Steuern

CDU nennt SPD-Erbschaftssteuerplan Anschlag auf Arbeitsplätze

13.01.2026 - 19:20:47 | dts-nachrichtenagentur.de

Gitta Connemann (CDU), Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, hat die SPD-Pläne für eine Erbschaftssteuerreform scharf kritisiert.

Gitta Connemann (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Gitta Connemann (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
"Von den knapp 3,9 Millionen Betrieben sind 99 Prozent kleine und mittlere. Bei einem Freibetrag von fünf Millionen Euro wäre ein Großteil davon betroffen, wenn es um das Vererben geht", sagte Connemann den Sendern RTL und ntv am Dienstag.

"Das, was wir jetzt hören, ist Gift für den Mittelstand. Denn es wäre eine Substanzversteuerung und das können wir in dieser Situation ohnehin nicht, aber auch in Gänze nicht mitmachen", so die CDU-Politikerin.

Zwar sei der Mittelstand in Deutschland immer noch herausragend, doch preislich nicht mehr wettbewerbsfähig, "weil schon heute in Deutschland höchste Steuern erhoben werden". Bei landwirtschaftlichen Betrieben mit Grundstücken oder einem Bäcker mit Haus und Backstube seien schnell fünf Millionen als Anlagevermögen zusammen, sagte sie. "Dann heißt das, dass genau diese Betriebe ihre Betriebe teilweise veräußern müssten, um am Ende Steuerschulden zu bezahlen. Und das ist ein Anschlag dem Grunde nach auf Arbeits- und Ausbildungsplätze", so Gitta Connemann.

Das Erbschaftssteuerkonzept der SPD sieht vor, dass jeder einen sogenannten "Lebensfreibetrag" von einer Million Euro haben soll, bis zu dem Erbschaften steuerfrei bleiben. Für Unternehmenserben die Verschonungsregel gestrichen werden soll. Betriebsvermögen bis fünf Millionen Euro sollen steuerfrei bleiben. Um die Liquidität von Unternehmen nicht zu gefährden, plant die SPD, dass die Steuerschuld auf bis zu 20 Jahre gestundet werden soll.

de | news | 68484086 |

Weitere Meldungen

Steuerberater-Präsident fordert Streichung der Pendlerpauschale Der Präsident der Bundessteuerberaterkammer, Hartmut Schwab, fordert eine grundlegende Vereinfachung des deutschen Steuerrechts und stellt dabei auch populäre Vergünstigungen infrage. (Politik, 07.05.2026 - 06:25) weiterlesen...

Mehrheit der Familienunternehmer zahlen keine Energieprämie Die Mehrheit der mittelständischen Familienunternehmen wird die steuerfreie Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro für ihre Mitarbeiter nicht bezahlen. (Wirtschaft, 07.05.2026 - 06:19) weiterlesen...

Familienunternehmer fordern Merz zu Vertrauensfrage auf Der Verband der Familienunternehmer hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) aufgefordert, notfalls die Vertrauensfrage im Bundestag stellen, um den Koalitionspartner SPD zu einem strikten Reformkurs zu zwingen."Merz hat noch das Potenzial zur Führung, muss sich dafür gegenüber der SPD aber endlich behaupten", sagte Verbandspräsidentin Marie-Christine Ostermann der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe). (Politik, 07.05.2026 - 00:00) weiterlesen...

Luftverkehrsteuersenkung: Länder gegen Kürzungen im Verkehrsetat Die Bundesländer warnen davor, dass die geplante Senkung der Luftverkehrssteuer ab dem 1. (Politik, 07.05.2026 - 00:00) weiterlesen...

Steuereinnahmen trotz Iran-Krieg relativ stabil Die Steuereinnahmen bleiben trotz der sich verschlechternden Wirtschaftslage vorerst halbwegs stabil. (Wirtschaft, 06.05.2026 - 11:36) weiterlesen...

Österreich hält europäische Übergewinnsteuer für möglich Österreich setzt trotz der Absage der EU-Kommission weiter auf eine europäische Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne und hält eine Einigung noch für möglich."Selbstverständlich steht Österreich weiterhin hinter der Initiative, wird auch weiterhin die erhobenen Forderungen unterstützen und ist zuversichtlich, dass das letzte Wort in dieser Frage noch nicht gesprochen ist", sagte ein Sprecher von Österreichs Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) der "Neuen Osnabrücker Zeitung".Vor allem, weil die unmittelbaren Auswirkungen des Krieges - unter anderem die steigenden Öl- und Gaspreise - immer noch deutlich spürbar seien und ein Ende des Konflikts derzeit nicht absehbar sei. (Politik, 06.05.2026 - 06:34) weiterlesen...