Experten: Buckelwal mit hoher Wahrscheinlichkeit tot
05.05.2026 - 15:34:54 | dts-nachrichtenagentur.deDas Museum, das selbst Forschungsprojekte zu Fragestellungen der Meeresumwelt durchführt, pochte auf Nachweise für den Erfolg der privaten Rettungsmission. Denn unabhängig verifizierbare wissenschaftliche Informationen seien für den Umgang mit zukünftigen Lebendstrandungen von Großwalen von enormer Bedeutung.
Man brauche das exakte Modell des Trackers, den Ort und die Art der Befestigung am Wal mit Fotonachweis, die kompletten übertragenen Rohdaten sowie Zugriff zur Live-Übertragung der Daten. Verifizierbare Informationen über den Zustand des Wales seien nicht nur von großem wissenschaftlichem und öffentlichem Interesse, sondern sollten im Eigeninteresse der privaten Initiative erfolgen, schreiben die Wissenschaftler.
Während es selten vorkommt, dass sich Buckelwale in die Ostsee verirren, werden jährlich mehrere Dutzend Schweinswale tot an der deutschen Ostseeküste gefunden - Studien gehen teils sogar von hunderten Todesfällen pro Jahr in der westlichen Ostsee aus. Als größte Bedrohung für die Meeressäugertiere gelten Stellnetze aus feinen Nylonfäden, die für die Echoortung der Wale fast unsichtbar sind. Verfangen sich Schweinswale darin, können sie nicht mehr zum Atmen auftauchen und ertrinken. Die Schweinswal-Population in der zentralen Ostsee ist vom Aussterben bedroht, während auch die Bestände der genetisch davon unterscheidbaren Population in der westlichen Ostsee deutlich zurückgehen.
