Bundesliga, SC Freiburg

Bundesliga: Freiburgs Serie endet – HSV feiert Befreiungsschlag, Gladbach neues Schlusslicht

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 17:37 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Der SC Freiburg bleibt zwar ungeschlagen, verpasst in Frankfurt aber den erneuten Sprung an die Tabellenspitze. Der HSV feiert gegen Köln die ersten Saisontore und Punkte, während Gladbach nach einem Torfestival neues Schlusslicht wird.

  • Der SC Freiburg musste bei Eintracht Frankfurt hart kämpfen. - Bild: Florian Wiegand/dpa
    Der SC Freiburg musste bei Eintracht Frankfurt hart kämpfen. - Bild: Florian Wiegand/dpa
  • Younes Ebnoutalib und Jonathan Burkardt schossen sich für Jürgen Klopp warm. - Bild: Florian Wiegand/dpa
    Younes Ebnoutalib und Jonathan Burkardt schossen sich für Jürgen Klopp warm. - Bild: Florian Wiegand/dpa
  • Der HSV durfte über den ersten Saisonsieg jubeln. - Bild: Marcus Brandt/dpa
    Der HSV durfte über den ersten Saisonsieg jubeln. - Bild: Marcus Brandt/dpa
  •  Robin Fellhauer (FC Augsburg, vorn) jubelt nach seinem Tor zum 0:1. - Bild: David Inderlied/dpa
    Robin Fellhauer (FC Augsburg, vorn) jubelt nach seinem Tor zum 0:1. - Bild: David Inderlied/dpa
Der SC Freiburg musste bei Eintracht Frankfurt hart kämpfen. - Bild: Florian Wiegand/dpa Younes Ebnoutalib und Jonathan Burkardt schossen sich für Jürgen Klopp warm. - Bild: Florian Wiegand/dpa Der HSV durfte über den ersten Saisonsieg jubeln. - Bild: Marcus Brandt/dpa  Robin Fellhauer (FC Augsburg, vorn) jubelt nach seinem Tor zum 0:1. - Bild: David Inderlied/dpa

Der SC Freiburg hat am vierten Spieltag der Fußball-Bundesliga seine Siegesserie beendet und sich bei Eintracht Frankfurt mit einem 2:2 (1:2) begnügen müssen.

Freiburg verpasst Rückkehr an die Spitze

Die Breisgauer waren mit sechs Pflichtspiel-Siegen perfekt in die Saison gestartet, ließen nun aber erstmals Punkte liegen. Durch das Remis in Frankfurt verpasste Freiburg die Chance, den FC Bayern erneut von der Tabellenspitze zu verdrängen. Nach dem 7:0-Kantersieg der Münchner gegen den 1. FC Union Berlin ist Freiburg nun punktgleich mit Bayern. Die Bayern können in der Tabelle noch von Borussia Dortmund überholt werden, der am Abend im Topspiel beim VfB Stuttgart antritt.

Klopp-Nominierte prägen das Spitzenspiel

In Frankfurt prägten drei von Bundestrainer Jürgen Klopp nominierte Offensivspieler die Partie. Für Eintracht Frankfurt traf Younes Ebnoutalib bereits in der 10. Minute zur Führung. Derry Scherhant glich für Freiburg in der 34. Minute aus, ehe Jonathan Burkardt nur zwei Minuten später die erneute Frankfurter Führung erzielte. Direkt nach der Pause sorgte Yuito Suzuki in der 48. Minute mit dem 2:2 für den Endstand.

HSV gelingt Befreiungsschlag gegen Köln

Im Tabellenkeller feierte der Hamburger SV im ersten Spiel nach der Vertragsverlängerung mit Trainer Merlin Polzin einen wichtigen Befreiungsschlag. Beim 2:1 (1:0) gegen den 1. FC Köln erzielte der HSV seine ersten Saisontore und holte zugleich die ersten drei Punkte. Nach zwei 0:5-Niederlagen in Folge standen die Hamburger defensiv deutlich stabiler. Offensiv half eine Standardsituation: Nicolas Capaldo traf in der 43. Minute nach einer Ecke per Kopf, Yussuf Poulsen erhöhte kurz nach dem Wiederanpfiff in der 49. Minute. Für Köln reichte es nur noch zum Anschlusstreffer durch Ragnar Ache in der 90. Minute.

Gladbach rutscht nach Torfestival ans Tabellenende

Bei Borussia Mönchengladbach verschärft sich die Krise weiter. Im ersten Spiel nach der Trennung von Trainer Eugen Polanski gab es unter Interimscoach Jan-Moritz Lichte ein spektakuläres 3:4 (1:2) gegen den FSV Mainz 05. Gladbach agierte zwar engagiert, doch die Defensivschwächen blieben entscheidend. Die frühe Führung erzielte Florian Neuhaus in der 11. Minute, der eigentlich schon aussortiert war. Phillip Tietz glich in der 18. Minute aus, Sheraldo Becker sorgte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+1) für die Mainzer Führung.

Defensive Probleme kosten Gladbach den Punkt

Nach der Pause vergab zunächst Kevin Diks in der 57. Minute einen Elfmeter, als sein Schuss nur den Pfosten traf. Kurz darauf stellte Isac Lidberg mit dem 2:2 in der 59. Minute wieder Gleichstand her. Doch erneut nutzte Mainz die Gladbacher Unsicherheiten: Eric Martel traf in der 78. Minute, Danny Da Costa in der 89. Minute zum 4:2 für die Gäste. In der Nachspielzeit konnte Shuto Machino per Handelfmeter (90.+5) noch zum 3:4 verkürzen, am Ende blieb die Borussia jedoch erneut ohne Punkt und ist nun Schlusslicht der Liga.

Bremen dreht Augsburger Führung

Der FC Augsburg kassierte gegen Werder Bremen seine erste Niederlage der Saison. Beim 2:3 (1:0) drehten die Bremer die Partie nach Augsburger Führung. Robin Fellhauer hatte Augsburg in der 18. Minute zunächst in Front gebracht, Calvin Brackelmann erhöhte in der 58. Minute auf 2:0. Werder reagierte mit einer starken Schlussoffensive: Marco Grüll verkürzte in der 66. Minute, Niclas Füllkrug glich in der 86. Minute aus, und Rückkehrer Mitchell Weiser sorgte in der Nachspielzeit (90.+3) für den Bremer Sieg.

Freiburgs Lauf gestoppt, Druck auf Gladbach wächst

Der vierte Spieltag der Bundesliga markiert eine frühe Zäsur in einer bislang von Freiburg dominierten Saison. Mit dem 2:2 in Frankfurt endet die perfekte Serie der Breisgauer, die zwar weiter ungeschlagen bleiben, aber die Tabellenführung vorerst wieder an Bayern München abgeben. Das Remis zeigt, dass Frankfurt gegen ein Topteam offensiv mithalten kann, während Freiburgs Defensive erstmals in dieser Spielzeit stärker gefordert wird.

Gleichzeitig verschiebt sich der Fokus in Richtung Tabellenkeller. Der HSV verschafft sich mit den ersten Saisontoren und Punkten spürbare Luft und sendet nach der Vertragsverlängerung mit Trainer Merlin Polzin ein Signal der Stabilisierung. Standards und Effizienz vor dem Tor bleiben zentrale Faktoren im Abstiegskampf, wie das 2:1 gegen Köln verdeutlicht. Für Köln hingegen bedeutet die Niederlage eine weitere Belastung im Kampf um den Klassenerhalt.

Krisenherd Gladbach, Wendepunkt im Abstiegskampf

Besonders brisant ist die Lage bei Borussia Mönchengladbach. Trotz engagierter Leistung unter Interimscoach Jan-Moritz Lichte steht am Ende ein 3:4 gegen Mainz und die neue Rolle als Schlusslicht. Die Partie unterstreicht strukturelle Defizite in der Defensivarbeit, auch wenn die Offensive mit drei Treffern grundsätzlich konkurrenzfähig bleibt. Der Trainerwechsel nach der Trennung von Eugen Polanski führt kurzfristig zu Impulsen, behebt aber keine grundlegenden Probleme in der Balance zwischen Angriff und Verteidigung.

Werders Comeback und die Bedeutung später Tore

Der 2:3-Verlust von Augsburg gegen Bremen fügt sich in das Bild einer Liga, in der Spielverläufe zunehmend offen bleiben. Werder dreht die Partie trotz 0:2-Rückstand und unterstreicht, wie wichtig Breite im Kader und Jokerqualitäten sind. Späte Treffer wie die von Niclas Füllkrug und Mitchell Weiser können eine Saisonrichtung beeinflussen: Sie stärken Selbstvertrauen und erschweren gleichzeitig die Lage der Gegner im unteren Tabellendrittel. Für die Zuschauer zeigt sich eine Bundesliga, in der kleine taktische Fehler und Konzentrationslücken bis in die Nachspielzeit über Punkte entscheiden.

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