Jesús de Miguel, CD Teneriffa

Jesús de Miguel: Teneriffa plant Gedenkfeier im Stadion

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 11:27 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der spanische Zweitligist will am Samstag im Heliodoro-Rodríguez-López-Stadion gemeinsam mit seinen Anhängern Abschied nehmen. Parallel laufen Ermittlungen zum tödlichen Zusammenprall mit dem Torwart des FC Andorra.

De Miguels Abschied auf Teneriffa

  • CD Teneriffa lädt am Samstag ab 18.00 Uhr zu einer Messe im Heliodoro-Rodríguez-López-Stadion ein.
  • Die erste Mannschaft nimmt zuvor mit Trainerstab und Vereinsführung an der Beisetzung in Navahermosa teil.
  • Der Stürmer hinterlässt seine Partnerin María und die im Juni 2025 geborene Tochter Carla.
  • Jesús de Miguel hinterlässt eine Partnerin und eine kleine Tochter. - Bild: Uncredited/AP/dpa
  • Die Spieler auf dem Platz reagieren geschockt. - Bild: -/Fc Andorra via EUROPA PRESS/dpa
Jesús de Miguel hinterlässt eine Partnerin und eine kleine Tochter. - Bild: Uncredited/AP/dpa Die Spieler auf dem Platz reagieren geschockt.  - Bild: -/Fc Andorra via EUROPA PRESS/dpa

Teneriffa verabschiedet Jesús de Miguel im Stadion

CD Teneriffa nimmt an diesem Samstag mit einer Gedenkfeier im Heliodoro-Rodríguez-López-Stadion Abschied von seinem gestorbenen Stürmer Jesús de Miguel. Die Messe mit Bischof Eloy Santiago beginnt um 18.00 Uhr und ist für alle Anhänger des Vereins zugänglich.

Beisetzung in Navahermosa

Vor der Feier nimmt die erste Mannschaft gemeinsam mit dem Trainerstab und der Vereinsführung an der Beisetzung in Navahermosa in der Provinz Toledo teil. Wann genau die Beerdigung stattfindet, teilte der Verein auf dpa-Nachfrage zunächst nicht mit.

Nach Angaben von Mehrheitsaktionär Rayco García sollte der Leichnam auf Wunsch der Familie spätestens am Donnerstag aus Teneriffa auf das spanische Festland überführt werden. Navahermosa ist die Heimatgemeinde der Familie und liegt knapp 130 Kilometer von Madrid entfernt.

Dreitägige Trauer in der Heimatgemeinde

Die Bürgermeisterin von Navahermosa rief nach dem Tod des Fußballers eine dreitägige Trauerzeit aus und ließ die Fahnen auf Halbmast setzen. Die Familie bat zugleich darum, ihre Privatsphäre in dieser schweren Zeit uneingeschränkt zu respektieren.

De Miguel hinterlässt seine Partnerin María und die gemeinsame Tochter Carla, die im Juni 2025 geboren wurde.

Ermittlungen nach Zusammenprall

Der 30-Jährige hatte am Sonntag in der Nachspielzeit des Heimspiels gegen den FC Andorra nach einer Attacke von Torwart Jesús Owono schwere Verletzungen und einen Herzstillstand erlitten. Am Montagmorgen starb er im Krankenhaus.

Die Mordkommission der spanischen Nationalpolizei nahm gegen Owono Ermittlungen wegen möglichen fahrlässigen Totschlags auf. Teneriffa ordnete eine sechstägige Trauerzeit an und setzte sämtliche Aktivitäten des Vereins, der Frauenmannschaft und des Nachwuchsbereichs aus.

Spiele werden verschoben

Mehrere für Dienstag, Mittwoch und Donnerstag geplante Pokalpartien im Männer- und Frauenfußball wurden bereits verschoben. Auch die für Samstag angesetzte Partie von Teneriffa gegen Granada soll zu einem späteren Termin stattfinden.

Der FC Andorra beantragte zudem die Verschiebung seines für Sonntag geplanten Spiels gegen RCD Mallorca.

Aufstieg mit elf Toren

Der in Madrid geborene de Miguel hatte sich über mehrere unterklassige spanische Vereine in den Profifußball gearbeitet. Er spielte unter anderem für Unionistas de Salamanca und CD Castellón, bevor er im Sommer 2025 nach Teneriffa wechselte.

Mit elf Toren trug der Stürmer maßgeblich zum Aufstieg in die zweite Liga bei. Zu Beginn seiner Zeit beim Verein stellte er mit sechs Treffern in den ersten fünf Pflichtspielen einen Klubrekord auf.

Der Tod von Jesús de Miguel trifft CD Teneriffa in einer sportlich wichtigen Phase. Der Stürmer war erst im Sommer 2025 zum Klub gewechselt und hatte mit elf Toren entscheidenden Anteil am Aufstieg in die zweite Liga. Sein früher Tod verbindet damit persönliche Trauer mit einem tiefen Einschnitt für eine Mannschaft, deren sportlicher Weg eng mit seiner Entwicklung verknüpft war.

Ermittlungen und Folgen für den Spielbetrieb

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht der Zusammenprall mit Torwart Jesús Owono in der Nachspielzeit der Partie gegen den FC Andorra. Die spanische Mordkommission prüft den Vorgang wegen eines möglichen fahrlässigen Totschlags. Bis zu einer rechtlichen Bewertung gilt es, die Untersuchung von der sportlichen und emotionalen Reaktion der Vereine zu trennen.

Die sechstägige Trauerzeit auf Teneriffa und die Verschiebung mehrerer Pokalspiele zeigen die Tragweite des Ereignisses für den spanischen Fußball. Auch das für Samstag angesetzte Spiel von Teneriffa gegen Granada soll zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden; Andorra beantragte eine Verlegung seiner Partie gegen Mallorca.

Gedenkfeier im Stadion

Die öffentliche Gedenkfeier im Heliodoro-Rodríguez-López-Stadion gibt den Anhängern die Möglichkeit, gemeinsam Abschied zu nehmen. Zugleich bittet die Familie um Privatsphäre. Für den Verein stehen damit zwei Formen der Trauer nebeneinander: die öffentliche Erinnerung an einen Publikumsliebling und der geschützte Abschied der Angehörigen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Focus: „Fußballer stirbt in Spanien - Polizei ermittelt wegen fahrlässiger ...“ (04.11.2026)

Der Beitrag bestätigt den Tod des Stürmers nach dem Zusammenprall und hebt die polizeilichen Ermittlungen gegen den Torwart hervor. Im Mittelpunkt steht dort stärker der Unfallhergang als die geplante Gedenkfeier.

n-tv: „Polizei ermittelt nach Drama: Schockierte „Sportwelt weint um ...“ (03.11.2026)

Der Bericht stellt die Ermittlungen der Mordkommission und die Reaktionen aus dem Fußball heraus. Wie die dpa-Meldung lässt er die rechtliche Bewertung des Zusammenpralls offen, während die Feierlichkeiten im Stadion dort nicht im Zentrum stehen.

Beide Beiträge ordnen den Tod und die Ermittlungen als zentrale Folgen des Zusammenpralls ein. Die dpa-Meldung richtet den Blick zusätzlich auf die Beisetzung in Navahermosa und die öffentliche Gedenkfeier auf Teneriffa.

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