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zOOm-Einsatz: Behörden kontrollieren Park & Fly-Unternehmen - 2610111

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 10:44 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS
Ratingen - Am Dienstag, 27. Oktober 2026, haben in Ratingen erneut Einsatzkräfte der Polizei und des Hauptzollamts Düsseldorf zusammen mit dem Straßenverkehrsamt des Kreises sogenannte "Park & Fly"-Unternehmen kontrolliert und hierbei mehrere Verstöße festgestellt.
POL-ME: "zOOm"-Einsatz: Behörden kontrollieren "Park & Fly"-Unternehmen - 2610111 - Bild: presseportal.de

Das sind die Ergebnisse:

In der Zeit von 8 bis 13 Uhr kontrollierten die Einsatzkräfte in Ratingen mehrere Shuttle-Transporter, die augenscheinlich Park-Service-Anbietern zugeordnet werden konnten. Bei zwei Fahrzeugen wurde festgestellt, dass keine Genehmigungen für den gewerblichen Personentransport vorlagen und die Fahrer darüber hinaus über keine Personenbeförderungsscheine verfügten. Entsprechende Berichte an das Straßenverkehrsamt und Ordnungswidrigkeitenverfahren waren die Folge und die Weiterfahrten wurden untersagt. Bei einer weiteren Kontrolle wurde festgestellt, dass ein Fahrzeug unbefugt in Gebrauch genommen wurde. Eine entsprechende Strafanzeige wurde gefertigt und die Weiterfahrt untersagt.

Als der Inhaber eines Anbieters bei einer Kontrolle erschien, stellten die Polizistinnen und Polizisten fest, dass dieser einen offenen Haftbefehl wegen des fahrlässigen Duldens des Fahrens ohne Fahrerlaubnis hatte. Der Haftbefehl wurde durch die Zahlung einer Ersatzfreiheitsstrafe außer Vollzug gesetzt.

Durch Einsatzkräfte des Hauptzollamts Düsseldorf wurde bei einer Kontrolle eine Strafanzeige wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts gefertigt. Sie zogen den Pass ein und informierten das zuständige Ausländeramt. Zudem wurde eine Strafanzeige wegen des Verdachts des Leistungsmissbrauchs und vier Strafanzeigen wegen des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt gefertigt.

Bei den vergangenen "zOOm"-Einsätzen wurden zahlreiche Parkverstöße im Zusammenhang mit den "Park & Fly"-Unternehmen festgestellt. Bei diesem Einsatz mussten nur wenige derartige Verstöße geahndet werden.

Zum Hintergrund des Einsatzes:

Immer mehr Reisende nutzen sogenannte "Park-Service"- oder "Park & Fly"-Dienstleistungen: Kundinnen und Kunden übergeben dabei am Flughafen ihr Auto an Unternehmen, die das Fahrzeug gegen eine Gebühr für die Dauer der Reise an einem zuvor vereinbarten Stellplatz parken.

In der Vergangenheit ergab sich für die Polizei in Ratingen der Verdacht, dass einzelne Unternehmen ihre Dienstleistungen nicht ordnungsgemäß betreiben und die Fahrzeuge ihrer Kundinnen und Kunden missbräuchlich benutzen, zum Beispiel für Shuttle-Fahrten, bis hin zur Begehung von Straftaten wie der Durchführung illegaler Straßenrennen.

So wurden im Bereich Ratingen oft betroffene Fahrzeuge mit zum Teil erheblich erhöhten Kilometerständen oder Fahrzeugschäden an Kundinnen oder Kunden zurückgegeben. Es kam insbesondere im Bereich Ratingen-West zu Beschwerden von Anwohnenden, da die betroffenen Fahrzeuge im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt wurden.

Vor diesem Hintergrund führten die Kreispolizeibehörde Mettmann, der Zoll und die Stadt Ratingen bereits mehrere gemeinsame Kontrolleinsätze durch (https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43777/6329351, https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43777/6282713, https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43777/6254469).

Polizei gibt Tipps für Reisende:

Die Polizei empfiehlt Reisenden, bei der Wahl eines Park-Service-Unternehmens vorsichtig zu sein und die Angebote aufmerksam zu prüfen. Dokumentieren Sie bei der Fahrzeugübergabe den Zustand Ihres Autos und den Kilometerstand. Seriöse Unternehmen erkennen Sie daran, dass sie Fahrzeuge in bekannten Parkhäusern oder auf registrierten Flächen parken. Seien Sie vorsichtig bei ungewöhnlich günstigen Angeboten.

Wer nach einer Reise Auffälligkeiten an seinem Fahrzeug feststellt, sollte das umgehend bei der Polizei anzeigen.

Die Behörden kündigen an, entsprechende Kontrollen auch in Zukunft durchzuführen. Ziel ist es, unseriöse Unternehmen zu identifizieren, um sowohl Kundinnen und Kunden als auch den Straßenverkehr zu schützen.

Was bedeutet das "zOOm"-Projekt?

Die Abkürzung "zOOm" steht für "Zielorientierte operative Maßnahmen" und ist ein Projekt zur Kriminalitätsbekämpfung der Kreispolizeibehörde Mettmann. Angelehnt ist die Idee an die Zoom-Funktion einer Kamera: Mit der Funktion können Situationen und Motive genauer betrachtet und in den Fokus genommen werden. Im Rahmen von "zOOm" nehmen die Polizistinnen und Polzisten der örtlichen Wachen und der Polizeisonderdienste verschiedene Viertel und Stadteile ihres Wachbereichs ganz besonders in den polizeilichen Fokus. Die Pressestelle berichtet in unregelmäßigen Abständen über Einsätze des "zOOm"-Projekts.

Fragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Mettmann
Polizeipressestelle
Adalbert-Bach-Platz 1
40822 Mettmann

Telefon: 02104 982-1010
Telefax: 02104 982-1028

E-Mail: pressestelle.mettmann@polizei.nrw.de

Homepage: https://mettmann.polizei.nrw/
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