entwickelte sich nach der Anfangsphase zu einem strategisch geprägten, zugleich turbulenten Grand Prix. Ein liegengebliebener Aston Martin von Lance Stroll löste eine virtuelle Safety-Car-Phase aus, die Antonelli und Verstappen für einen zeitlich günstigen Reifenwechsel nutzten.

Norris verpasste die Boxeneinfahrt, kam erst eine Runde später und genau nach Ende der VSC-Phase zu seinem Stopp. Ein verzögerter Reifenwechsel kostete ihn weitere Zeit, sodass er nur als Fünfter auf die Strecke zurückkehrte. Charles Leclerc übernahm die Führung, weil er zunächst keinen Reifenwechsel absolvierte.

Norris kämpft vergeblich, Antonelli fährt den Sieg nach Hause

Im weiteren Verlauf setzte sich Antonelli im Verkehr durch, während die ersten Überrundungen bereits vor Halbzeit des Rennens begannen. Besonders bitter war dies für Fernando Alonso, der als erster überrundet wurde und zuvor mit Landsmann Carlos Sainz aneinandergeraten war. Sainz erhielt dafür eine Zeitstrafe und musste später aufgeben.

Leclerc blieb lange draußen und verschob seinen Pflichtstopp. Damit rückten Antonelli und Verstappen hinter ihm in Position und fuhren dem Ferrari-Piloten kontinuierlich näher. Norris arbeitete sich mit sichtbarer Entschlossenheit an Verstappen heran, fand aber keinen Weg vorbei.

Antonelli baut WM-Führung deutlich aus

Als Leclerc in Runde 49 schließlich an die Box kam, war der Weg für Antonelli frei, der seinen Vorsprung kontrolliert ins Ziel brachte. Verstappen behauptete Rang zwei vor Norris, Leclerc fiel nach seinem späten Stopp zurück.

George Russell im zweiten Mercedes beendete das Rennen als Fünfter und verlor damit weiter Boden im Titelkampf. In der Gesamtwertung vergrößert Antonelli seinen Vorsprung auch auf den Teamkollegen, der nun 81 Punkte hinter dem Italiener liegt. Die Madring-Premiere endet damit mit einem klaren Zeichen im WM-Rennen zugunsten des jungen Mercedes-Piloten.

Neue Strecke, alte Kräfteverhältnisse

Der Grand Prix in Madrid markiert die Premiere des Circuito Madring im Formel-1-Kalender und zeigt, wie schnell sich die Spitzenteams auf neue Bedingungen einstellen. Die dichte Stadtkulisse, der extrem schnelle, zugleich enge Kurs und die hohe Belastung für Bremsen und Reifen stellen besondere Anforderungen an Fahrer und Ingenieure. Für Kimi Antonelli ist der Sieg mehr als ein weiterer Erfolg: Auf einem unbekannten Kurs gegen etablierte Champions zu bestehen, unterstreicht seinen Anspruch auf den WM-Titel und seine Rolle als prägende Figur der aktuellen Saison.

Antonellis WM-Kurs und Hamiltons Rückschlag

Mit nun acht Saisonsiegen baut Antonelli seinen Vorsprung in der Gesamtwertung deutlich aus. Dass er sowohl vor Max Verstappen als auch Lando Norris ins Ziel kommt, zeigt, dass Mercedes auf dem Madring ein konkurrenzfähiges Paket gefunden hat. Zugleich verschärft der Ausfall von Lewis Hamilton mit Bremsproblemen die Lage für den Rekordweltmeister: Mehr als 100 Punkte Rückstand und ein technisch bedingter Ausfall auf einer neuen Strecke sind ein schwerer Schlag für seine Titelambitionen. Auch George Russell verliert als Teamkollege weiter Boden, was Antonellis Stellung als klare Nummer eins im Titelkampf festigt.

Sportliche und symbolische Bedeutung für Madrid

Die Rückkehr der Formel 1 nach Madrid ist nicht nur sportlich, sondern auch symbolisch bedeutsam. Die Präsenz von König Felipe VI. und zahlreicher Stars von Real Madrid unterstreicht den Anspruch der Stadt, sich als moderner Motorsport- und Sport-Hub zu positionieren. Das packende Rennen mit intensiven Duellen, Funkdiskussionen und strategischen Wendungen konterkariert vorab geäußerte Sorgen, Überholen könne auf dem Madring kaum möglich sein. Für Fans und Veranstalter ist die Premiere ein Signal, dass die Strecke trotz Risiken spannende Rennen liefern kann – und für die Meisterschaft bedeutet sie eine weitere klare Verschiebung zugunsten von Kimi Antonelli.

Disclaimer...

de | sport | 70095704 |