Amadeu-Antonio-Stiftung kritisiert Demokratie leben-Reform
01.07.2026 - 19:40:43 | dts-nachrichtenagentur.de
Gerade für zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für Demokratie einsetzen, sei, wie der Geschäftsführer sagte, ein solches Verfahren "nur dann akzeptabel, wenn es nachvollziehbar, überprüfbar und rechtsstaatlich ausgestaltet ist". Geheimdienstliche Prüfungen ohne ausreichende Transparenz würden die Gefahr bergen, "Vertrauen zu beschädigen und zivilgesellschaftliches Engagement unnötig unter Generalverdacht zu stellen", fuhr er fort.
Die Amadeu-Antonio-Stiftung hält ihrem Geschäftsführer zufolge auch an ihrer Kritik fest, "dass sich der Schwerpunkt des Programms zu stark in Richtung staatlicher Regelstrukturen verschiebt und diese strukturell überfordert". Angesichts der aktuellen Entwicklung rechtsextremer Jugendkulturen und digitaler Radikalisierung brauche es "vielmehr starke, unabhängige Fachorganisationen." Man gehe im Kern davon aus, "dass das zivilgesellschaftliche Engagement insbesondere in Ostdeutschland geschwächt wird und durch den Umbruch der Förderstruktur Fachlichkeit verloren geht".
Die Stiftung begrüße zugleich "ausdrücklich, dass das Bundesfamilienministerium nach intensiven Gesprächen und deutlicher Kritik zentrale Hinweise der Zivilgesellschaft aufgegriffen hat", so Reinfrank. Besonders wichtig sei, "dass der digitale Raum erstmals als eigenes Handlungsfeld verankert wird".
