Formel 1, Kimi Antonelli

Antonelli gewinnt Grand Prix von Madrid und rückt WM-Titel näher

Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 17:14 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Kimi Antonelli gewinnt auch den Grand Prix in Madrid und rückt mit seinem achten Saisonsieg im Mercedes dem WM-Titel deutlich näher, während Lando Norris und Lewis Hamilton von Pech und Technikproblemen gebremst werden. Der Circuito Madring erlebt eine spektakuläre Rückkehr der Königsklasse mit royaler Kulisse und prominenten Gästen.

  • Der nächste Sieg auf dem Weg zum Titel.  - Bild: Bernat Armangue/AP/dpa
    Der nächste Sieg auf dem Weg zum Titel. - Bild: Bernat Armangue/AP/dpa
  • Es ging hoch her beim Start in Madrid.  - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa
    Es ging hoch her beim Start in Madrid. - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa
  • Die Real-Profis ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen - die Strecke liegt neben dem Trainingszentrum. - Bild: David Davies/PA Wire/dpa
    Die Real-Profis ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen - die Strecke liegt neben dem Trainingszentrum. - Bild: David Davies/PA Wire/dpa
  • Auch der König wollte sich die Rückkehr der Formel 1 nach Madrid nicht entgehen lassen.  - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa
    Auch der König wollte sich die Rückkehr der Formel 1 nach Madrid nicht entgehen lassen. - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa
Der nächste Sieg auf dem Weg zum Titel.  - Bild: Bernat Armangue/AP/dpa Es ging hoch her beim Start in Madrid.  - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa Die Real-Profis ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen - die Strecke liegt neben dem Trainingszentrum. - Bild: David Davies/PA Wire/dpa Auch der König wollte sich die Rückkehr der Formel 1 nach Madrid nicht entgehen lassen.  - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa

Kimi Antonelli hat nach seinem Erfolg in Monza auch den Grand Prix von Madrid auf dem Circuito Madring gewonnen und damit einen weiteren großen Schritt in Richtung Formel-1-Weltmeistertitel gemacht.

Triumph mit royaler Ehrung

Der 20 Jahre alte Italiener jubelte mit breitem Grinsen in den Armen seiner Mercedes-Crew, ehe er vom sichtlich stolzen Vater eine rote Nelke und eine innige Umarmung erhielt. Anschließend überreichte ihm Spaniens König Felipe VI. die Sieger-Trophäe. Antonelli nutzte die Rückkehr der Formel 1 nach Madrid zu einer weiteren triumphalen Fahrt, profitierte dabei aber auch vom Pech seiner Rivalen.

Aus dem Mercedes-Cockpit wurde die Leistung als „absolute Meisterklasse“ gefeiert. Antonelli betonte jedoch, der Sieg fühle sich angesichts des Rennverlaufs für Lando Norris nicht vollständig gut an und erklärte, der Weltmeister habe den Erfolg eher verdient. Norris war während einer virtuellen Safety-Car-Phase unglücklich eingebremst worden und musste sich am Ende mit Rang drei begnügen.

WM-Kampf: Hamilton fällt endgültig zurück

Mit seinem achten Saisonsieg im Mercedes hat Antonelli den WM-Titel weiter in Reichweite gebracht und angekündigt, „weiter abliefern“ zu wollen. Im Gesamtklassement ist Rekordweltmeister Lewis Hamilton nach einem Bremsen-Drama endgültig aus dem Titelkampf ausgeschieden.

Hamilton musste seinen Wagen nach wenigen Runden in der Garage abstellen und liegt nun als Dritter im Klassement mehr als 100 Punkte hinter Antonelli. In Madrid sicherte sich der viermalige Weltmeister Max Verstappen im Red Bull Platz zwei. Der deutsche Audi-Pilot Nico Hülkenberg holte als Zehnter einen Punkt.

Teamduell bei Mercedes

Antonelli baute in der Gesamtwertung seinen Vorsprung auf Mercedes-Teamkollege George Russell weiter aus. Der Brite kam in Madrid auf Rang fünf und liegt nun 81 Zähler hinter seinem italienischen Stallrivalen.

Die Rückkehr der Motorsport-Königsklasse nach Madrid zog zahlreiche prominente Gäste an. Die Befürchtungen vor dem superschnellen, aber engen Kurs mit schwierigen Überholmöglichkeiten prägten die Erwartungen, dazu kam die Nähe des Real-Madrid-Trainingszentrums unmittelbar neben der Strecke.

Prominente Kulisse und turbulente Startphase

Real Madrid war mit einer Weltauswahl früherer und aktueller Stars vertreten, von Roberto Carlos und Zinedine Zidane bis Jude Bellingham. Am Vorabend hatten die Königlichen noch einen 4:1-Sieg gegen Rayo Vallecano gefeiert, nun verfolgten sie gemeinsam mit rund 100.000 Zuschauern die Premiere der Formel 1 auf dem Madring.

Schon in der ersten Runde bot das Feld intensive Action. Polesetter Norris verteidigte seine Führung, während Antonelli aggressiv attackierte und in der Schikane ausweichen musste. Auch Verstappen und Hamilton gerieten im Zweikampf aneinander, blieben aber ohne Kollision. Dennoch kochten die Emotionen: Hamilton forderte am Funk, Verstappen müsse seine Position zurückgeben, während dieser seinerseits Hamilton ein beinahe verursachtes Zusammenstoß vorwarf.

Funkstreit und technische Probleme

Während Norris zunächst weiteren Attacken entging, hatte sich der Weltmeister die Pole mit einer herausragenden Runde am Vortag gesichert – seiner dritten in den vergangenen vier Rennen. Verstappen erhielt wenig später von seinem Team die Anweisung, Antonelli und Hamilton nach einem Abkürzen wieder vorbeizulassen, um einer möglichen Strafe zu entgehen. Der Niederländer zeigte sich zunächst irritiert, befolgte die Vorgabe schließlich aber doch.

Damit war die Unruhe an der Spitze noch nicht beendet. Hamilton meldete Bremsprobleme, nachdem er den Kampf um seinen achten WM-Titel bereits nach Antonellis Sieg in Monza weitgehend abgeschrieben hatte. In Madrid wurde er durch die Schwierigkeiten immer weiter nach hinten durchgereicht, kämpfte sich mit Mühe in die Box und schilderte später, das Bremspedal habe einen ungewöhnlichen Ruck gemacht.

Virtuelle Safety-Car-Phase bringt die Wende

Das Rennpremiere in Madrid entwickelte sich zu einem packenden Grand Prix. Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hatte, blieb Lance Stroll mit seinem Aston Martin liegen, was eine virtuelle Safety-Car-Phase auslöste. Antonelli und Verstappen nutzten die Bedingungen sofort für einen Reifenwechsel und sparten dabei Zeit.

Norris war zu diesem Zeitpunkt bereits an der Boxeneinfahrt vorbeigefahren und konnte erst eine Runde später stoppen. Noch während er auf seine Mechaniker zusteuerte, endete die VSC-Phase, zudem kam es beim Reifenwechsel zu Problemen. Der Weltmeister fiel als Fünfter auf die Strecke zurück. Die Führung übernahm Charles Leclerc, der zunächst keinen Stopp eingelegt hatte; dahinter folgten Antonelli und Verstappen.

Leclercs Strategie und Antonellis Zielankunft

Bereits vor Halbzeit der Renndistanz begannen die Überrundungen. Fernando Alonso war als Erster betroffen und hatte zuvor ein Duell mit seinem Landsmann Carlos Sainz ausgetragen. Sainz erhielt dafür eine Zeitstrafe und musste später aufgeben.

Leclerc blieb lange auf der Strecke, doch ein Boxenstopp war unvermeidlich. Antonelli fuhr währenddessen souverän dem Sieg entgegen, hinter ihm jagte Norris mit deutlichem Frust im Bauch Verstappen, fand aber keinen Weg vorbei. Als Leclerc in Runde 49 schließlich an die Box kam, war der Weg endgültig frei für Antonelli, der seinen Madrid-Triumph sicher ins Ziel brachte.

Formel 1 in Madrid: Symbolträchtige Rückkehr

Der Sieg von Kimi Antonelli auf dem Circuito Madring steht nicht nur für einen weiteren Schritt Richtung WM-Titel, sondern auch für die strategische Ausweitung der Formel 1 auf neue beziehungsweise zurückgewonnene Standorte. Madrid präsentiert sich als moderner Austragungsort mit hoher Zuschauerkapazität und der Nähe zu großen Sportinstitutionen wie Real Madrid. Die Anwesenheit von König Felipe VI. unterstreicht den Stellenwert des Events für Spanien und die internationale Wahrnehmung des Grand-Prix-Sports.

Antonellis Aufstieg und die verschobene Kräftebalance

Sportlich markiert der erneute Erfolg Antonellis eine deutliche Verschiebung im Kräfteverhältnis der Königsklasse. Der junge Italiener sammelt mit seinem achten Saisonsieg nicht nur Punkte, sondern auch Autorität gegenüber etablierten Größen wie Max Verstappen und Lewis Hamilton. Dessen technisch bedingtes Ausscheiden in Madrid verdeutlicht, wie ein langjähriger Titelfavorit im Laufe einer Saison aus dem direkten Kampf herausfallen kann. Zugleich bleibt die Rolle von Lando Norris prägend: Seine starke Pace und das unglückliche Timing während der virtuellen Safety-Car-Phase zeigen, wie stark Ergebnisse im heutigen Rennformat von Strategieentscheidungen und Rennregie abhängen.

Strategie, Risiko und Bedeutung für Fans

Das Rennen in Madrid illustriert den hohen Einfluss virtueller Safety-Car-Phasen und Boxenstopp-Fenster auf den Ausgang eines Grand Prix. Antonellis klarer Vorteil aus dem frühen Stopp, während Norris eine Runde später gleich doppelt benachteiligt wurde, zeigt den schmalen Grat zwischen perfektem Rennmanagement und kostspieligem Pech. Für die Fans ergibt sich ein Bild einer Meisterschaft, in der fahrerisches Können, Teamarbeit und taktische Flexibilität eng miteinander verflochten sind. Die erneut packenden Duelle und Funkdiskussionen zwischen den Spitzenpiloten stärken die Attraktivität der Serie, während Antonellis Konstanz ihn zunehmend als neuen Fixpunkt im Titelbild verankert.

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