England, Kroatien

England gewinnt 7:0 in Kroatien: Kane und Saka treffen doppelt

Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 19:55 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

England gewinnt in der Nations League mit 7:0 in Kroatien und macht einen großen Schritt Richtung Viertelfinale. Harry Kane und Bukayo Saka treffen jeweils doppelt, Kroatien kassiert die höchste Niederlage seiner Verbandsgeschichte.

Auch Harry Kane trifft in Rijeka. - Bild: Bradley Collyer/PA Wire/dpa
Auch Harry Kane trifft in Rijeka. - Bild: Bradley Collyer/PA Wire/dpa

England hat Kroatien in der Nations League in Rijeka mit 7:0 (4:0) besiegt und damit einen großen Schritt Richtung Viertelfinale gemacht.

England dominiert von Beginn an

Die Mannschaft des deutschen Nationaltrainers Thomas Tuchel setzte sich von Beginn an durch und spielte sich phasenweise in einen Rausch. Mit dem Kantersieg festigte England den zweiten Tabellenplatz in Gruppe 3 hinter Weltmeister Spanien.

Harry Kane vom FC Bayern und Bukayo Saka trafen jeweils doppelt. Kane erzielte seine Tore in der 8. und 53. Minute, Saka war in der 45. und 68. Minute erfolgreich.

Bellingham, Gordon und Rogers treffen

Jude Bellingham erhöhte in der 21. Minute, Anthony Gordon traf in der 39. Minute. Morgan Rogers setzte in der 87. Minute den Schlusspunkt zum 7:0.

Für Kroatien war es die höchste Niederlage der Verbandsgeschichte. Nationaltrainer Slaven Bilic musste damit in seiner noch kurzen Amtszeit einen herben Rückschlag hinnehmen.

Ungewöhnliche Kulisse in Rijeka

Eigentlich hätte das Spiel wegen einer UEFA-Sanktion ohne Zuschauer stattfinden sollen. Grund waren rassistische Beleidigungen kroatischer Fans im Nations-League-Viertelfinale gegen Frankreich im März 2025.

Der kroatische Verband HNS lud jedoch mehrere tausend Kinder und Jugendliche kostenlos ein. Das UEFA-Regelwerk erlaubt diese Maßnahme ausdrücklich. Zudem waren rund 100 englische Fans im Stadion.

Wiedersehen nach 108 Tagen

Das Duell fand 108 Tage nach dem direkten Aufeinandertreffen bei der Weltmeisterschaft statt. England hatte das erste Gruppenspiel damals mit 4:2 gewonnen.

Die Sanktion und ihre Folgen

Die Partie in Rijeka steht im Zusammenhang mit einer UEFA-Strafe gegen Kroatien. Anlass waren rassistische und diskriminierende Vorfälle kroatischer Anhänger bei den Viertelfinalspielen gegen Frankreich im März 2025. Neben dem Zuschauerausschluss verhängte die UEFA Geldstrafen von insgesamt 93.000 Euro sowie ein Verkaufsverbot für kroatische Fans bei einem folgenden Auswärtsspiel.

Das ungewöhnliche Bild im Stadion erklärt sich durch eine Ausnahme im UEFA-Regelwerk: Kinder bis 14 Jahre aus Schulen und Fußballakademien durften in Begleitung Erwachsener kostenlos eingeladen werden. Dadurch waren mehrere tausend junge Zuschauer in der Arena, obwohl die Strafe eigentlich ein Spiel ohne Publikum vorsah. Für die sportliche Bewertung blieb die Atmosphäre dennoch deutlich von einem regulären Heimspiel verschieden.

Sportliche Bedeutung für England

Der 7:0-Erfolg verschafft England im Rennen um das Viertelfinale wichtigen Rückenwind und stärkt die Position hinter Spanien. Besonders auffällig ist die Breite der Torschützen: Kane und Saka trafen jeweils doppelt, dazu kamen Bellingham, Gordon und Rogers. Für Kroatien bedeutet die höchste Niederlage der Verbandsgeschichte einen tiefen Einschnitt in der laufenden Gruppenphase.

Für Leser in Deutschland ist die Partie auch wegen Thomas Tuchel relevant. Der deutsche Trainer prägt seit seinem Amtsantritt die englische Nationalmannschaft und steht mit dem klaren Sieg vor einem wichtigen Schritt in der Nations-League-Gruppe. Die weitere Tabellenentwicklung hängt nun davon ab, ob England den Vorsprung gegenüber den Verfolgern behaupten kann.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

WEB.DE: „Geisterspiel mit fast vollem Stadion: Kroatien nutzt kuriose UEFA-Regel“ (02.10.2026)

Der Bericht habe die bevorstehende Partie als ungewöhnliches „Geisterspiel“ eingeordnet und erläutert, dass der kroatische Verband mehrere tausend Kinder und Jugendliche habe einladen dürfen. Anders als die dpa-Meldung habe der Artikel den Schwerpunkt auf die UEFA-Ausnahmeregel, die erwartete Auslastung sowie die Vorgeschichte der Sanktion gelegt.

Nach Darstellung des Beitrags habe die UEFA neben dem Zuschauerausschluss weitere Strafen verhängt; zudem verweise der Bericht auf frühere Fälle, in denen vergleichbare Ausnahmen zu einer teilweise gefüllten Arena geführt hätten. Die dpa-Meldung bestätige die ungewöhnliche Kulisse und die Einladung junger Zuschauer, während der WEB.DE-Artikel vor allem die rechtlichen und organisatorischen Hintergründe beleuchte.

Der Bericht und die dpa-Meldung stimmten darin überein, dass die Partie trotz des angeordneten Zuschauerausschlusses vor mehreren tausend jungen Menschen stattgefunden habe; offen bleibe in beiden Darstellungen, welche langfristigen Konsequenzen die UEFA aus solchen Umsetzungen ziehen werde.

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