Corona-Zertifikate: Granit Xhaka räumt Erwerb ein und fehlt der Schweiz vorerst
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 11:31 Uhr | dpa, AD HOC NEWSGranit Xhaka hat vor einer anstehenden Vernehmung durch die Luzerner Staatsanwaltschaft öffentlich eingeräumt, im Zusammenhang mit der Covid-19-Impfung eine Impfbestätigung erworben zu haben.
Geständnis vor Vernehmung
Der 33 Jahre alte Schweizer Nationalspieler schrieb bei Instagram, er sei damals von Verunsicherung und Bedenken geprägt gewesen. Er habe in dieser Situation eine Impfbestätigung erworben, statt seine Fragen auf dem vorgesehenen Weg zu klären.
Folgen für die Nationalmannschaft
Xhaka steht aktuell beim AFC Sunderland unter Vertrag. Für die kommenden vier Partien der Nations League wird er der Schweizer Nationalmannschaft nach seinem Geständnis nicht zur Verfügung stehen.
Ermittlungen in Luzern
Die Staatsanwaltschaft Luzern ermittelt in der Angelegenheit. Im kommenden Monat soll der frühere Bundesliga-Profi vernommen werden.
Verband stellt sich neu auf
Der Schweizerische Fußballverband informierte Xhaka vor seinem öffentlichen Statement. Verbandspräsident Peter Knäbel erklärte, man begrüße den Schritt und wolle zugleich Ruhe in die Situation bringen sowie den Fokus auf die anstehenden Aufgaben richten.
Einordnung: Sportliche Folgen eines persönlichen Fehltritts
Der Fall trifft die Schweizer Nationalmannschaft in einer Phase, in der der Fokus eigentlich auf die Vorbereitung der Nations League liegt. Dass der Kapitän vorerst fehlt, ist deshalb nicht nur ein juristisches und persönliches Thema, sondern auch ein sportliches: Die Mannschaft verliert mit Granit Xhaka eine prägende Figur im Zentrum.
Der Vorgang liegt zugleich an der Schnittstelle von öffentlicher Vorbildrolle und privater Verantwortung. Wer in einer Leitungsfunktion steht, wird an solchen Fragen besonders gemessen, weil das Verhalten über den Einzelfall hinaus wahrgenommen wird. Für den Verband bedeutet das, die Belastung aus dem Thema von der sportlichen Arbeit fernzuhalten und intern Ruhe herzustellen.
Für Xhaka selbst steht nun die Aufarbeitung im Vordergrund. Entscheidend ist dabei weniger die öffentliche Wirkung des Geständnisses als der weitere Gang des Verfahrens in Luzern. Bis zur Klärung bleibt der Fall ein Beispiel dafür, wie stark ein persönlicher Fehlentscheid die sportliche Planung und die öffentliche Wahrnehmung eines Spitzenspielers beeinflussen kann.
