Hochschulausgaben deutlich gestiegen
26.03.2026 - 08:03:55 | dts-nachrichtenagentur.deEinen leicht überdurchschnittlichen Anstieg der Ausgaben gab es bei den medizinischen Einrichtungen (einschließlich Gesundheitswissenschaften) der Universitäten. Diese wendeten 39,2 Milliarden Euro für Lehre, Forschung und Krankenbehandlungen auf. Das waren sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Auf die Universitäten ohne medizinische Einrichtungen und Gesundheitswissenschaften entfiel 2024 ein Ausgabevolumen von 28,5 Milliarden Euro, das waren vier Prozent mehr als 2023. Die Ausgaben der Fachhochschulen, einschließlich Verwaltungsfachhochschulen, stiegen um 2,8 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro.
Die Hochschuleinnahmen beliefen sich 2024 auf insgesamt 43,5 Milliarden Euro. Die Steigerung der Einnahmen gegenüber dem Vorjahr entsprach mit fünf Prozent der Steigerung der Ausgaben. Damit blieb auch der Anteil der eigenfinanzierten, also durch Einnahmen gedeckten Ausgaben mit 55 Prozent auf dem Niveau der Vorjahre.
Eine leicht überdurchschnittliche Steigerungsrate gegenüber dem Vorjahr ergab sich bei den Einnahmen aus wirtschaftlicher Tätigkeit und Vermögen, die sich um sechs Prozent auf 29,4 Milliarden Euro erhöhten. Rund 95 Prozent dieser Einnahmen trugen die medizinischen Einrichtungen der Universitäten bei, unter anderem als Entgelte für Krankenbehandlungen.
An Drittmitteln warben die Hochschulen im Jahr 2024 insgesamt 10,7 Milliarden Euro ein, das waren 0,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit stiegen die Drittmitteleinnahmen deutlich schwächer als die Gesamteinnahmen der Hochschulen. Die Drittmitteleinnahmen sind in erster Linie für Forschung und Entwicklung an Universitäten, einschließlich medizinischer Einrichtungen und Gesundheitswissenschaften, bestimmt. Der größte Drittmittelgeber der Hochschulen war 2024 wiederum der Bund mit 3,4 Milliarden Euro (+1,1 Prozent gegenüber 2023) vor der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit 3,2 Milliarden Euro (+2,5 Prozent) und der gewerblichen Wirtschaft mit 1,7 Milliarden Euro (+7,5 Prozent).

