Steuern, Gesellschaft

Caritas pocht auf höhere Bezahlung für Freiwilligendienste

03.01.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes, Eva Maria Welskop-Deffaa, ruft dazu auf, angesichts des in Kraft getretenen neuen Wehrdienstes auch die Stärkung ziviler Dienste im Blick zu behalten.

Bistum Fulda (Archiv) - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Bistum Fulda (Archiv) - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Die Aufstockung der Mittel um 50 Millionen Euro in diesem Jahr sei zwar "ein wichtiges Signal der Regierungskoalition", sagte sie den Partnerzeitungen der "Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft" (Samstagausgaben). Sie erinnerte allerdings zugleich an die ausdrückliche Zusage, "Freiwilligendienste gerade auch für junge Menschen aus einkommensärmeren Familien zugänglicher zu machen". In dem Zusammenhang kritisierte Welskop-Deffaa die fast 2.000 Euro Unterschied in der monatlichen Bezahlung zwischen zivilen Diensten und Bundeswehr.

Die Erhöhung der Bezüge bei der Truppe durch das Wehrdienstmodernisierungsgesetz "verschärft im Hinblick auf das Taschengeld einerseits und den Wehrsold andererseits vorläufig die Ungleichheit zwischen dem freiwilligen Wehrdienst und den Freiwilligendiensten enorm", erklärte sie. Die geplanten Verbesserungen für die Freiwilligendienste müssten nun "zeitnah" erfolgen. Derzeit bekommen Bundesfreiwilligendienstleistende rund 640 Euro pro Monat, Wehrdienstleistende dagegen rund 2.600 Euro brutto. Die Caritas-Präsidentin forderte darüber hinaus einen "Mobilitätszuschuss bis zur Höhe des Deutschlandtickets für alle Freiwilligen". Wichtig seien zudem Investitionen in das Netz von Trägern der Freiwilligendienste - wie Sozialverbände, Jugendclubs oder Umweltorganisationen. Laut Welskop-Deffaa haben hier "die Kürzungen der letzten Jahre etliche Träger veranlasst, auszusteigen".

de | news | 68452884 |

Weitere Meldungen

SPD wirft Prien Vergeltung gegen zivilgesellschaftliche Akteure vor Die SPD wirft Bildungsministerin Karin Prien (CDU) vor, sich bei der geplanten Neuausrichtung des Programms "Demokratie leben" nicht an den Koalitionsvertrag zu halten."Vor dem Hintergrund der aktuellen Äußerungen der Ministerin erwecken die geplanten Einschnitte beim Programm `Demokratie leben` zunehmend den Eindruck einer Vergeltungsmaßnahme gegen unbequeme zivilgesellschaftliche Akteure", sagte der zuständige Berichterstatter der SPD-Fraktion, Felix Döring dem "Focus". (Politik, 30.04.2026 - 19:01) weiterlesen...

Merz offen für höhere Reichensteuer Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigt sich offen für eine Erhöhung der Reichensteuer. (Politik, 29.04.2026 - 09:03) weiterlesen...

Klingbeil-Berater hält höheren Spitzensteuersatz für zwingend Der Ökonom Jens Südekum rechnet damit, dass zur Gegenfinanzierung einer Einkommensteuerreform höhere Steuern für Spitzenverdiener unverzichtbar sind. (Politik, 28.04.2026 - 16:34) weiterlesen...

Dobrindt und Prien laden zu Krisentreffen über Demokratie leben Führende Vertreter aller Bundesministerien haben sich am Montagmorgen auf Initiative von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) im Bundesinnenministerium getroffen, um über die Zukunft der Demokratieförderung durch die schwarz-rote Koalition zu beraten. (Politik, 28.04.2026 - 00:00) weiterlesen...

Kipping kritisiert Entlastungspaket für soziale Schieflage Die frühere Linken-Vorsitzende Katja Kipping hat der Bundesregierung beim geplanten "Entlastungspaket" soziale Schieflagen vorgeworfen. (Sonstige, 27.04.2026 - 20:39) weiterlesen...