Internet, Gesellschaft

Lehrerverband lehnt pauschales Social-Media-Verbot ab

16.02.2026 - 12:10:35 | dts-nachrichtenagentur.de

In der Debatte um ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren hat der Deutsche Lehrerverband vor pauschalen Lösungen gewarnt."Ein pauschales Social-Media-Verbot für Unter-14-Jährige ist weder durchsetzbar noch pädagogisch sinnvoll", sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, der "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe).

Junge Leute beim Zocken (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Junge Leute beim Zocken (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
"Viele Formen der Altersverifikation verstoßen zudem gegen den Grundsatz der Datensparsamkeit."

"Statt in Richtung Zensur und Datenklau abzurutschen, brauchen wir eine gestufte Altersregelung nach EU-Standards - mit klaren Schutzrechten für Kinder und klaren Pflichten für Plattformen", forderte Düll. "Verbote, die niemand kontrolliert, werden umgangen. Was wirklich schützt, sind Kompetenzen, Selbstkontrolle und Resilienz", sagte der Präsident des Lehrerverbandes.

"Schulen müssen Kinder fit machen für die digitale Wildnis - als Digi-Tüftler und Digi-Scouts. Eltern müssen zudem Vorbild sein und ihre eigene Nutzung reflektieren. Heranwachsende müssen lernen, die digitale Welle zu reiten - und wieder aufzustehen, wenn sie abgeworfen werden", sagte Düll.

de | news | 68585086 |

Weitere Meldungen

Philologenverband drängt auf Strategie für Umgang mit Social Media Der Deutsche Philologenverband (DPhV) hat eine Strategie für den Umgang mit Social Media in Schulen gefordert. (Politik, 12.06.2026 - 00:00) weiterlesen...

Bundestag verzeichnet deutlich mehr Petitionen Im Bundestag sind im vergangenen Jahr mehr Petitionen eingegangen als im Vorjahr. (Politik, 10.06.2026 - 11:55) weiterlesen...

Lehrer fordern: Plattformen müssen Kinder besser schützen. Plattformen müssten deshalb stärker reguliert werden. Schüler sollen sich gegen Social-Media-Sog und Push-Nachrichten behaupten? Selbst für Erwachsene sei das schwer, sagt der Philologenverband. (Unterhaltung, 09.06.2026 - 11:46) weiterlesen...

Philologenverband: Plattformen müssen Kinder besser schützen. Plattformen müssten deshalb stärker reguliert werden. Schüler sollen sich gegen Social-Media-Sog und Push-Nachrichten behaupten? Selbst für Erwachsene sei das schwer, sagt der Philologenverband. (Unterhaltung, 09.06.2026 - 11:06) weiterlesen...

Umfrage: Eltern setzen bei Wertevermittlung auch auf KI Das lässt aufhorchen: Viele meinen laut Befragung, KI könne Kindern besser Moral und Empathie vermitteln als Eltern und Freunde. (Unterhaltung, 09.06.2026 - 03:00) weiterlesen...

Philologenverband fordert Handy-Regeln an Schulen Mit Blick auf die bevorstehende Bildungsministerkonferenz und die für Ende Juni erwarteten Handlungsempfehlungen der unabhängigen Expertenkommission "Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt" fordert der Deutsche Philologenverband (DPhV) "klare Empfehlungen zu privaten Smartphones in Schulen und verbindliche Regelungen zum Umgang von Kindern und Jugendlichen mit Social Media".Schutz, Teilhabe und Befähigung von Kindern und Jugendlichen müssten dabei "altersangemessen betrachtet und umfassend über die Schule hinaus geregelt werden", heißt es in einer Erklärung, über die die "Welt" berichtet.Die Nutzung von privaten Smartphones während der Schulzeit müsse "verbindlich" geregelt werden, heißt es darin weiter. (Politik, 08.06.2026 - 15:47) weiterlesen...