Jesús de Miguel in Navahermosa beigesetzt
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 17:21 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAbschied in Navahermosa prägt den spanischen Fußball
- Die Trauerfeier für Jesús de Miguel fand in seinem Heimatort Navahermosa in der Provinz Toledo statt.
- Verbandschef Rafael Louzán und Nationaltrainer Luís de la Fuente nahmen an der Abschiednahme teil.
- Die AFE forderte zusätzlich zu den abgesagten Pokalpartien eine Absage der Profiliga-Spiele am Wochenende.
Jesús de Miguel in Navahermosa verabschiedet
Angehörige, Freunde und führende Vertreter des spanischen Fußballs haben in Navahermosa Abschied von Jesús de Miguel genommen. Die Trauerfeier für den 30 Jahre alten Spieler von CD Teneriffa fand in seinem Heimatort in der Provinz Toledo südwestlich von Madrid statt.
Todesfall nach Zusammenstoß im Zweitligaspiel
De Miguel war am Montagabend beim Zweitligaspiel seines Clubs gegen den FC Andorra mit dem gegnerischen Torwart zusammengestoßen und später im Krankenhaus gestorben. Der vorläufige Autopsiebericht nennt eine unfallbedingte Brustverletzung als Todesursache.
Prominente erweisen dem Spieler die letzte Ehre
Der spanische Verbandschef Rafael Louzán sprach der Familie sein Mitgefühl aus und bezeichnete den Tod als unersetzlichen Verlust. Zugleich erklärte er, die Tragödie müsse Ansporn sein, die Notfallversorgung in den Stadien weiter zu verbessern.
Auch Nationaltrainer Luís de la Fuente nahm an der Trauerfeier teil. Präsidenten großer Clubs, darunter Florentino Pérez von Real Madrid, erwiesen de Miguel die letzte Ehre; die Beisetzung sollte anschließend im engsten Familienkreis stattfinden.
AFE fordert Absage der Ligaspiele
Die Gewerkschaft der Fußballerinnen und Fußballer Spaniens forderte, zusätzlich zu den bereits abgesagten Pokalpartien auch alle Spiele der Profiligen am anstehenden Wochenende abzusagen. Nach Angaben der AFE seien die emotionalen und menschlichen Voraussetzungen für den Spielbetrieb nicht gegeben.
Die Gewerkschaft stellte Menschlichkeit, Respekt und Solidarität über den Wettbewerb. Damit verbindet sie die Trauer um de Miguel mit der Forderung nach einer gemeinsamen Unterbrechung des spanischen Profifußballs.
Der Tod von Jesús de Miguel hat den spanischen Fußball innerhalb weniger Tage über den sportlichen Wettbewerb hinaus erschüttert. Der 30-Jährige war bei einem Zweitligaspiel zwischen CD Teneriffa und dem FC Andorra mit dem gegnerischen Torwart zusammengestoßen und später im Krankenhaus gestorben. Die Trauerfeier in Navahermosa bündelt nun die Anteilnahme seiner Familie, seines Vereins und führender Vertreter des spanischen Fußballs.
Die Reaktionen richten den Blick zugleich auf die medizinische Versorgung im Profifußball. Verbandschef Rafael Louzán verband sein Beileid mit der Forderung, die Notfallversorgung in den Stadien weiter zu verbessern. Damit rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie schnell medizinische Teams nach schweren Zusammenstößen eingreifen können und welche Abläufe bei akuten Brustverletzungen greifen.
Folgen für den Spielbetrieb
Die spanische Spielergewerkschaft AFE fordert, nach den bereits abgesagten Pokalpartien auch die Spiele der Profiligen am anstehenden Wochenende auszusetzen. Ihre Begründung stellt die menschliche und emotionale Situation der Spielerinnen und Spieler über den regulären Wettbewerb. Eine solche Forderung würde den Spielplan mehrerer Ligen berühren und den spanischen Fußball in eine gemeinsame Trauerphase führen.
Für die Region Navahermosa besitzt der Abschied zudem eine besondere Bedeutung, weil de Miguel dort beigesetzt wird. Die Teilnahme von Nationaltrainer Luís de la Fuente, Real-Madrid-Präsident Florentino Pérez und weiteren prominenten Gästen zeigt die Reichweite des Verlusts über CD Teneriffa hinaus.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Stern: „Vereint in der Trauer: Große Gedenkfeier für gestorbenen Fußballer Jesús de Miguel“ (04.11.2026)
Der Beitrag habe die geplante Teilnahme von CD Teneriffa, Trainerstab und Vereinsführung an der Beisetzung in Navahermosa beschrieben und die für Samstag angekündigte Gedenkmesse im Stadion hervorgehoben. Anders als die aktuelle dpa-Meldung habe er den Schwerpunkt auf die Vorbereitungen gelegt; zudem habe er die Ermittlungen der Behörden und mögliche weitere Spielabsagen thematisiert.
Deutschlandfunk: „Spanien - Gedenkfeier für gestorbenen Fußballer Jesús de Miguel“ (04.11.2026)
Der Deutschlandfunk habe die geplante Gedenkfeier im Stadion und die Einladung an die Anhänger des Vereins gemeldet. Als zusätzlichen sportlichen Kontext habe der Beitrag de Miguels elf Tore beim Aufstieg von CD Teneriffa in die zweite Liga genannt.
Beide Beiträge hätten die Anteilnahme und die Bedeutung de Miguels für CD Teneriffa betont. Der aktuelle Schwerpunkt liege nun auf der Trauerfeier in seiner Heimatgemeinde und der Forderung der Spielergewerkschaft nach einer umfassenderen Unterbrechung des Spielbetriebs.
