Nationalmannschaft, Deutschland

Nagelsmann braucht «Erfolgserlebnisse» für gutes WM-Gefühl

26.03.2026 - 12:35:06 | dpa.de

Bei der DFB-Premiere im blauen WM-Trikot will sich der Bundestrainer in der Schweiz kein blaues Auge abholen. Er verrät vorab den größten Teil der Startelf. Debütiert ein Youngster?

  • Warm eingepackt verfolgt Bundestrainer Julian Nagelsmann das Geschehen auf dem Trainingsplatz. - Foto: Federico Gambarini/dpa
    Warm eingepackt verfolgt Bundestrainer Julian Nagelsmann das Geschehen auf dem Trainingsplatz. - Foto: Federico Gambarini/dpa
  • Antonio Rüdiger hat seinen Stammplatz zum Start ins WM-Jahr verloren. - Foto: Federico Gambarini/dpa
    Antonio Rüdiger hat seinen Stammplatz zum Start ins WM-Jahr verloren. - Foto: Federico Gambarini/dpa
  • Der Dortmunder Gregor Kobel steht im Tor der Schweizer. (Archivbild) - Foto: Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa
    Der Dortmunder Gregor Kobel steht im Tor der Schweizer. (Archivbild) - Foto: Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa
  • Nick Woltemade, hier beim Torjubel gegen die Slowakei im November, war mit vier Treffern der beste DFB-Schütze in der WM-Qualifikation. (Archivbild) - Foto: Robert Michael/dpa
    Nick Woltemade, hier beim Torjubel gegen die Slowakei im November, war mit vier Treffern der beste DFB-Schütze in der WM-Qualifikation. (Archivbild) - Foto: Robert Michael/dpa
  • Julian Nagelsmann verrät einige Personalien bei der Pressekonferenz im Stadion. - Foto: Christian Charisius/dpa
    Julian Nagelsmann verrät einige Personalien bei der Pressekonferenz im Stadion. - Foto: Christian Charisius/dpa
  • Warm eingepackt verfolgt Bundestrainer Julian Nagelsmann das Geschehen auf dem Trainingsplatz. - Foto: Federico Gambarini/dpa
    Warm eingepackt verfolgt Bundestrainer Julian Nagelsmann das Geschehen auf dem Trainingsplatz. - Foto: Federico Gambarini/dpa
  • Antonio Rüdiger hat seinen Stammplatz zum Start ins WM-Jahr verloren. - Foto: Federico Gambarini/dpa
    Antonio Rüdiger hat seinen Stammplatz zum Start ins WM-Jahr verloren. - Foto: Federico Gambarini/dpa
  • Dortmunds Torwart Gregor Kobel beim Abschlusstraining der Schweizer. - Foto: Christian Charisius/dpa
    Dortmunds Torwart Gregor Kobel beim Abschlusstraining der Schweizer. - Foto: Christian Charisius/dpa
Warm eingepackt verfolgt Bundestrainer Julian Nagelsmann das Geschehen auf dem Trainingsplatz. - Foto: Federico Gambarini/dpa Antonio Rüdiger hat seinen Stammplatz zum Start ins WM-Jahr verloren. - Foto: Federico Gambarini/dpa Der Dortmunder Gregor Kobel steht im Tor der Schweizer. (Archivbild) - Foto: Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa Nick Woltemade, hier beim Torjubel gegen die Slowakei im November, war mit vier Treffern der beste DFB-Schütze in der WM-Qualifikation. (Archivbild) - Foto: Robert Michael/dpa Julian Nagelsmann verrät einige Personalien bei der Pressekonferenz im Stadion. - Foto: Christian Charisius/dpa Warm eingepackt verfolgt Bundestrainer Julian Nagelsmann das Geschehen auf dem Trainingsplatz. - Foto: Federico Gambarini/dpa Antonio Rüdiger hat seinen Stammplatz zum Start ins WM-Jahr verloren. - Foto: Federico Gambarini/dpa Dortmunds Torwart Gregor Kobel beim Abschlusstraining der Schweizer. - Foto: Christian Charisius/dpa

Julian Nagelsmann machte es kurz. Testen oder Einspielen? «Einspielen», antwortete der Bundestrainer zur personellen Aufstellung beim WM-Test am Freitag (20.45 Uhr/RTL) in Basel gegen die Schweiz. Die aktuell Besten beginnen. 

Nagelsmann nannte im St. Jakob-Park bei der Pressekonferenz vor dem Start der Fußball-Nationalmannschaft ins WM-Jahr auch Namen. Etwa, dass Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck im Abwehrzentrum beginnen. Und dass der Stuttgarter Angelo Stiller den verletzt fehlenden Aleksandar Pavlovic im Mittelfeld ersetzen wird. Im Sturm beginnt Rückkehrer Kai Havertz. 

Gesetzt ist natürlich auch Joshua Kimmich. Der DFB-Kapitän verbindet die Schweiz mit «Skifahren, Berge, Schnee». Aber auch mit Fußball, wie er hinzufügte. Der Trip ins Nachbarland birgt exakt 76 Tage vor dem WM-Start durchaus auch Risiken, wie Anführer Kimmich aus noch ziemlich frischer Erinnerung weiß. 

«Wir kennen sie noch von der EURO. Das war ein sehr unangenehmes Spiel für uns», sagte der 31-Jährige rückblickend auf das letzte Gruppenspiel bei der Heim-EM 2024. Erst in der Nachspielzeit bewahrte Niclas Füllkrug das DFB-Team in Frankfurt mit einem Kopfball zum 1:1 vor einer Niederlage. 

Unangenehmer und harter Gegner

Beim Wiedersehen ist Kimmich nicht nur wegen der winterlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt auf einen ungemütlichen Abend eingestellt: «Ich erwarte schon einen sehr unangenehmen und harten Gegner, der uns fordern wird.» 

Ungemütlich war es bereits beim Abschlusstraining in Herzogenaurach vor dem Charterflug aus Franken nach Basel. Nagelsmann schaute im Graupelschauer und frischen Wind seinen 25 Akteuren mit einer wärmenden Wollmütze zu. Im Spiel will er «einen sehr engagierten Auftritt sehen - wie im Training».

Die deutschen Spieler werden erstmals im neuen, blauen WM-Trikot auflaufen. Ein blaues Auge wollen sie sich nicht abholen. Auch wenn es beim viertletzten Probelauf vor dem Ernstfall in Amerika nicht um Punkte geht, gilt die Kraftprobe mit dem WM-Teilnehmer als echter Härtetest. 

«Die Schweiz wird uns alles abverlangen», sagte Nagelsmann über den Gegner, der mit etlichen Bundesliga-Profis wie Dortmunds Torwart Gregor Kobel oder dem ehemaligen Leverkusener Meisterspieler Granit Xhaka top besetzt ist. Freundschaftsspiel-Charakter hat das Kräftemessen nicht. Trotzdem ist Kimmich froh, dass es nicht um alles geht, wie etwa für Italien in den WM-Playoffs. «Dann hätten wir ganz andere Probleme», sagte der Kapitän.

Den Ausfall der Münchner Jamal Musiala und Pavlovic oder auch des Dortmunders Felix Nmecha nannte Nagelsmann noch einmal «ärgerlich». Denn es beeinträchtigt das Einspielen der kompletten WM-Wunschelf. 

Vor der Heim-EM 2024 gelangen zwei Siege

Für Nagelsmann ist es natürlich auch wichtig, ein gutes WM-Gefühl im Team und auch bei den deutschen Fans zu entfachen. Vor der Heim-EM 2024 war dem Bundestrainer das nach einem radikalen Umbau des Kaders mit der spektakulären Rückholaktion von Toni Kroos mit zwei großen Testspielsiegen in Frankreich (2:0) und gegen die Niederlande (2:1) herausragend gut gelungen.

Kann Nagelsmann das in Basel und drei Tage später in Stuttgart gegen Ghana wiederholen? «Idealerweise beenden wir die Woche mit zwei Erfolgserlebnissen», sagte der 38-Jährige. Und baute vorsichtshalber vor: «Sollte es nicht der Fall sein, bricht die Welt auch nicht zusammen, wenn wir den Inhalt trotzdem gut rüberbringen und uns richtig entwickeln. Sollte mal ein Unentschieden rausspringen, geht es danach trotzdem weiter.»

Was Siege auslösen können, zeigte das furiose 6:0 gegen die Slowakei im November. Der Jahresabschluss rückte die gesamte WM-Qualifikation in ein positiveres Licht. «So wie wir das letzte Spiel gespielt haben, stellen wir uns das vor in der Art und Weise», sagte der erfahrene Kimmich: «Da haben wir wirklich füreinander gespielt, das muss die Basis in jedem Spiel sein.» 

Personell stellen sich noch einige spannende Fragen, auf die Antworten erwartet werden. Wie präsentiert sich Oliver Baumann (35), nachdem er zum Turniertorwart ausgerufen wurde? Nicht mit nach Basel reiste der erstmals nominierte Bayern-Torwart Jonas Urbig wegen einer Kapselverletzung am Knie. 

Havertz spielt vorne - Urbig verletzt

Spannend wird auch sein, wie der langjährige Abwehrchef Antonio Rüdiger mit der Rolle des Herausforderers von Tah und Schlotterbeck umgeht? «Wenn Julian mich braucht, werde ich da sein - egal ob Startelf oder Bank, um das Ergebnis zu sichern», sagte Rüdiger im «Kicker».

Der Pavlovic-Ausfall eröffnet dem Stuttgarter Angelo Stiller doch noch die unverhoffte Chance, sich in den WM-Kader zu spielen? «Zwei unserer stabilsten Mittelfeldspieler fallen aus. Angelo wird beginnen auf der Position», verriet Nagelsmann. Im Fokus steht auch Kai Havertz nach 16 Monaten DFB-Absenz wegen diverser Verletzungen. «Wir wollen Kai Minuten geben. Er wird uns guttun vorne auf der Position», sagte der Bundestrainer. 

Im Hintergrund lauern in der Offensivabteilung noch andere. Etwa der formstarke Stuttgarter Deniz Undav, der aus 18 Saisontoren in der Bundesliga viel Selbstvertrauen zieht. Oder Lennart Karl. Der Bayern-Youngster darf mit seinem Debüt rechnen. «Von Lenny erwarte ich, dass er seine Jugend auf den Platz bringt. Er soll frei von der Seele weg spielen. Er soll einfach das machen, was er bei Bayern über weite Strecken auch zeigt», sagte Nagelsmann.

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