Bildung, Gesellschaft

Umfrage: Mehrheit wegen Rechtsextremismus an Schulen besorgt

30.10.2025 - 07:09:43 | dts-nachrichtenagentur.de

Eine Mehrheit der Deutschen ist besorgt angesichts der Zunahme rechtsextremer Vorfälle an Schulen.

Klassenraum in einer Schule (Archiv) - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Klassenraum in einer Schule (Archiv) - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Das geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag von "Stern" und RTL hervor. 73 Prozent der Bundesbürger machen sich demnach große oder sehr große Sorgen.

Unter den Anhängern fast aller Parteien liegt der Wert teils weit über 80 Prozent - nur unter AfD-Anhängern macht sich mehr als die Hälfte weniger große oder gar keine Sorgen. Eine Kluft zwischen den Anhängern der AfD und den Anhängern aller anderen Parteien zeigt sich in den Umfrageergebnissen auch bei den Erwartungen an Lehrkräfte. Nur neun Prozent der Bundesbürger verstehen unter einem neutralen Verhalten von Lehrkräften, dass diese sich politisch überhaupt nicht äußern, nicht einmal in Reaktion auf verfassungsfeindliche Positionen von Schülern. Unter den Anhängern der AfD liegt dieser Anteil bei 24 Prozent. Unter dem Slogan "Neutrale Schulen" fordert die AfD seit Jahren strikte politische Neutralität von Lehrkräften. Die Partei beruft sich dabei unter anderem auf das staatliche Neutralitätsgebot, unterschlägt jedoch häufig dessen Grenzen: Beamte dürfen zwar keiner bestimmten Partei dienen, müssen aber für den Erhalt der freiheitlich-demokratischen Grundordnung eintreten - und die Landesschulgesetze verpflichten Lehrkräfte zur Vermittlung und Verteidigung demokratischer Grundwerte. Diese gesetzliche Verpflichtung halten nur fünf Prozent der Befragten für nicht richtig. Unter den Anhängern der AfD liegt der Anteil signifikant höher. Mit 14 Prozent halten es fast dreimal so viele Befragte für nicht richtig, dass Lehrkräfte sich im Unterricht für demokratische Grundwerte einsetzen müssen. Zwölf Prozent machten dazu keine Angabe.

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