Kriminalität, Internet

Nur wenige Internetnutzer überprüfen Quellen bei KI-Inhalten

14.04.2026 - 11:13:16 | dts-nachrichtenagentur.de

Nur ein Fünftel der Internetnutzer in Deutschland überprüft die Quelle von Inhalten, um KI-generierte Falschinformationen oder Betrugsversuche zu erkennen.

Junge Frauen mit Smartphone (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Junge Frauen mit Smartphone (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Das geht aus dem aktuellen Cybersicherheitsmonitor des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und des Programms Polizeiliche Kriminalprävention (ProPK) hervor, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Fast die Hälfte der Befragten gab zwar an, KI-Inhalte erkennen zu können, doch nur 28 Prozent suchten aktiv nach Unstimmigkeiten in Bildern.

Laut der Studie, für die im Januar 3.060 Personen befragt wurden, hat rund ein Drittel noch keine Maßnahmen zur Erkennung solcher Inhalte ergriffen. Besonders gering ist das Wissen um konkrete Betrugsszenarien: Nur 38 Prozent halten es für möglich, dass Kriminelle KI-Programme so manipulieren, dass sie sensible Daten preisgeben. BSI-Präsidentin Claudia Plattner sagte, die Erkennung KI-generierter Inhalte sei unverzichtbar, um Risiken und Falschinformationen zu identifizieren.

Die ProPK-Vorsitzende Stefanie Hinz verwies unterdessen auf den häufig beobachteten "Cybertrading-Fraud", bei dem Kriminelle mit KI-generierten Videos von Prominenten für angebliche Anlagemöglichkeiten werben. Sie riet, die Realitätsnähe solcher Angebote kritisch zu hinterfragen.

de | news | 69144096 |

Weitere Meldungen

Jeder Zehnte in Deutschland von Cyberkriminalität betroffen Jeder zehnte Bürger in Deutschland ist im vergangenen Jahr von Cyberkriminalität betroffen gewesen. (Sonstige, 11.05.2026 - 12:14) weiterlesen...

Jeder neunte Onliner von Cyberkriminalität betroffen. Warum viele trotzdem glauben, ihnen könne nichts passieren. Phishing, Betrug, fremde Zugriffe: Die meisten Opfer zahlen drauf – und vertrauen Onlinediensten weniger. (Wissenschaft, 11.05.2026 - 08:01) weiterlesen...

Darknet-Plattform Crimenetwork erneut abgeschaltet Die Neuauflage der kriminellen Online-Handelsplattform "Crimenetwork" ist abgeschaltet worden.Das teilten die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main - Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) - und das Bundeskriminalamt (BKA) am Freitag mit. (Sonstige, 08.05.2026 - 10:30) weiterlesen...

Experte sieht russische Hacker hinter Phishing-Angriff auf Politiker In der andauernden Phishing-Kampagne gegen Nutzer des Messengerdienstes Signal haben IT-Sicherheitsexperten des Security Lab von Amnesty International ein Angriffswerkzeug der mutmaßlich russischen Staatshacker ausfindig gemacht.Es handle sich um ein in russischer Sprache programmiertes Werkzeug mit dem Namen "Apocalypse Z", sagte Donncha Ó Cearbhaill, Leiter des Labs der Menschenrechtsorganisation, dem "Spiegel". (Sonstige, 07.05.2026 - 15:16) weiterlesen...

Meloni wehrt sich mit KI-Bild gegen Deepfakes. Sie teilt ein KI-Bild von sich im Negligé - und verbindet das mit einem Appell. Im Kampf gegen gefälschte Bilder von ihr im Internet setzt Italiens Premierministerin Giorgia Meloni auf Humor. (Wissenschaft, 06.05.2026 - 08:58) weiterlesen...

Passwörter im Alltag oft unsicher – was schützt wirklich?. Warum das ein echtes Risiko ist – und wie Experten zur Passwort-Zukunft stehen. Viele halten ihre Passwörter für sicher, doch nutzen kaum moderne Schutzmethoden. (Wissenschaft, 06.05.2026 - 06:00) weiterlesen...