Griechenland gegen Deutschland: Klopp spielt um Gruppensieg und EM-Weg
Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 07:14 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft spielt heute (20.45 Uhr/RTL) im Toumba-Stadion von Thessaloniki gegen Griechenland um wichtige Punkte in der Nations League und um die Ausgangslage für die kommenden Länderspiele.
Gruppensieg in Gefahr
Nach drei Spieltagen liegt die DFB-Elf mit vier Punkten auf Rang drei. Griechenland führt die Gruppe mit sieben Zählern an, die Niederlande folgen mit fünf Punkten, Serbien ist noch ohne Punkt.
Nach dem 0:1 im Hinspiel in Augsburg wäre eine weitere Niederlage für Bundestrainer Jürgen Klopp besonders folgenreich. Der erste Platz wäre dann definitiv nicht mehr erreichbar, zugleich geriete die angestrebte Viertelfinal-Teilnahme in Gefahr.
November entscheidet mit
Im November stehen für Deutschland noch die Auswärtspartie in Serbien und das Heimspiel gegen die Niederlande an. Bei Punktgleichheit entscheidet der direkte Vergleich, weshalb ein Sieg gegen Griechenland das Rennen um die vorderen Plätze deutlich erleichtern würde.
Vorteil bei Gruppensieg
Als Gruppenerster würde Deutschland im Viertelfinale Ende März gegen einen Gruppenzweiten antreten und das Rückspiel zu Hause bestreiten. Mögliche Gegner wären nach aktuellem Stand England, Belgien oder Dänemark.
Der Einzug in das Final Four vom 9. bis 13. Juni hätte auch Folgen für die EM-Qualifikation. Deutschland würde dann sicher in einer Vierergruppe spielen; bei einem Ausscheiden wäre auch eine Fünfergruppe möglich, deren Qualifikation bereits im Juni beginnen könnte.
Gruppenzweiter oder Dritter
Als Gruppenzweiter bliebe Deutschland im Viertelfinale, müsste das Rückspiel jedoch auswärts bestreiten. Als mögliche Gegner gelten derzeit Spanien, Frankreich oder Portugal. Für die EM-Qualifikation gelten in diesem Fall dieselben Grundvarianten wie beim Gruppensieg.
Bei Rang drei entscheidet die Platzierung unter den vier Gruppendritten. Die beiden besseren Teams bleiben in der A-Liga und starten im März in die EM-Qualifikation. Die beiden schlechteren müssten in Abstiegsplayoffs gegen einen Tabellenzweiten aus der B-Liga antreten.
Letzter Platz mit Folgen
Ein letzter Gruppenplatz würde Deutschland bei der Auslosung der EM-Qualifikationsgruppen am 6. Dezember in Belfast aus dem Kreis der zwölf besten Teams nehmen. Dadurch könnte ein Topgegner wie Spanien, Frankreich oder England zugelost werden.
Der Abstieg in die B-Liga wäre angesichts von vier bereits gesammelten Punkten nur in einem der möglichen Szenarien denkbar. In jedem Fall würde Deutschland bei einem schlechten Gruppenabschluss mit einer ungünstigeren Ausgangslage in die EM-Qualifikation starten.
Mehr als ein Rückspiel
Die Partie in Thessaloniki ist sportlich ein Schlüsselspiel der Gruppenphase. Deutschland liegt nach drei Begegnungen auf Rang drei, während Griechenland sieben Punkte gesammelt hat. Eine Niederlage würde den Abstand zum Spitzenreiter auf sechs Zähler vergrößern und den Gruppensieg rechnerisch ausschließen.
Der Wettbewerb reicht zugleich über die aktuelle Länderspielpause hinaus. Die beiden November-Spiele gegen Serbien und die Niederlande entscheiden über die Ausgangslage im Viertelfinale. Bei Punktgleichheit zählt der direkte Vergleich – deshalb besitzt das Ergebnis gegen Griechenland auch unabhängig von der späteren Tabelle besonderes Gewicht.
Auswirkungen auf die EM-Qualifikation
Die Platzierung in der Nations League beeinflusst den Weg zur Europameisterschaft 2028. Ein Gruppensieg bringt im Viertelfinal-Rückspiel Heimrecht und kann zu einer kleineren EM-Qualifikationsgruppe führen. Als Gruppenzweiter bleibt Deutschland ebenfalls im Viertelfinale, müsste aber auswärts antreten.
Der dritte Platz hält die Mannschaft zwar in der A-Liga, kann aber zusätzliche Abstiegsplayoffs und einen späteren Qualifikationsstart auslösen. Ein letzter Gruppenplatz würde außerdem die Ausgangsposition bei der Auslosung verschlechtern. Für Klopp geht es daher nicht nur um Wiedergutmachung, sondern um Planungssicherheit für den gesamten nächsten Länderspielzyklus.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
ntv: „Was plant Jürgen Klopp für die Revanche gegen Griechenland? Der Sport-Tag am Samstag, den 3. Oktober 2026“ (03.10.2026)
Der Bericht hebt hervor, Klopp stehe vor der Entscheidung zwischen weiterer Rotation und einer möglichst eingespielten Mannschaft. Zudem werde ein Wechsel im Tor erwartet; als mögliche Debütanten nennt der Beitrag Finn Dahmen und Noah Atubolu. Damit bestätigt der Artikel die sportliche Bedeutung des Rückspiels, setzt seinen Schwerpunkt aber stärker auf Aufstellung und Personalentscheidungen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
ZDF: „Erkenntnis oder Ergebnis? Klopp: ‚Gerne beides‘“ (03.10.2026)
Das ZDF widmet sich dem Interview mit Klopp vor dem zweiten Nations-League-Spiel gegen Griechenland. Der Beitrag stelle die Frage nach dem Verhältnis von sportlichem Ergebnis und Erkenntnissen für den Neuaufbau, während die dpa-Meldung vor allem die tabellarischen Folgen und die EM-Qualifikation erläutere.
Beide Beiträge ordneten die Partie als wichtigen Prüfstein für Klopps Arbeit ein; unterschiedlich akzentuierten sie die sportliche Ausgangslage und die personelle Auswahl. Offen bleibe vor dem Anpfiff insbesondere, wie stark Klopp rotieren werde.
