Gesellschaft, Gewalt

Fast eine Million Kleine Waffenscheine in Deutschland registriert

28.02.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

In Deutschland gibt es immer mehr Besitzer eines Kleinen Waffenscheins.

Sportwaffen (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Sportwaffen (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Zum Stichtag 31. Dezember 2025 waren im Nationalen Waffenregister 906.141 Kleine Waffenscheine gespeichert, teilte das Bundesverwaltungsamt der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe) auf Anfrage mit.

Das ist ein neuer Höchstwert. Ende 2021 lag die Zahl der gespeicherten Kleinen Waffenscheine noch bei 740.038 - ein Anstieg um gut 22 Prozent in fünf Jahren. Zuletzt war die Zahl der im Nationalen Waffenregister gespeicherten Kleinen Waffenscheine kontinuierlich angestiegen. Wie eine Sprecherin des Bundesverwaltungsamtes auf Anfrage mitteilte, lag sie Ende 2022 bei 781.186, 2023 bei 833.870 und Ende 2024 bei 871.838 Waffenscheinen.

Wer über einen solchen Schein verfügt, darf beispielsweise Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen tragen. Das gilt auch außerhalb der eigenen Wohnung, von Geschäftsräumen und des eigenen Grundstücks. Allerdings darf die Waffe nur verdeckt mitgeführt werden, ein sichtbares Tragen ist nicht erlaubt. Auch bei öffentlichen Veranstaltungen ist das Tragen nicht erlaubt. Die Hürden für den Schein sind relativ niedrig, berechtigt sind Erwachsene ohne Vorstrafen.

Nach Angaben des Bundesverwaltungsamtes ist das Schießen außerhalb von Schießstätten und außerhalb der Wohnung, der Geschäftsräume und eingegrenzter Grundstücke, "außer in Fällen der Notwehr und des Notstandes", verboten. Kleine Waffenscheine sind unbegrenzt gültig.

de | news | 68619246 |

Weitere Meldungen

Hubig will Nichtanzeige schwerer Gewalttaten unter Strafe stellen Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) will den Verzicht auf eine Anzeige unter Strafe stellen, wenn Menschen von geplanten schweren Gewalttaten vorher Kenntnis erlangen."Ich halte das zumindest für sehr erwägenswert", sagte Hubig dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". (Politik, 11.06.2026 - 06:41) weiterlesen...

Sachsen will härtere Maßnahmen gegen strafunmündige Kinder Sachsen will auch 12- und 13-Jährige künftig für Straftaten härter zur Verantwortung ziehen können als bisher. (Politik, 11.06.2026 - 01:00) weiterlesen...

Hubig will längere Verjährungsfrist für Sexualstraftaten Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) plädiert für eine Verlängerung der Verjährungsfrist bei Sexualstraftaten. (Politik, 11.06.2026 - 00:00) weiterlesen...

Deutsch-Israelische Gesellschaft kritisiert Siedlergewalt Die Deutsch-Israelische Gesellschaft hat das Vorgehen israelischer Sicherheitsbehörden im Westjordanland und zudem die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisiert.Die zunehmende Gewalt von Siedlern im Westjordanland gegen Palästinenser mache die Gesellschaft besorgt, sagte ihr Vorsitzender, Volker Beck, dem "Tagesspiegel" (Donnerstagausgabe). (Politik, 10.06.2026 - 15:28) weiterlesen...

Hubig: Politisch motivierte Kriminalität trifft auch Frauen Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) sieht von der zunehmenden politisch motivierten Kriminalität nicht zuletzt Frauen betroffen.Die jüngsten Zahlen zu politisch motivierter Kriminalität sprächen eine deutliche Sprache, sagte sie dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" mit Blick auf die am Dienstag von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und BKA-Präsident Holger Münch präsentierte Statistik. (Politik, 10.06.2026 - 00:00) weiterlesen...

Missbrauchsbeauftragte fordert verschärften Jugendschutz Die Bundesbeauftragte gegen sexuellen Kindesmissbrauch, Kerstin Claus, fordert eine Verschärfung der Gesetze zum Schutz von Jugendlichen.Das derzeit geltende Schutzalter von 14 Jahren für sexuelle Kontakte mit Erwachsenen sei zu niedrig, sagte sie dem Tagesspiegel. (Politik, 09.06.2026 - 19:08) weiterlesen...