DFB-Team, Jürgen Klopp

DFB-Team spielt 0:0 in Griechenland: Klopp-Ära kommt nicht in Gang

Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 23:50 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die deutsche Nationalmannschaft kommt in Griechenland nicht über ein 0:0 hinaus. Trotz einer starken ersten Halbzeit und eines aberkannten Treffers bleibt die Mannschaft von Jürgen Klopp in der Nations League auf Rang drei.

Die deutsche Nationalmannschaft nach dem 0:0 in Griechenland.  - Bild: Christian Charisius/dpa
Die deutsche Nationalmannschaft nach dem 0:0 in Griechenland. - Bild: Christian Charisius/dpa

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in Thessaloniki gegen Griechenland 0:0 gespielt und damit den erhofften zweiten Sieg in Folge unter Bundestrainer Jürgen Klopp verpasst.

Deutschland mit Chancen, aber ohne Tor

Die DFB-Auswahl trat im Vergleich zum 2:0 gegen Serbien mit drei Veränderungen an und fand zunächst nur langsam in die Partie. Griechenland prüfte Torhüter Jonas Urbig bereits nach knapp einer Minute, anschließend übernahm Deutschland zunehmend die Kontrolle.

Derry Scherhant und David Raum scheiterten mit Schüssen am griechischen Torhüter. In der 32. Minute traf Jonathan Burkardt nach einer Hereingabe von Scherhant, doch der Videobeweis nahm das Tor wegen eines Handspiels von Tom Bischof bei der Ballannahme zurück.

Griechenland verteidigt das Remis

Zur Pause hatte Deutschland bei den Torschüssen mit 8:1 vorn gelegen. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie intensiv, Griechenland trat körperbetont auf und kam in der Schlussphase selbst zu Möglichkeiten.

Deutschland verpasste durch Philipp Treu und Florian Wirtz weitere Chancen. In der Nachspielzeit verteidigten sich die Gastgeber tief und brachten das 0:0 über die Zeit.

Fünf Punkte nach vier Spielen

Das DFB-Team steht nach dem vierten Spieltag der Nations League in Liga A, Gruppe 2 mit fünf Punkten weiter auf Platz drei. Die nächsten Länderspiele stehen am 13. und 16. November gegen Serbien und die Niederlande an.

Ein Punkt mit gemischter Bedeutung

Das 0:0 in Thessaloniki beendet die Länderspielphase mit einem weiteren Punkt für Deutschland. Nach vier Spieltagen der Nations League steht die DFB-Auswahl in Liga A, Gruppe 2 bei fünf Zählern und bleibt damit auf dem dritten Rang. Die nächsten Gruppenspiele gegen Serbien und die Niederlande folgen am 13. und 16. November.

Sportlich fällt die Bilanz des Abends zweigeteilt aus. Deutschland hatte in der ersten Halbzeit die größeren Spielanteile und mehr Abschlüsse, ein Treffer wurde nach Videobeweis wegen eines Handspiels zurückgenommen. Zugleich zeigte Griechenland früh und in der Schlussphase, dass die Partie keineswegs einseitig war: Torhüter Jonas Urbig musste bereits kurz nach dem Anpfiff entscheidend eingreifen.

Klopp sucht noch die Balance

Die internationale Bewertung trifft damit einen zentralen Punkt der frühen Amtszeit Jürgen Klopps: Die Mannschaft kann Spiele kontrollieren, entwickelt daraus aber noch nicht regelmäßig genügend Torgefahr. Wechsel in der Startelf und die Erprobung verschiedener Spieler gehören zum angekündigten Aufbauprozess, erschweren jedoch eine dauerhaft eingespielte Formation.

Für die weitere Nations-League-Saison bleibt die Ausgangslage offen. Deutschland hat den Anschluss an die Spitze nicht verloren, liegt aber weiter hinter den führenden Teams. Die November-Partien werden deshalb sportlich richtungsweisend: Sie entscheiden mit darüber, ob die DFB-Auswahl den Kampf um die vorderen Plätze fortsetzt oder stärker unter Druck gerät.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

BR24: „Hitziger Fight in Griechenland: Energische DFB-Elf verpasst Sieg“ (04.10.2026)

Der Bericht bestätige das torlose Remis und hebe den umkämpften Charakter der Partie hervor. Anders als die internationalen Pressestimmen richte er den Schwerpunkt stärker auf die deutschen Chancen, den aberkannten Treffer und die frühe Parade von Jonas Urbig; zugleich bleibe die fehlende Durchschlagskraft als entscheidendes Problem bestehen.

ntv: „Der Sport-Tag: Sensationsparade bewahrt DFB-Team vor Blitz-Schock“ (04.10.2026)

Der Beitrag stelle die frühe Rettungstat von Jonas Urbig in den Mittelpunkt und setze damit einen anderen Akzent als die kritischen Schlagzeilen aus dem Ausland. Er bestätige, dass Griechenland unmittelbar nach dem Anpfiff gefährlich geworden sei, während die Frage nach der offensiven Stabilität der Klopp-Mannschaft offen bleibe.

Medienübergreifend bestehe Einigkeit über das 0:0 und den intensiven Spielverlauf. Unterschiede gebe es vor allem bei der Bewertung: Während die ausländischen Stimmen die stockende Entwicklung betonten, hoben die deutschen Berichte die deutschen Spielanteile, die Chancen und Urbig hervor.

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