ZOLL-E: Erfolgreicher Schlag gegen organisierte Betäubungsmittelkriminalität / 1,5 Tonnen Marihuana sichergestellt / 1 Person in Haft
24.03.2026 - 08:30:13 | presseportal.de
Düsseldorf / Essen / Solingen / Hilden / Wülfrath / Frankfurt aM
In dem von der Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung Organisierter Straftaten in Nordrhein-Westfalen (ZeOS NRW)) bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf geführten Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der bandenmäßigen Einfuhr und des Handeltreibens von Marihuana in nicht geringer Menge ist am 6. Januar 2026 zusammen mit dem Zollfahndungsamtes Essen ein großer Schlag gegen die organisierte Betäubungsmittelkriminalität gelungen.
Am 6. Januar 2026 durchsuchten rund 100 Einsatzkräfte des Zollfahndungsamtes Essen, unterstützt von Kräften des Hauptzollamtes Frankfurt am Main, im Auftrag der ZeOS NRW drei Objekte in Langenfeld und Solingen. Vier Personen wurden zu-nächst festgenommen.
Ursprung des Verfahrens war eine Mitteilung der US-amerikanischen Behörden Ende 2025 an das zuständige Zollfahndungsamt Essen, wonach bei einer Kontrolle eines Frachtcontainers von Kanada nach Deutschland versteckt in einer Tarnladung mit Bürostühlen ca. 1,2 Tonnen Marihuana in 88 Kartons festgestellt wurden. Als Lieferanschrift wurde eine Adresse in Langenfeld angegeben.
Im Rahmen der darauffolgenden Ermittlungen konnte das Zollfahndungsamt Essen mehrere Lager in Langenfeld und Solingen identifizieren und ermitteln, dass die Auslieferung des Containers Anfang Januar in Langenfeld geplant war. Am 6. Januar. 2026 konnte dann auch die Anlieferung und Entladung des Containers durch vier Personenbeobachtet werden, die sodann unmittelbar vorläufig festgenommen wurden.
Im Anschluss durchsuchten die Kräfte des Zollfahndungsamtes Essen drei Wohn- und Lagerobjekte in Langenfeld und Solingen. In einem Lager in Solingen wurden weitere 10 Kilogramm Marihuana und 29 Kilogramm Haschisch sichergestellt.
Gegen den 38-jährigen deutschen Hauptverdächtigen aus Solingen erließ das Amtsgericht Düsseldorf auf Antrag der ZeOS NRW am 7. Januar 2026 Haftbefehl. Drei niederländische Beschuldigte wurden nach Feststellung ihrer Identität wieder auf freien Fuß gesetzt.
Im Rahmen einer ersten Beweismittelauswertung und den sich anschließenden Ermittlungen ergab sich der Verdacht auf eine weitere Lieferung Betäubungsmittel. Bei der Kontrolle der Sendung wurden in Wülfrath in zwei Holzkisten aus Spanien ins-gesamt weitere ca. 300 Kilogramm Marihuana sichergestellt. Ein 54-jähriger Beschuldigter wurde bei der Abholung am 9. Januar 2026 vorläufig festgenommen und seine Wohnung in Solingen durchsucht. Dort wurden zehn Kilogramm Haschisch sicher-gestellt.
Durch die folgenden Ermittlungen wurden weitere Tatverdächtige identifiziert. Am 15. und 28. Januar 2026 folgten zwei weitere Durchsuchungsmaßnahmen in Solingen durch Kräfte des Zollfahndungsamtes Essen. Es wurden zwei Kilogramm Marihuana, 500 Gramm Kokain, zwei Schusswaffen sowie weitere Beweismittel sichergestellt. Anfang März konnte der Gruppierung eine weitere sichergestellte Lieferung von 115 Kilogramm Marihuana aus Kanada zugeordnet werden.
Der Straßenverkaufswert der sichergestellten Betäubungsmittel beläuft sich auf über 15 Millionen Euro.
Die Ermittlungen, insbesondere die Auswertung der aufgefundenen Beweismittel, dauern an.
Aus ermittlungstaktischen Gründen wird der Sachverhalt erst jetzt veröffentlicht.
Für jeden Fall der bandenmäßigen Einfuhr von Marihuana in nicht geringer Menge sieht das Gesetz eine Freiheitsstrafe von zwei bis 15 Jahren vor.
Hinweis: Bis zu einer etwaigen rechtskräftigen Verurteilung gelten die Beschuldigten als unschuldig. Die Einfuhr von Marihuana nach Deutschland ist, egal in welcher Menge und auf welchem Weg, weiterhin verboten.
Rückfragen bitte an:
Zollfahndungsamt Essen
Pressesprecherin
Heike Sennewald
Telefon: 0201 10281130
Mobil: 0151 - 6469 5153
Fax: 0201 10281190
E-Mail: presse@zfae.bund.de
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