Jesús de Miguel, CD Teneriffa

Jesús de Miguel stirbt nach Foul im Spiel gegen FC Andorra

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 09:59 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der Stürmer von CD Teneriffa erlag nach dem Zusammenprall mit Andorras Torwart seinen Verletzungen. Die Partie wurde beim Stand von 2:2 abgebrochen; der Fußball trauert um den 30-Jährigen.

De Miguel starb am Spieltag

  • Jesús de Miguel starb am Dienstag um 8.00 Uhr im Alter von 30 Jahren.
  • Der Zwischenfall ereignete sich in der Nachspielzeit zwischen CD Teneriffa und dem FC Andorra.
  • Die Partie wurde beim Stand von 2:2 abgebrochen, nachdem der Andorra-Torwart Rot gesehen hatte.
Spaniens Fußball ist geschockt. (Archivbild) - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa

Jesús de Miguel stirbt nach Zusammenprall

Der spanische Fußballprofi Jesús de Miguel von CD Teneriffa ist nach einem harten Foul und einem Herzstillstand gestorben. Der 30 Jahre alte Stürmer starb am Dienstag um 8.00 Uhr, wie sein Verein mitteilte.

Rettungskräfte mussten ihn wiederbeleben

De Miguel war in der Nachspielzeit der Partie gegen den FC Andorra kurz hinter der Mittellinie mit Torwart Jesús Owono zusammengestoßen. Der Keeper war in hohem Tempo herausgesprintet, sah für die überharte Aktion sofort die Rote Karte.

Der Teneriffa-Stürmer erlitt offensichtlich Verletzungen am Kopf und krümmte sich zunächst vor Schmerzen. Auf dem Weg ins Krankenhaus mussten Rettungskräfte ihn nach Angaben aus einer ersten Mitteilung wiederbeleben; anschließend atmete er selbstständig, war aber bewusstlos.

Partie beim Stand von 2:2 abgebrochen

Die Spieler beider Mannschaften wirkten beim Anblick des verletzten Profis erschüttert. Der Schiedsrichter brach die Partie beim Stand von 2:2 ab.

Zustand verschlechterte sich

CD Teneriffa hatte zunächst mitgeteilt, der Zustand des Spielers sei ernst, aber stabil. Am Morgen erklärte der Club, der medizinische Zustand habe sich neurologisch verschlechtert.

Gut vier Stunden später teilte der Verein den Tod des Angreifers mit. Der Club erklärte, er stehe an der Seite der trauernden Familie, der Angehörigen und ganz Teneriffas. Der FC Andorra sprach der Familie, den Weggefährten, Freunden und CD Teneriffa sein Beileid aus.

Der Tod von Jesús de Miguel zeigt die besonderen Risiken, die bei Hochgeschwindigkeitsaktionen im Fußball entstehen können. Kopfverletzungen nach Zusammenstößen gehören zu den medizinisch anspruchsvollsten Notfällen im Sport, weil sich der Zustand auch nach einer zunächst stabilen Phase rasch verschlechtern kann.

Im Mittelpunkt steht deshalb neben der sportrechtlichen Bewertung der Roten Karte vor allem die medizinische Versorgungskette: schnelle Ersthilfe auf dem Spielfeld, Wiederbelebungsmaßnahmen, der zügige Transport in eine Klinik und die anschließende neurologische Überwachung. Der Fall macht zugleich deutlich, dass eine Partie bei einem schweren medizinischen Notfall nicht nur aus sportlichen Gründen unterbrochen wird.

Folgen für Vereine und Spieler

Für CD Teneriffa, den FC Andorra und das Umfeld des spanischen Fußballs beginnt nun eine Phase der Trauer und Betreuung. Mannschaften müssen den Umgang mit einem Todesfall im laufenden Spielbetrieb organisieren, während Angehörige und Verein um Privatsphäre bitten. Für die weitere Bewertung des Vorfalls sind der medizinische Befund und die sportrechtliche Aufarbeitung getrennte Fragen.

Für Zuschauer und Spieler bleibt der konkrete Ablauf von Bedeutung: Der Zusammenprall ereignete sich in hohem Tempo und in der Nachspielzeit, als die Partie bereits 2:2 stand. Der Abbruch setzte ein klares Zeichen, dass der Schutz eines schwer verletzten Spielers Vorrang vor der Fortsetzung des Wettbewerbs hat.

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