Nations League: Deutschland muss im November um Viertelfinale kämpfen
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 05:15 Uhr | dpa, AD HOC NEWSNach dem 0:0 in Griechenland liegt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in der Nations League hinter den Niederlanden und Griechenland auf Platz drei und muss um den Einzug ins Viertelfinale bangen.
Deutschland unter Druck
Die Niederlande und Griechenland haben jeweils acht Punkte, Deutschland fünf. Serbien ist in Gruppe 2 der A-Liga noch punktlos. Nur die beiden besten Teams qualifizieren sich direkt für die Runde der letzten acht.
Die verbleibenden Gruppenspiele finden am 13. November in Serbien und am 16. November in Berlin gegen die Niederlande statt. Deutschland muss beide Partien möglichst gewinnen und wäre bei anderen Ergebnissen zusätzlich auf Unterstützung angewiesen.
Direkter Vergleich entscheidend
Selbst zwei Siege würden den Viertelfinaleinzug nicht zwingend sichern. Bei Punktgleichheit zählt zunächst der direkte Vergleich, danach die Tordifferenz und die Zahl der erzielten Tore aus den direkten Duellen. Erst anschließend wird die Tordifferenz aus allen Gruppenspielen herangezogen.
Den direkten Vergleich mit Griechenland hat Deutschland nach dem 0:1 im Hinspiel und dem torlosen Rückspiel bereits verloren. Möglich ist ein Szenario, in dem Deutschland, die Niederlande und Griechenland jeweils elf Punkte erreichen und jeweils fünf Zähler aus den direkten Vergleichen aufweisen.
Jedes Tor kann zählen
Dafür müsste Deutschland gegen Serbien und die Niederlande gewinnen, die Niederlande zuvor Griechenland schlagen und Griechenland gegen Serbien siegen. In diesem Fall könnte die Tordifferenz den Ausschlag geben; ein deutscher Sieg gegen die Niederlande mit zwei Toren Vorsprung könnte dann erforderlich sein.
Klopp blickt auf November
Bundestrainer Jürgen Klopp wollte nach dem Rückspiel in Thessaloniki noch keine konkreten Gedanken an die November-Partien richten. «Über die Spiele im November habe ich noch keine Sekunde nachgedacht», sagte er.
Auch Platz drei hat Folgen
Als Gruppendritter müsste Deutschland in einen Vergleich mit den anderen Dritten der A-Liga. Die beiden besseren Drittplatzierten würden im März direkt in die Qualifikation für die Europameisterschaft 2028 starten. Die beiden schlechteren Teams müssten in Abstiegsplayoffs gegen einen Tabellenzweiten aus der B-Liga antreten.
Ausgangslage vor dem November
Deutschland hat nach vier Spieltagen fünf Punkte und liegt damit zwei Zähler hinter den Niederlanden und Griechenland. Weil nur die beiden besten Teams der Gruppe direkt ins Viertelfinale einziehen, steht die DFB-Auswahl vor zwei entscheidenden Partien. Das Spiel in Serbien am 13. November und das Heimspiel gegen die Niederlande drei Tage später bilden den Abschluss der Gruppenphase.
Besonders schwer wiegt der verlorene direkte Vergleich mit Griechenland. Nach dem 0:1 im Hinspiel und dem 0:0 in Thessaloniki kann Deutschland bei Punktgleichheit nicht mehr auf diesen Vorteil zurückgreifen. Gegen die Niederlande besteht dagegen noch die Möglichkeit, den entscheidenden Vergleich im letzten Gruppenspiel zu beeinflussen.
Mehr als ein Platz im Viertelfinale
Der Wettbewerb reicht über die unmittelbare K.-o.-Qualifikation hinaus. Ein Einzug ins Viertelfinale würde Deutschland die Chance auf das Finalturnier im Juni 2027 eröffnen. Bleibt die Mannschaft Dritter, entscheidet ein Vergleich mit den anderen Gruppendritten über den weiteren Weg: Die besseren Teams können direkt in die Qualifikation für die Europameisterschaft 2028 starten, die schlechteren müssen in Abstiegsplayoffs gegen Mannschaften aus der B-Liga antreten.
Für die Leser bedeutet die Tabellenlage deshalb: Im November geht es nicht nur um die Fortsetzung des Wettbewerbs, sondern auch um Planungssicherheit für die kommenden Länderspiele und den Zugang zur EM-Qualifikation. Selbst eine optimale Ausbeute garantiert den Einzug nicht automatisch, weil bei Punktgleichheit zunächst die direkten Vergleiche und anschließend deren Tordifferenz zählen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
n-tv: „DFB-Elf verpasst Revanche gegen Griechenlands Bollwerk“ (04.10.2026)
Der Bericht hebe hervor, Deutschland sei trotz guter Chancen in Thessaloniki nicht über ein 0:0 hinausgekommen und bleibe hinter Griechenland und den Niederlanden auf Platz drei. Anders als die dpa-Meldung konzentriere sich der Beitrag auf den Spielverlauf und die verpasste Revanche; die konkreten Rechenszenarien für den Viertelfinaleinzug stünden weniger im Mittelpunkt.
BR24: „Hitziger Fight in Griechenland: Energische DFB-Elf verpasst Sieg“ (04.10.2026)
Der Bericht beschreibe ein umkämpftes 0:0 und ordne die Partie mit fünf Punkten sowie Tabellenplatz drei in die Gruppe ein. Einen anderen Schwerpunkt setze er auf die Chancenverteilung, die Torwartparade von Jonas Urbig und den annullierten deutschen Treffer; offen bleibe damit wie in der dpa-Meldung, ob Deutschland die notwendige Aufholjagd im November gelingt.
Beide Berichte bestätigten das Remis und die schwierige Tabellenposition Deutschlands. Unterschiede lägen vor allem in der Perspektive: Während n-tv die verpasste Revanche betone, stelle BR24 den Spielverlauf und einzelne Schlüsselszenen heraus; die Entscheidung über das Viertelfinale falle erst in den November-Spielen.
