Nationalmannschaft, WM

Das sagt Völler zum drohenden Lagerkoller und dem WM-Rasen

10.06.2026 - 05:27:04 | dpa.de

Warum Rudi Völler die Debatte um Langeweile im WM-Quartier für überholt hält – und wie er auf die Diskussion um die Rasenqualität im Trainingslager reagiert.

  • Rudi Völler sieht keinen Grund zur Sorge bei zwei schwierigen WM-Themen.  - Bild: Federico Gambarini/dpa
    Rudi Völler sieht keinen Grund zur Sorge bei zwei schwierigen WM-Themen. - Bild: Federico Gambarini/dpa
  • Der Rasen in den USA hat eine andere Beschaffenheit als auf europäischen Fußball-Plätzen.  - Bild: Federico Gambarini/dpa
    Der Rasen in den USA hat eine andere Beschaffenheit als auf europäischen Fußball-Plätzen. - Bild: Federico Gambarini/dpa
  • Über das deutsche WM-Hotel wird schon jetzt viel diskutiert.  - Bild: Jan Woitas/dpa
    Über das deutsche WM-Hotel wird schon jetzt viel diskutiert. - Bild: Jan Woitas/dpa
Rudi Völler sieht keinen Grund zur Sorge bei zwei schwierigen WM-Themen.  - Bild: Federico Gambarini/dpa Der Rasen in den USA hat eine andere Beschaffenheit als auf europäischen Fußball-Plätzen.  - Bild: Federico Gambarini/dpa Über das deutsche WM-Hotel wird schon jetzt viel diskutiert.  - Bild: Jan Woitas/dpa

Gleich bei seinem ersten öffentlichen Auftritt im Teamquartier der Fußball-Nationalmannschaft war Rudi Völler auch für kritische Themen zuständig. Der DFB-Sportdirektor sprach in Winston-Salem über die Qualität des WM-Hotels und einen drohenden Lagerkoller. Auch zur Rasen-Qualität im Trainingsstadion musste er sich äußern. 

Rudi Völler über das WM-Hotel und Lagerkoller

Von Pracht-Herberge bis Geisterschloss - viel wurde über das deutsche Teamhotel The Graylyn Estate schon berichtet und geschrieben. Auch die typische Turniersorge, dass sich die Fußball-Profis in der Abgeschiedenheit in North Carolina recht bald langweilen könnten, ist ganz schnell ein Thema. 

Völler wischte alle Zweifel beiseite. «Ich habe schon vor einigen Monaten gesagt, das ist jetzt kein Luxusresort, aber es ist total angenehm. Wir sind unter uns», sagte der 66-Jährige. Man habe für die Spieler «einiges gemacht, dass sie sich auch dann zwischen den Trainingszeiten beschäftigen können», versicherte der Sportdirektor. 

Entscheidender Vorteil, den auch Bundestrainer Julian Nagelsmann hervorhob, seien die kurzen Wege zwischen Hotel und Trainingsplatz. Sollte die WM für die DFB-Elf in einem Misserfolg enden, will Völler jedenfalls keine Ausreden hören. «Also es wird, egal, wie weit es geht, niemals eine Entschuldigung sein, dass vielleicht das Trainingsgelände oder das Trainingszentrum nicht gut genug waren», sagte er. 

Die Lagerkoller-Debatte ist für Völler vor seiner fünften WM als Spieler, Trainer oder Sportdirektor seit 1986 ohnehin aus der Zeit gefallen. Der entscheidende Unterschied zu seinen Zeiten als Spieler: «Wir hatten damals kein Internet. Wir hatten keine Handys. Es gab auch kein deutsches Fernsehprogramm. Das war früher komplizierter, glauben Sie mir. Also Lagerkoller, wie wir es früher mal kennen, das gibt's heute überhaupt nicht mehr», argumentierte Völler.

Im einstigen DFB-Camp in Malente, wo sich etwa die Weltmeister von 1974 vorbereiteten, hätte es nicht einmal einen Pool gegeben. Und: «Selbst wenn da ein Pool gewesen wäre, muss man nicht noch mal hin», sagte Völler über die Sportschule in Norddeutschland. 

Rudi Völler über die Rasen-Qualität des Trainingsplatzes

Gleich das erste Training der DFB-Elf auf dem Platz der Wake Forest University hatte auf dem Rasen deutliche Spuren hinterlassen. Die Sorge, dass das spezielle Grün, das sich von europäischen Grassorten unterscheidet, zum WM-Problem werden könnte, war schnell wieder da. Auch bei der Club-WM im Vorjahr hatte es in den USA Rasen-Debatten gegeben. 

Völler sieht aber keinen Grund für Gras-Alarm. «Ja, man braucht Wasser. Das ist bei diesen Temperaturen dann schon nicht nur zum Trinken, sondern auch auf dem Platz», sagte er. Die Greenkeeper an der Universität würden ganze Arbeit leisten. «Die Leute hier geben sich unglaubliche Mühe», meinte Völler.

Für die WM-Spiele müssten sich die Nationalspieler auf ähnliche Bedingungen mit einem stumpfen Untergrund einstellen. «Natürlich kann es ruhig auch manchmal ein bisschen härter sein. Es kann auch mal ein bisschen trockener sein. Das wird dann in den Stadien auch ähnlich sein», sagte Völler. Man habe «nichts zu lamentieren».

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