DFB-Nationalmannschaft: Jürgen Klopp stellt ersten Nations-League-Kader vor
Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 06:18 Uhr | dpa, AD HOC NEWSJürgen Klopp gibt heute seinen ersten Kader als Bundestrainer für die Nations League bekannt und stellt damit die Weichen für den Neuanfang der Fußball-Nationalmannschaft nach dem WM-Debakel.
Klopp präsentiert Kader in Frankfurt
Um 10.00 Uhr will der neue Bundestrainer in der DFB-Zentrale in Frankfurt sein Aufgebot für die ersten vier Länderspiele der Nations League vorstellen. Beobachter rechnen mit mehreren Überraschungen im Kader, der die DFB-Elf in den kommenden Wochen in die Partien gegen die Niederlande, Griechenland, Serbien und erneut Griechenland führen soll.
Rolle von Kapitän Joshua Kimmich
Besonders genau wird verfolgt, wie Klopp mit Kapitän Joshua Kimmich plant. Klar ist, dass der 114-fache Nationalspieler die Mannschaft weiter mit der Spielführerbinde anführen soll. Offen bleibt, ob der Bayern-Profi im zentralen Mittelfeld oder weiterhin als rechter Außenverteidiger eingesetzt wird – eine Entscheidung mit großer Bedeutung für Statik und Hierarchie des Teams.
Neue Gesichter im DFB-Aufgebot
Für frischen Wind im Kader sollen mehrere Neulinge sorgen. Felix Keidel, Finn Jeltsch, Younes Ebnoutalib und Torwart Jonas Urbig haben bislang noch kein Länderspiel bestritten und gehören nun teilweise überraschend zum Aufgebot. Von ihnen erwartet sich der Bundestrainer neue Impulse und zusätzliche Konkurrenz in der Mannschaft.
Verzicht auf WM-Fahrer
Der personelle Umbruch geht mit schmerzhaften Entscheidungen einher. So zählen unter anderem Deniz Undav und Leroy Sané wohl nicht zum ersten Klopp-Kader. Gerade beim VfB-Stürmer wirft der Verzicht Fragen auf, hatte Klopp ihn doch vor dem WM-Auftakt gegen Curacao noch für die Startelf gefordert. Der Neuanfang bedeutet für einige WM-Teilnehmer damit vorerst das Ende oder eine Pause ihrer Länderspielkarriere.
Torwartfrage und ter-Stegen-Comeback
Große Aufmerksamkeit gilt auch der Torwartposition. Marc-André ter Stegen, lange im Schatten von Manuel Neuer und zuletzt häufig verletzt, könnte nun als Nummer eins in die Nations League gehen. Beim Club Ajax Amsterdam hat der 34-Jährige wieder den nötigen Rückhalt, ein automatisches EM-Ticket ist damit aber nicht verbunden. Hinter ihm drängen Talente wie Jonas Urbig und weitere Torhüter auf ihre Chance.
Ansprüche und Erfolgserwartung
Auch unter Klopp steht die Nationalmannschaft unter Erfolgsdruck, besonders zum Auftakt im Prestigeduell in den Niederlanden. Der Bundestrainer mahnt dennoch zur Geduld. Er betont, man müsse Erwartungen formulieren, die erfüllbar seien und zugleich Raum für positive Überraschungen ließen. Für die Fans bedeutet das: Die Nations League ist zugleich Prüfstein und Experimentierfeld für den neuen Kurs des DFB-Teams.
Neustart nach WM-Enttäuschung
Die erste Kadernominierung von Jürgen Klopp markiert einen klaren Neustart der Fußball-Nationalmannschaft nach dem schwachen Abschneiden bei der Weltmeisterschaft drei Monate zuvor. Mit der Nations League als erstem Wettbewerb unter seiner Verantwortung erhält der Bundestrainer einen vergleichsweise geschützten Rahmen, um Strukturen zu verändern, ohne sofort dem Druck eines Turniers ausgesetzt zu sein. Die Mischung aus etablierten Kräften und Neulingen deutet auf einen Umbau im laufenden Betrieb hin.
Umbau der Führungsachse und Generationswechsel
Besonders aufmerksam verfolgt werden dürfte Klopps Umgang mit Kapitän Joshua Kimmich. Die Frage nach dessen Rolle im Zentrum oder auf der rechten Abwehrseite entscheidet mit über Statik und Hierarchie der Mannschaft. Gleichzeitig setzt die Berufung bislang Länderspiel-unerfahrener Profis wie Felix Keidel, Finn Jeltsch, Younes Ebnoutalib und Jonas Urbig ein Signal des Generationswechsels. Der Verzicht auf WM-Fahrer wie Deniz Undav und Leroy Sané unterstreicht, dass frühere Turnierteilnahmen nicht mehr automatisch ein Ticket für den Neuanfang bedeuten.
Torhüterfrage und Erwartungsmanagement
Das mögliche Comeback von Marc-André ter Stegen als Nummer eins steht sinnbildlich für die Neujustierung langjähriger Rollen. Nach Jahren im Schatten von Manuel Neuer und einer verletzungsgeprägten Phase könnte er nun zum zentralen Fixpunkt des neuen Teams werden. Zugleich versucht Klopp, die Erwartungshaltung der Öffentlichkeit zu steuern: Mit seinen Hinweisen auf erfüllbare Ziele und mögliche Übererfüllung macht er deutlich, dass der Prozess hin zu einer stabilen Spitzenmannschaft Zeit brauchen wird. Für die Fans bedeutet dies, erste Nations-League-Spiele nicht nur als Resultatprüfung zu sehen, sondern als Testfeld für Klopps Ideen und personelle Entscheidungen.
