Bundespolizei registriert mehr Messerangriffe an Bahnhöfen
11.08.2024 - 00:00:00Hauptsächlich kämen die nichtdeutschen Täter aus Afghanistan, Algerien, Marokko sowie Polen, Syrien und der Türkei. Hotspot der Messergewalt im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei seien die Bahnhöfe, heißt es in der Auswertung. Im ersten Halbjahr seien dort 467 Fälle von Messergewalt registriert worden. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) kündigte gegenüber "Bild am Sonntag" Konsequenzen an. Im neuen Waffenrecht werde sie "den Umgang mit Messern im öffentlichen Raum weiter einschränken". In der Öffentlichkeit sollen "Messer nur noch bis zu einer Klingenlänge von sechs Zentimetern statt bisher zwölf Zentimetern in der Öffentlichkeit mit sich geführt werden dürfen". Ausnahmen wolle sie nur wenige - etwa "für Haushaltsmesser in geschlossenen Behältnissen nach dem Kauf". Faeser kündigte an: "Für gefährliche Springmesser wollen wir ein generelles Umgangsverbot schaffen. Entsprechende Waffenrechtsänderungen werden wir in Kürze vorlegen." Die Innenministerin forderte von den Kommunen, diese müssten mehr "Waffen- und Messerverbotszonen verhängen". Faeser: "Messerverbote müssen konsequent durchgesetzt werden, so wie es die Bundespolizei mit Kontrollen an Bahnhöfen macht."


