Lionel Messi beendet Nationalmannschaftskarriere mit Tor und zwei Vorlagen
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 10:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWSLionel Messi hat sein 208. und letztes Länderspiel für Argentinien mit einem Tor und zwei Vorlagen beim 3:0 gegen Benin beendet.
Emotionaler Abschied vor 85.000 Fans
Im ausverkauften Monumental-Stadion in Buenos Aires wurde der 39-Jährige von den Fans gefeiert. Sein Gesicht mit dem WM-Pokal leuchtete am Nachthimmel, während Messi und seine Mitspieler sichtbar bewegt waren.
„Nicht mehr dabei zu sein, wird mir sehr wehtun“, sagte Messi. Für ihn sei es das Schönste gewesen, für die argentinische Nationalmannschaft zu spielen.
Tor und zwei Vorlagen
Messi erzielte in der 71. Minute per Elfmeter sein 126. Tor für Argentinien. Zuvor hatte er die Treffer von Nicolás Otamendi in der 48. Minute und Nico Paz in der 61. Minute vorbereitet.
Sein Debüt hatte Messi im August 2005 gegeben. Der Auftritt gegen Benin bildete den Schlusspunkt einer mehr als 21-jährigen Karriere im Nationaltrikot, in der er zum Rekordspieler und Rekordtorschützen Argentiniens wurde.
Rückblick auf eine beispiellose Karriere
Messi war als Kind wegen Wachstumsstörungen aus Argentinien nach Spanien gegangen und beim FC Barcelona zum Weltstar geworden. Mit der Nationalmannschaft gewann er 2021 die Copa América, 2022 die Weltmeisterschaft und 2024 erneut die Copa América.
Dem WM-Triumph waren mehrere Enttäuschungen vorausgegangen. Messi verlor unter anderem das WM-Finale 2014 gegen Deutschland und trat nach einer weiteren Finalniederlage bei der Copa América 2016 zeitweise aus der Nationalmannschaft zurück.
Scaloni vor der Post-Messi-Ära
Trainer Lionel Scaloni würdigte Messi als einzigartigen Fußballer. Sein eigener Vertrag läuft am Jahresende aus, die weitere Zusammenarbeit ist offen.
Messi rief die nächste Generation dazu auf, zusammenzuhalten. In schwierigen Zeiten zeige sich, was eine Mannschaft wirklich sei. Seine Frau und die drei Söhne verfolgten die Zeremonie ebenfalls sichtlich bewegt.
Das Ende einer langen Nationalmannschaftsreise
Messis Abschied beendet eine Ära, die von außergewöhnlicher individueller Konstanz und einem späten Durchbruch mit Argentinien geprägt war. Nach seinem Debüt 2005 musste der Offensivspieler lange auf einen großen Titel mit der Nationalmannschaft warten. Der Copa-America-Sieg 2021 nahm den Druck, der WM-Triumph 2022 in Katar machte ihn endgültig zum prägenden Gesicht der argentinischen Fußballgeschichte.
Seine Bilanz von 208 Länderspielen und 126 Toren ordnet den Vorgang sportlich ein: Messi geht als Rekordspieler und Rekordschütze. Zugleich bleibt seine Laufbahn eng mit der Entwicklung der argentinischen Auswahl verbunden. Der Erfolg beruhte nicht nur auf individuellen Leistungen, sondern auch auf einer Mannschaft, die unter Lionel Scaloni taktische Stabilität und Geschlossenheit entwickelte.
Was auf Argentinien zukommt
Mit Messis Rücktritt verliert Argentinien seinen Kapitän, wichtigsten Taktgeber und eine zentrale Identifikationsfigur. Spieler wie Julián Álvarez und Nico Paz stehen für die nächste Generation, müssen die Rolle des Superstars aber nicht allein ersetzen. Wahrscheinlicher ist eine breitere Verantwortung innerhalb der Mannschaft.
Für Fans weltweit endet damit Messis internationale Karriere, während er auf Vereinsebene bei Inter Miami weiterspielt. Für Argentinien beginnt dagegen die sportliche und emotionale Post-Messi-Ära: Die Mannschaft muss ihre erfolgreiche Struktur bewahren und zugleich neue Führung entwickeln.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
ntv: „"Letzter Tango" - Argentinien legt sich Lionel Messi emotional zu Füßen“ (07.10.2026)
Der Bericht beschreibe den 3:0-Sieg gegen Benin als Rahmen für einen emotionalen Abschiedsabend und hebe Messis Tor sowie seine zwei Vorlagen hervor. Anders als die dpa-Meldung konzentriere sich der Artikel stärker auf die historische Einordnung seiner Nationalmannschaftskarriere und nenne zusätzlich die beiden verlorenen WM-Endspiele.
Gemeinsam sei beiden Berichten, dass Messi als Rekordspieler und Rekordtorschütze Argentiniens sowie als Weltmeister von 2022 verabschiedet werde. Offen bleibe vor allem, wie Argentinien seine erfolgreiche Mannschaft ohne den Kapitän weiterentwickeln werde.
