Granit Xhaka, Schweizer Nationalmannschaft

Corona-Zertifikate: Granit Xhaka räumt Erwerb ein und fehlt der Schweiz vorerst

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 11:31 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Granit Xhaka hat vor einer Vernehmung in Luzern eingeräumt, 2022 eine Impfbestätigung erworben zu haben. Der Schweizer Nationalmannschaftskapitän fehlt deshalb vorerst im Kader.

Xhaka gibt nun zu: Die Impfbestätigung war erworben.  - Bild: Christian Charisius/dpa
Xhaka gibt nun zu: Die Impfbestätigung war erworben. - Bild: Christian Charisius/dpa

Granit Xhaka hat vor einer anstehenden Vernehmung durch die Luzerner Staatsanwaltschaft öffentlich eingeräumt, im Zusammenhang mit der Covid-19-Impfung eine Impfbestätigung erworben zu haben.

Geständnis vor Vernehmung

Der 33 Jahre alte Schweizer Nationalspieler schrieb bei Instagram, er sei damals von Verunsicherung und Bedenken geprägt gewesen. Er habe in dieser Situation eine Impfbestätigung erworben, statt seine Fragen auf dem vorgesehenen Weg zu klären.

Folgen für die Nationalmannschaft

Xhaka steht aktuell beim AFC Sunderland unter Vertrag. Für die kommenden vier Partien der Nations League wird er der Schweizer Nationalmannschaft nach seinem Geständnis nicht zur Verfügung stehen.

Ermittlungen in Luzern

Die Staatsanwaltschaft Luzern ermittelt in der Angelegenheit. Im kommenden Monat soll der frühere Bundesliga-Profi vernommen werden.

Verband stellt sich neu auf

Der Schweizerische Fußballverband informierte Xhaka vor seinem öffentlichen Statement. Verbandspräsident Peter Knäbel erklärte, man begrüße den Schritt und wolle zugleich Ruhe in die Situation bringen sowie den Fokus auf die anstehenden Aufgaben richten.

Einordnung: Sportliche Folgen eines persönlichen Fehltritts

Der Fall trifft die Schweizer Nationalmannschaft in einer Phase, in der der Fokus eigentlich auf die Vorbereitung der Nations League liegt. Dass der Kapitän vorerst fehlt, ist deshalb nicht nur ein juristisches und persönliches Thema, sondern auch ein sportliches: Die Mannschaft verliert mit Granit Xhaka eine prägende Figur im Zentrum.

Der Vorgang liegt zugleich an der Schnittstelle von öffentlicher Vorbildrolle und privater Verantwortung. Wer in einer Leitungsfunktion steht, wird an solchen Fragen besonders gemessen, weil das Verhalten über den Einzelfall hinaus wahrgenommen wird. Für den Verband bedeutet das, die Belastung aus dem Thema von der sportlichen Arbeit fernzuhalten und intern Ruhe herzustellen.

Für Xhaka selbst steht nun die Aufarbeitung im Vordergrund. Entscheidend ist dabei weniger die öffentliche Wirkung des Geständnisses als der weitere Gang des Verfahrens in Luzern. Bis zur Klärung bleibt der Fall ein Beispiel dafür, wie stark ein persönlicher Fehlentscheid die sportliche Planung und die öffentliche Wahrnehmung eines Spitzenspielers beeinflussen kann.

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