DFB-Team: Klopp muss nach 1:1 gegen Niederlande Offensivkader umbauen
Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 12:22 Uhr | dpa, AD HOC NEWSJürgen Klopp muss nach dem 1:1 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen die Niederlande seinen Kader für die nächste Nations-League-Partie gegen Griechenland verändern.
Musiala und Havertz fallen aus
Jamal Musiala zog sich beim Aufwärmen einen Muskelfaserriss zu, Kai Havertz erlitt nach rund einer halben Stunde eine Muskelzerrung. Beide verließen das DFB-Team noch in den Niederlanden und kehrten zu ihren Vereinen FC Bayern München und FC Arsenal zurück.
Für die beiden Offensivspieler kommen Florian Wirtz und Jonathan Burkardt früher als ursprünglich geplant zur Nationalmannschaft. Beide sollten eigentlich erst in der folgenden Länderspielphase gegen Serbien und Griechenland eingesetzt werden.
Wenig Zeit vor dem nächsten Spiel
Die Partie gegen Griechenland findet am Sonntag in Augsburg statt. Anstoß ist um 20.45 Uhr, die ARD überträgt. Griechenland führt die Gruppe 2 der Nations League nach einem 2:1 in Serbien an.
Klopp bleibt damit kaum Vorbereitungszeit. Nach Rückflug und Regeneration steht vor dem Griechenland-Spiel nur eine Trainingseinheit zur Verfügung. Der Bundestrainer sagte, die Mannschaft habe gegen die Niederlande viele Erkenntnisse geliefert, beim Gegenpressing seien jedoch erst Ansätze zu erkennen gewesen.
Klopp lobt die Debütanten
Das 1:1 in Amsterdam wertete Klopp trotz des späten Ausgleichs als aufschlussreichen Start. Felix Nmecha hatte Deutschland in Führung gebracht, Cody Gakpo erzielte in der Nachspielzeit den Ausgleich. Die französische Sportzeitung «L'Équipe» bezeichnete die Partie als «Boxkampf».
Besonders zufrieden zeigte sich Klopp mit den Debütanten. Philipp Treu überzeugte als rechter Außenverteidiger über die gesamte Spielzeit. Auch Yannick Engelhardt und Younes Ebnoutalib erhielten ein positives Urteil des Bundestrainers.
„Wir sollten nicht 500 Spiele unentschieden spielen“
Kapitän Joshua Kimmich sprach nach dem späten Gegentor von einer gefühlten Niederlage, hob aber die Einsatzbereitschaft der Mannschaft hervor. Klopp betonte, ein Remis könne zum Auftakt wertvoll sein, auf Dauer müsse die deutsche Mannschaft jedoch wieder Spiele gewinnen.
Ein Neustart unter Zeitdruck
Das 1:1 in Amsterdam markiert für Jürgen Klopp den Beginn eines neuen Abschnitts der deutschen Nationalmannschaft. Der Auftritt gegen die Niederlande zeigte bereits zentrale Elemente seines Ansatzes: frühes Gegenpressing, hohe Intensität und schnelle Angriffe nach Ballgewinnen. Zugleich blieb die Mannschaft in Phasen anfällig und konnte die Führung nicht bis zum Schlusspfiff verteidigen.
Die personellen Ausfälle verschärfen die Herausforderung. Jamal Musiala und Kai Havertz gehören zu den wichtigsten offensiven Optionen, ihre Verletzungen verändern Klopps Planung unmittelbar. Mit Florian Wirtz und Jonathan Burkardt rücken deshalb Spieler früher in den Kader, die ursprünglich erst für die späteren Partien vorgesehen waren.
Griechenland als nächster Prüfstein
Das Spiel gegen Griechenland erhält dadurch zusätzliche Bedeutung. Der Gegner startete mit einem 2:1 in Serbien erfolgreich und führt die Gruppe 2 der Nations League an. Deutschland muss somit nicht nur die Belastung aus dem intensiven Auftakt verarbeiten, sondern auch kurzfristig neue Abläufe in der Offensive entwickeln.
Für die Zuschauer in Augsburg wird vor allem sichtbar werden, wie flexibel Klopp auf die Ausfälle reagiert. Philipp Treu, Younes Ebnoutalib und Yannick Engelhardt haben beim Debüt bereits gezeigt, dass der neue Bundestrainer auch auf weniger etablierte Kräfte setzt. Das Ergebnis bleibt wichtig, doch die kurze Vorbereitungszeit macht die Stabilisierung von Laufwegen, Pressing und Rollenverteilung zum ebenso konkreten Maßstab.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
BR24: „1:1 gegen Oranje: Van-Bommel-Sohn vermasselt Klopps Auftaktsieg“ (24.09.2026)
Der Bericht bestätige das 1:1 zum Debüt von Jürgen Klopp und rücke den späten Ausgleich durch Cody Gakpo in den Mittelpunkt. Anders als die dpa-Meldung, die vor allem Klopps personelle Konsequenzen und die nächste Partie beleuchte, beschreibe der Artikel ausführlich den Spielverlauf und die Chancenverteilung.
FOCUS online: „Debüt von Jürgen Klopp: DFB-Team verspielt kurz vor Schluss Sieg gegen Niederlande“ (24.09.2026)
FOCUS online habe das Debüt als mitreißend, aber nicht durchgehend überzeugend eingeordnet und den verpassten Sieg in letzter Minute hervorgehoben. Damit bestätige der Beitrag den sportlichen Ausgang und setze einen stärkeren Akzent auf die wechselhafte Leistung als die dpa-Meldung, die Klopps positive Bewertung der gewonnenen Erkenntnisse betone.
Beide Berichte stimmten beim Ergebnis und beim späten niederländischen Ausgleich überein. Unterschiede ergäben sich vor allem beim Schwerpunkt: Im Vordergrund stünden einmal der detaillierte Spielverlauf und einmal die unmittelbare Bewertung des Debüts, während die Folgen für den Kader gegen Griechenland weniger Raum einnähmen.
