Jürgen Klopp, Niclas Füllkrug

DFB-Kader: Klopp will Füllkrug mit 33 Jahren nominieren

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 18:21 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Jürgen Klopp muss vor den abschließenden Nations-League-Gruppenspielen seinen ersten XXL-Kader deutlich verkleinern. Niclas Füllkrug steht dabei vor einem möglichen Comeback, während Deutschland sportlich unter Druck steht.

Klopp wählt zwischen Erfahrung und Neuaufbau

  • Klopp reduziert das 44 Spieler umfassende Aufgebot für die November-Partien.
  • Deutschland spielt am 13. November in Serbien und am 16. November gegen die Niederlande.
  • Der DFB muss mindestens Rang zwei erreichen, um das Viertelfinale zu sichern.
  • Bundestrainer Klopp trifft wieder eine Personalauswahl. Die Aufgabe ist groß. (Archivbild) - Bild: Christian Charisius/dpa
  • Klopp wird diesmal deutlich weniger Spieler in die DFB-Elf berufen. (Archivbild) - Bild: Christian Charisius/dpa
  • Niclas Füllkrug polarisiert erneut. Feiert der Stürmer ein DFB-Comeback? (Archivbild) - Bild: Carmen Jaspersen/dpa
Bundestrainer Klopp trifft wieder eine Personalauswahl. Die Aufgabe ist groß. (Archivbild) - Bild: Christian Charisius/dpa Klopp wird diesmal deutlich weniger Spieler in die DFB-Elf berufen. (Archivbild)  - Bild: Christian Charisius/dpa Niclas Füllkrug polarisiert erneut. Feiert der Stürmer ein DFB-Comeback? (Archivbild)  - Bild: Carmen Jaspersen/dpa

DFB-Kader vor Nations-League-Endspurt

Jürgen Klopp muss sein 44 Spieler umfassendes Aufgebot für die abschließenden Nations-League-Partien deutlich verkleinern. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob der 33 Jahre alte Niclas Füllkrug in den Kader für die Spiele in Serbien und gegen die Niederlande zurückkehrt.

XXL-Aufgebot wird verkleinert

Klopp hatte bei seinem DFB-Einstand 44 Spieler für zwei Kader und vier Länderspiele nominiert. Für die Partien am 13. November in Serbien und am 16. November gegen die Niederlande gilt ein kleinerer Kader als wahrscheinlich; pro Spiel umfasst der UEFA-Rahmen 23 Akteure, mehr als 26 Spieler dürfte Klopp kaum berufen.

Die endgültige Auswahl soll am Donnerstag per Videobotschaft vorgestellt werden. Viele der Debütanten aus dem ersten Aufgebot, darunter Mika Baur und Yannik Engelhardt, haben laut der dpa-Meldung nur geringe Chancen auf eine erneute Nominierung.

Füllkrug vor möglichem Comeback

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge will Klopp Füllkrug trotz dessen Alters nominieren. Der Stürmer von Werder Bremen bestritt zuletzt im Sommer 2025 ein Länderspiel für Deutschland.

Die Personalie hatte Klopp selbst mit einer Bemerkung über Füllkrugs Alter angeheizt. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sprach sich für den Angreifer aus, während Thomas Hitzlsperger die Rückkehr skeptischer bewertete.

Deutschland kämpft um das Viertelfinale

Deutschland holte bislang nur einen Sieg gegen Serbien und einen Punkt in den Niederlanden. Nach dem 0:1 gegen Griechenland und dem 0:0 im Rückspiel gegen Hellas ist die Ausgangslage angespannt.

Für das Viertelfinale reichen möglicherweise nicht einmal zwei Siege. Im schlechtesten Fall drohen die Relegation oder der direkte Abstieg in die B-Liga; Rang vier würde zudem einen Nachteil bei der Auslosung der EM-Qualifikation bedeuten.

Angriff und Abwehr bleiben offen

Kai Havertz gilt im Angriff als gesetzt. Nick Woltemade, Younes Ebnoutalib und Jonathan Burkardt blieben zuletzt ohne Tor, während Deniz Undav für das Länderspieljahr 2026 nicht mehr mit einer Nominierung rechnet.

Klopp setzt auf schnelle Außenstürmer, was Karim Adeyemi und Derry Scherhant zugutekommt. Rechtsverteidiger Philipp Treu fehlt möglicherweise wegen einer Knöchelverletzung, Josha Vagnoman fällt wegen einer Oberschenkelverletzung definitiv aus.

Joshua Kimmich soll nach dem Tod seines Vaters nicht weiter zum Thema gemacht werden. Offen bleibt, ob neben dem Kapitän im zentralen Mittelfeld Aleksandar Pavlovic, Tom Bischof oder Felix Nmecha zum Einsatz kommt.

Jürgen Klopp steht vor seiner ersten deutlichen Kaderreduzierung als Bundestrainer. Nach dem 44 Spieler umfassenden Aufgebot zum Amtsantritt muss er für die beiden November-Partien eine Auswahl treffen, die sportliche Qualität und langfristige Planung miteinander verbindet.

Die Ausgangslage ist anspruchsvoll: Deutschland liegt in der Nations-League-Gruppe nur auf Rang fünf. Für den Einzug ins Viertelfinale ist mindestens Platz zwei erforderlich; dabei können neben den eigenen Ergebnissen auch Parallelspiele und der direkte Vergleich entscheidend sein.

Füllkrug als Gegenwartsoption

Die Füllkrug-Debatte steht für den Konflikt zwischen kurzfristiger Torquote und langfristigem Neuaufbau. Der 33-Jährige soll bei Werder Bremen aktuell zwölf Pflichtspieltore erzielt haben und damit sportliche Argumente liefern, während Klopp zugleich jüngeren Angreifern wie Nick Woltemade, Jonathan Burkardt und Younes Ebnoutalib Perspektiven eröffnen muss.

Für Leser bedeutet die Nominierung vor allem Klarheit über Klopps Prioritäten: Setzt er auf bewährte Erfahrung, auf schnelle Außenstürmer oder auf eine Mischung beider Ansätze? Die Entscheidung wirkt zudem über die Nations League hinaus, weil sie Hinweise auf die Rollenverteilung im weiteren Neuaufbau und mit Blick auf die Europameisterschaft 2028 geben kann.

Entscheidung vor zwei Schlüsselspielen

Die Kadernominierung soll am Donnerstag per Videobotschaft bekanntgegeben werden. Danach stehen Spiele in Belgrad und Berlin an, in denen Deutschland seine Ausgangslage für das Viertelfinale und die spätere Auslosung der EM-Qualifikation verbessern muss.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

ZDF: „Nations League: Kommt Klopp an Füllkrug vorbei?“ (04.11.2026)

Der Beitrag bestätigt, dass Klopp den 44er-Kader verkleinern muss und Füllkrug die zentrale Personalie ist. Anders als die dpa-Meldung nennt er zwölf Pflichtspieltore des Bremer Stürmers und richtet den Blick stärker auf mögliche Alternativen sowie die Bedeutung des Gruppenplatzes.

FOCUS online: „Egal, was Jürgen Klopp bei Niclas Füllkrug macht – die Leute werden meckern“ (04.11.2026)

Der Beitrag beschreibt Füllkrugs mögliche Nominierung als Dilemma und stellt Kai Havertz als bevorzugte Sturmoption des Kolumnisten heraus. Damit bestätigt er die Debatte, setzt den Schwerpunkt aber stärker auf die Rollenverteilung im Angriff.

Einigkeit besteht über die notwendige Kaderverkleinerung und die Bedeutung der Füllkrug-Frage. Unterschiede zeigen sich vor allem bei der Bewertung von Erfahrung und Zukunftsperspektive; offen bleibt die konkrete Zusammensetzung des Aufgebots.

Disclaimer...
de | sport | 70458705 |